VGL NRW: Grün für mehr Lebensqualität

„Kaum ein Beruf bietet so viele Möglichkeiten“, sagt H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (VGL NRW) und spielt damit auf die Leistungen seiner Branche an.

Auch private Gärten sind ein entscheidender Teil der Grünen Infrastruktur. Bild: VGL NRW/GPP.

Anzeige

Landschaftsgärtner sind mehr denn je gefragt als Experten für Garten und Landschaft, vom privaten Garten über das Grün im gewerblichen Bereich bis zum öffentlichen Grün der Städte und Gemeinden.“

Alle Flächen, die nicht bebaut sind oder als Straßen oder Plätze genutzt werden, stellen zusammengenommen eine Grüne Infrastruktur dar. Dieser Begriff hat sich seit einigen Jahren etabliert und er macht deutlich, dass die Summe der Grün- und Freiflächen - dazu gehören auch private Gärten - im bebauten Raum heute als Gesamtsystem verstanden wird. Die Grüne Infrastruktur ist wichtig für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt und sie ist das Arbeitsfeld des Garten- und Landschaftsbaus. Mehr als 1.000 Unternehmen sind im VGL NRW organisiert und sie stehen allein für rund 75% des Gesamtumsatzes der Branche im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Jedes Jahr schließen in NRW etwa 1.000 junge Menschen ihre Ausbildung zum Landschaftsgärtner ab“, ergänzt Frank Linneweber, Vizepräsident und Vorsitzender des Bildungsausschusses im VGL NRW. Der GaLaBau-Unternehmer aus Dortmund bildet selbst seit mehr als 30 Jahren aus. „Wir legen im Verband besonderen Wert auf eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung, weil wir überzeugt sind, dass wir als grüne Branche einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen leisten.“

Garten ist Lebensqualität

Der eigene Garten ist für die meisten Menschen ein großer Wunsch – vor allem junge Familien schätzen den Freiraum ums Haus als sicheren Spielplatz, als Naturerfahrungsraum und nicht zuletzt für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse. Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für den Wert dieser Nutzungsmöglichkeiten sogar noch gesteigert: Der eigene Garten war im vergangenen Jahr über weite Strecken der sicherste Ort, an dem man sich frei bewegen und aufhalten konnte. „Mehr noch“, betont Leonhards: „In Zeiten, in denen immer mehr Menschen im Home-Office arbeiten und Kinder im Home-Schooling lernen, erhalten Terrasse und Garten als erweiterte Wohnräume eine ganz besondere Bedeutung.“

Der Firmengarten als Statement

Unternehmen nutzen ihr Firmengelände als Erholungs- und Pausenräume für Mitarbeiter, je nach Gestaltung auch als eindrucksvolle Besprechungsräume und signalisieren damit gleichzeitig ihre Haltung zur Umwelt. Linneweber: „Hier geht es nicht um ‚Greenwashing‘ – jeder Quadratmeter Grün zählt, ist Lebensraum für Insekten und Vögel und trägt zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Aus Umfragen ist bekannt, dass Mitarbeiter grün gestaltete und für sie nutzbare Außenanlagen sehr schätzen.“ Der VGL NRW hat in Zusammenarbeit mit der IHK und weiteren Partnern wiederholt Firmengartenwettbewerbe durchgeführt, die zeigen, wie Unternehmen ihre Freiflächen zum eigenen Wohl, aber auch zum Gemeinnutzen einsetzen.

Öffentliches Grün ist unverzichtbar

Man stelle sich eine Stadt ohne Grünflächen, ohne Straßenbäume, Hecken, blühende Kreisverkehre, ohne Parks und ohne Gärten vor – und versteht sofort, dass man sich in solcher Umgebung nicht wohlfühlen würde. „Auch der moderne Mensch ist ein Naturwesen“, sagt Linneweber und verweist auf die Erfahrung der letzten drei Hitzesommer. „Die Grünflächen sind wichtige Freiräume in den Städten, vor allem für diejenigen, die keinen eigenen Garten zur Verfügung haben. Wo sonst sollen die Menschen sich treffen, Natur erfahren, joggen oder spielen? Die Parks haben große Bedeutung als soziale Begegnungsräume und ganz nebenbei sind sie wirksame Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel, der sich in den Städten besonders deutlich auswirkt.“

Leonhards: „Vom Vorgarten über den Firmengarten bis zum Stadtpark – der GaLaBau wirkt in kleinen wie in größeren Projekten; was aber für alle gilt ist, dass diese grünen Orte die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen massiv verbessern.“ Mehr unter www.galabau-nrw.de. (GPP)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.