Spargel: Saisonstart unter erschwerten Bedingungen

Der Ernte des ersten frischen Spargels aus regionalem deutschen Anbau hat bei Landgard trotz Sorge um fehlende Erntehelfer begonnen.

Gemeinsam mit BVEO, DBV, DRV hat Landgard der Bundesregierung dringend notwendige politischen Forderungen zur Verbesserung der Arbeitskräftesituation in den gartenbaulichen Betrieben vorgelegt. Bild: Landgard.

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus und der daraus erwachsenden Folgen hat die Sicherheit der Warenversorgung derzeit neben dem Schutz und der Gesundheit der Menschen absolute Priorität. Unter erschwerten Bedingungen hat daher in den vergangenen Tagen bei Landgard die Ernte von frischem deutschen Spargel begonnen. Die ersten kleineren Mengen des beliebten Stangengemüses stammen derzeit noch aus geschütztem und beheiztem regionalem Anbau von Landgard Mitgliedsbetrieben im Westen Deutschlands.

Jedoch blicken die Erzeuger der Spargelsaison, die normalerweise für sie eines der ersten Highlights des Jahres darstellt, angesichts der Auswirkungen des Coronavirus in diesem Jahr mit Sorge entgegen. Zwar ist, sofern es zu keinen größeren Temperatureinbrüchen mehr kommt, beim deutschen Spargel mit guten Qualitäten und ausreichenden Mengen zu rechnen. Auch liegt die Nachfrage von Kunden aus LEH und Discount bei Obst & Gemüse durch alle Warengruppen hinweg weit über den sonstigen Bestellmengen. Landgard kann jedoch nicht ausschließen, dass es aufgrund der Auflagen zum Kampf gegen das Coronavirus in den landwirtschaftlichen Betrieben zu deutlichen Einschränkungen in der Verfügbarkeit von saisonalen Arbeitskräften kommen kann. Für die jetzt beginnende deutsche Saison ist genau dies aber ein ganz wichtiger Faktor im Rahmen der Ernte und Warenversorgung. Derzeit ist die Lage in den Betrieben sehr unterschiedlich, teilweise sind geplante Saisonarbeiter bereits eingetroffen, teilweise noch nicht oder nicht in voller Zahl. Gemeinsam mit BVEO, DBV, DRV hat Landgard der Bundesregierung dringend notwendige politischen Forderungen zur Verbesserung der Arbeitskräftesituation in den gartenbaulichen Betrieben vorgelegt.

Insgesamt rund 25 Landgard Mitgliedsbetriebe bauen vor allem im Rheinland, am Niederrhein und im Spreewald auf etwa 286 Hektar Fläche weißen und grünen Spargel in hoher Qualität an. Dabei setzt sich besonders der Trend zu geschütztem Anbau und einer möglichst frühen Ernte immer weiter durch. In diesem Jahr hat auch der milde Winter dazu beigetragen, dass die ersten frischen Stangen aus geschütztem und beheiztem Anbau früher gestochen werden konnten als im letzten Jahr. Voraussichtlich Anfang April rechnen die Spargelbauern dann mit dem Start der Freilandernte von ungeheizter Ware – und damit beginnt für die Verbraucher dann endgültig die von vielen herbeigesehnte Spargelzeit 2020. (Landgard)

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