VOG: Größere Menge an Marken- und Bio-Äpfeln

Während man in Europa dieses Jahr mit einer großen Apfelernte rechnet, dürfte die Erntemenge im VOG-Gebiet etwas kleiner ausfallen als zuletzt.

Trotz der geringfügig rückläufigen Ernte erwartet man auf Verbandsebene einen deutlichen Anstieg bei der Produktion von biologisch angebauten Äpfeln sowie praktisch allen Markenäpfeln. Bild: VOG.

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Im VOG-Gebiet dürfte die Apfelernte, deren Startschuss Anfang August mit den ersten Pflückgängen der Sorte Gala fiel, dieses Jahr bei rund 485.000 Tonnen liegen. Bei integriert angebauten Äpfeln rechnet man mit einer Erntemenge von knapp 450.000 Tonnen. Diese Menge liegt um 3,5% unter jener aus dem Jahr 2021. Die biologische Produktion dürfte aufgrund der zahlreichen Umstellungen der jüngeren Vergangenheit hingegen um 15% auf über 35.000 Tonnen ansteigen.

Was die einzelnen Sorten betrifft, ist der größte Rückgang bei Gala (-15%) zu erwarten. Zurückzuführen ist die kleinere Menge auf den stärkeren Fruchtfall im Frühjahr, wodurch auch die Anzahl an Früchten pro Baum deutlich unter dem langjährigen Schnitt liegt. Auch die restlichen traditionellen Sorten des Verbandes sind als Folge des Sortenerneuerungsprogramms rückläufig. Eine Ausnahme bildet die Sorte Granny Smith, bei der nach einer schwachen 2021er-Ernte wieder mit einer gewöhnlichen Menge gerechnet wird.

Das Sortenprojekt der letzten Jahre spiegelt sich bei der Erntemenge der Vertragssorten ebenfalls klar wider: So sind sowohl bei Pink Lady® (+15%) als auch bei Kanzi® (+11 Prozent), envy™ (+35%), yello® (+32%), Joya® (+74%), Crimson Snow® (+40% ) und SweeTango® (+32%) große Anstiege zu erwarten. Dasselbe gilt für die neuen Markenäpfel RedPop® (3.000 Tonnen), Giga® (4.000 Tonnen) und Cosmic Crisp® (3.500 Tonnen), die allesamt in merklich größeren Mengen zur Verfügung stehen werden.

Auf europäischer Ebene dürfte die Apfelproduktion dieses Jahr bei rund 12,17 Mio.  Tonnen liegen. Die geschätzte Menge liegt damit etwas über jener aus dem Vorjahr und deutlich über der Menge aus den schwachen Erntejahren 2019 und 2020. Mit 12,17 Mio.  Tonnen ist die europäische Apfelernte zwar sehr groß, verfehlt allerdings die Rekordzahlen von 2018 (13 Mio. Tonnen). In Italien rechnet man unterdessen mit einer Erntemenge von ca. 2,15 Mio. Tonnen. Auch diese Schätzung liegt etwas über der Menge des letzten Jahres. Die Hauptanbaugebiete in Europa – neben Italien sind das Frankreich, Deutschland und Polen – melden ebenfalls eine größere Ernte. (VOG)

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