Unternehmer des Jahres: Taspo Award für Sebastian Heinje

Mit dem Taspo Award werden jedes Jahr Unternehmen der grünen Branche ausgezeichnet, die sich im Marketing, Vertrieb, in der Produktion und im Service für ihre Kunden besonders engagieren.

Nachhaltige Produktion als größter Zukunftstrend spielt bei der Baumschule Heinje eine große Rolle. Bild: Heinje.

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Eine Expertenjury aus 30 namhaften Vertretern der Gartenbaubranche wählte dieses Jahr aus 71 Finalisten die Gewinner in insgesamt 18 Kategorien aus. Auf der feierlichen Gala am 5. November 2021 in Berlin führte Moderator Jörg Pilawa durch das Programm der sogenannten „Oscars der Grünen Branche“. Die ruhmreichste und letzte Kategorie ist dabei stets der Gold Award „Unternehmer des Jahres“, der dieses Jahr an den Ammerländer Baumschulinhaber Sebastian Heinje verliehen wurde. Sebastian Heinje führt einen der größten Containerbaumschulen Europas, die Diderk Heinje Pflanzenhandelsgesellschaft in Edewecht. Was 1972 von seinem Vater Diderk Heinje aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Jeddeloh 1 entstand, ist inzwischen auf 65 Hektar Container- und 35 Hektar Freilandfläche zukunftsorientiert gewachsen. Seit 2000 gestaltet der Gartenbauingenieur Sebastian Heinje den Baumschulbetrieb aktiv mit und fungiert seit 2004 als Hauptgesellschafter. Im kommenden Jahr feiert die Baumschule ihr 50-jähriges Jubiläum.

Mit Sebastian Heinje wurde in diesem Jahr also ein Unternehmer ausgezeichnet, der Tradition und Innovation vereinen kann. Die moderne Baumschule ist dabei nicht nur ein Innovationstreiber im Bereich Pflanze, sondern entwickelt europaweit bekannte Marken. Zudem setzt sie auf eine moderne und automatisierte Produktion sowie eine innovative Personalentwicklung. Ein besonderes Steckenpferd des Unternehmers sind die nationalen und internationalen Kooperationen des 46jährigen Betriebsinhabers. Sebastian Heinje, der selbst in den Niederlanden studiert und in den USA gearbeitet hat, setzt stets auf internationale, weltweite Pflanzenzüchtungen, neuartige Vermarktungskooperationen und europäische Produktionssynergien.

Das Kundenklientel sind vor allem inhabergeführte Gartencenter, Einzelhandelsgärtnereien und Baumärkte aus Deutschland, Österreich, England, Frankreich, Skandinavien, die Niederlande und Osteuropa. Um diesen Kunden von der Pflanzenqualität und der Schlagkraft zu überzeugen, können die Geschäftskunden zwei Mal jährlich die innovative Heinje-Hausmesse besuchen. Im Sommer und im Winter trifft der Unternehmer mit seiner aufwändigen Pflanzenpräsentation den Zahn der Zeit. Vorgestellt werden hier erfolgreiche Konzepte aus dem Hause Heinje wie die 4-Monats-Früchte von Lucky Berry, die Wildrose Rosy Boom oder die Bauernhortensien Switch und Three Sisters. Seinen Kunden steht er als Marken-, Sortiments- und PoS-Berater stets ideenreich zur Seite. Hier wird auch ein Arbeitsschwerpunkt von Sebastian Heinje klar: Das Marketing.

Auch außerhalb des Betriebs nimmt Sebastian Heinje an zahlreichen Messen teil: Schon seit 1983 und damit als eine der ersten Baumschulbetriebe ist Heinje Aussteller bei der europaweit größten Pflanzenmesse IPM in Essen mit rund 1.500 Ausstellern aus 45 Ländern und ca. 70.000 Besuchern. Jährliche internationale Messen in Dänemark, Schweden, England und den Niederlanden sorgen für eine weitere Prise Internationalität des dynamischen Betriebs.

Der nun geehrte Sebastian Heinje durfte sich als Kooperationspartner schon mehrmals über einen Taspo-Award freuen. Unter anderem gewann Green Brain im Jahr 2018 – eine Kooperation mehrerer Baumschulen – in gleich zwei Kategorien den Taspo Award mit der Lucky Berry Blaubeere. Auch die Interessengemeinschaft kalktoleranter Rhododendron, kurz Inkarho, bei der Sebastian Heinje den Marketingausschuss leitet, durfte sich jeweils über einen Taspo Award für die blühende Buchsbaumalternative Bloombux und dem dreifarbigen Happydendron freuen. Nun wurde Sebastian Heinje die Ehre zuteil, selbst mit dem Taspo Award ausgezeichnet zu werden. Laudiert wurde der 3fache Vater Sebastian Heinje am vergangenen Freitag von Oliver Kuhrt, dem Geschäftsführer der Messe Essen. „Sebastian Heinje ist ein Unternehmer, der für nachhaltiges Wachstum steht, mit seinen innovativen Ideen in Marketing und Kommunikation den gesamten Baumschulmarkt prägt und vertrieblich international immer stärker agiert, ohne dabei seine regionalen Wurzeln zu vernachlässigen. Das Wichtigste ist für ihn dabei der Kontakt und Austausch mit seinen Mitarbeitern, seinen Kunden und seinen Kooperationspartnern,“ führte Oliver Kuhrt die Begründung der Jury aus. Nach seiner Ehrung zum Unternehmer des Jahres sprach Sebastian Heinje in seiner Dankesrede, dass es für ihn nicht nur ein Unternehmer-Preis, sondern ein Unternehmens-Preis sei. Er sehe die Basis des Unternehmenserfolgs nicht nur bei seinen Lieferanten, Kooperationspartner und Kunden, sondern vor allem auch bei seinen Mitarbeitern. Die Baumschule ist auch einer der größten Baumschul-Arbeitgeber in der Region. Mittlerweile hat der Familienbetrieb 140 Arbeitnehmer, darunter auch zahlreiche Auszubildende. Im August 2021 verzeichnete die Baumschule einen neuen Rekord: Insgesamt 8 junge Frauen und Männer starteten in diesem Jahr ihre Gärtner-Ausbildung bei dem Ammerländer Unternehmen. Die Attraktivität als Ausbildungsbetrieb fußt dabei nicht nur auf die moderne Produktion, sondern auch auf das innovative Azubi-Bonusprogramm GREENup. Hier werden die Lehrlinge von Anfang an ins Team eingebunden und erhalten für ihren Einsatz ein zusätzliches Entgelt.

Auch die Nachhaltigkeit als größter Zukunftstrend spielt bei der Baumschule Heinje eine große Rolle. So verzichtet das Unternehmen freiwillig auf bienenunfreundliche Neonicotinoide und ist Versuchsbetrieb der Landwirtschaftskammer zur Torfreduktion. Außerdem ist der Betrieb Global Gap zertifiziert und verfolgt ein nachhaltiges Wassermanagement - eine Bewässerung außerhalb der starken Mittagssonne ist für ihn genauso selbstverständlich wie das Wasser aufzufangen und zu recyclen. Die neuste Technik ermöglicht zudem eine punktuelle, schonende und geplante Tröpfchenbewässerung. Um dem Plastikbedarf entgegenzuwirken, werden seit diesem Jahr alle Pflanzen bei Heinje im sogenannten PCR-Topf produziert – aus 100% Recycling-Kunststoff aus dem gelben Sack.

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