Wiedenmann: Veränderung an der Spitze

Jürgen Wiedenmann zieht sich mit 60 Jahren aus dem Unternehmen zurück.

Leiteten bislang die Geschäfte des schwäbischen Maschinenbauers Wiedenmann GmbH: Horst, Uwe und Jürgen Wiedenmann (v.l.n.r.). Bild: Wiedenmann.

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Jürgen Wiedenmann, geschäftsführender Gesellschafter des Maschinenbauers Wiedenmann GmbH in Rammingen bei Ulm, zieht sich mit 60 Jahren aus dem Unternehmen zurück. Seine Brüder führen den Familienbetrieb weiter - und wollen auch künftig verstärkt auf Innovation und Kundennutzen setzen.

Für den Schritt sieht man sich gut vorbereitet. Schon bislang leiteten die drei Söhne der Gründer Georg und Gertrud Wiedenmann die Geschäfte in Personalunion. Die bisherigen kaufmännischen und marktbezogenen Aufgaben Jürgen Wiedenmanns teilen sich jetzt Horst und Uwe Wiedenmann. Im Zuge dieser Neuausrichtung berichtet Oliver Matthes, der seit zwei Jahren als Vertriebs- und Marketingleiter im Einsatz ist, nun an Uwe Wiedenmann.

Wiedenmann gilt als Vorzeigebetrieb der Branche. Kaum ein anderer Hersteller bietet ein vergleichbares Programm an Maschinen für Grünflächenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst.

Das war im Gründungsjahr 1964 noch nicht absehbar. Doch schon mit seinem Erstprodukt sollte Wiedenmann den Markt umkrempeln. Den Vortrieb konnte bis heute keine Krise bremsen. Im Gegenteil: Ständig neue, innovative Produkte helfen den Betreibern von Sport- und Freizeitanlagen sowie Kommunen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Übrigens auch in Bereichen, für die es bislang keine maschinellen Helfer gab. Ein gutes Beispiel ist der Core Recycler: Eine Maschine, die den Abfall bei der Tiefenlüftung des Rasens wiederverwertet. Das macht sie derart gut, dass sich nicht nur Kosten sparen, sondern auch Einnahmen erwirtschaften lassen. Produktivität sei ein Schlüsselmerkmal des Sortiments, hieß es.

Die Brüder führen den Betrieb seit über 20 Jahren. Wiedenmann wuchs in der Zeit zu einer Firmengruppe mit 245 Beschäftigten an drei Standorten heran. Rund drei Viertel des Jahresumsatzes erwirtschaftet man im Ausland, auf allen Kontinenten. In Forschung und Entwicklung fließt jedes Jahr ein zweistelliger Prozentanteil des getätigten Umsatzes. Viel wird in die Belegschaft investiert. Zahlreiche Patente, das dichte Händlernetz sowie die strategisch hohe Lieferfähigkeit sollen auch weiterhin dazu beitragen, den Vorsprung zu sichern. (Wiedenmann)

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