Sommerzwiebelblume des Jahres: Die Gladiole

Die Sommerzwiebelblume des Jahres ist die Gladiole. Diese farbenfrohe Blume hat lange, ährige Blütenstände mit zahlreichen Blüten.

Die Gladiole ist die Sommerzwiebelblume des Jahres. Bild: Blumenbüro Holland.

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Die Gladiole ist eine der populärsten Sommerzwiebelblumen und wurde von Blumenzwiebel-Spezialisten zur Sommerzwiebelblume des Jahres erkoren. Diese farbenfrohe Blume hat lange, ährige Blütenstände mit zahlreichen Blüten, umgeben von schwertförmigen Laubblättern. Diese dankbaren Blumen kann man unendlich genießen.

Schwertlilie

Botanikern zufolge gibt es circa 300 verschiedene Gladiolen. Ursprünglich stammen sie aus Afrika. Dort wachsen sie wild in der Natur. Seit 1941 werden sie gezüchtet, sodass jeder sie im eigenen Garten genießen kann. Die botanische Bezeichnung lautet Gladiolus, eine Verkleinerung des lateinischen Begriffes Gladius, der so viel wie Schwert bedeutet. Aufgrund der schwertförmigen Blätter und der Bedeutung von Gladiolus werden sie häufig auch als Schwertlilien bezeichnet.

Knolle

Gladiolen erkennt man an ihren langen, robusten, geraden Stängeln. An beiden Seiten dieses Stängels entwickeln sich mehrere farbige Blüten in den unterschiedlichsten Farben. Von zartem Pastell, bis hin zu fröhlichen, leuchtend bunten Farbtönen. Wussten Sie eigentlich, dass die Gladiole eigentlich keine Blumenzwiebel, sondern vielmehr eine Knolle ist? Der Unterschied besteht in der Art, wie Reservenahrung gespeichert wird. Bei Blumenzwiebeln geschieht dies in den Röcken (Schalen) oder Schuppen und bei Knollen in der fleischigen Wurzel (Wurzelknolle).

Gruppen

Da es so viele unterschiedliche Gladiolen gibt, sind diese in zwei Gruppen unterteilt: großblumige und kleinblumige.

Die Gruppe der großblumigen Gladiolen ist am umfangreichsten. Es gibt hunderte Varietäten in vielen verschiedenen Farben und Farbkombinationen. Sie erreichen generell eine Länge von über einem Meter. Sorten, die zu dieser Gruppe gehören, sind:

Butterfly Gladiolen: Die Blüten sind zart und die Farben bilden einen Kontrast zur restlichen Pflanze, wodurch sie wie Schmetterlinge wirken. Zu ihren Merkmalen zählen gekreuzte und gefaltete Blütenblätter. Nicht selten haben die inneren Blütenblätter eine andere Farbe als die äußeren.

Primulinus Gladiolen: Die Varietäten dieser Gruppe stammen von der gelben Primulinus-Gladiole ab. Die Pflanze ist schmal und das oberste Bütendeckblatt wächst wie eine Schutzkappe über die Staubblätter.

Kleinblütige Gladiolen haben kleinere Blüten und werden nicht so lang. Sie sind in folgende Gruppen unterteilt:

Gladiolus colvillii Alba: Dies ist eine der ältesten kleinblütigen Gladiolen. Es handelt sich dabei um eine Kreuzung zwischen den botanischen Tristis und Cardinalis.

Gladiolus nanus: Diese Gladiole ist bekannt für ihre Zierlichkeit. Die Stängel der Nanus-Gladiole werden nicht länger als 60 bis 70 Zentimeter, weshalb diese Gladiole als ‚Zwerggladiole‘ bezeichnet wird.

Gladiolus tubergenii: Dies ist eine der am frühesten blühenden Sorten. Sie sind nach dem Veredler Van Tubergen benannt.

Pflanzen und Pflege

Gladiolen brauchen viel Licht. Wählen Sie deshalb ein sonniges Plätzchen im Garten. Gladiolen lassen sich hervorragend mit anderen Sommerzwiebelblumen wie Dahlien und der Nadel der Cleopatra (Eremurus) kombinieren, aber auch mit Stauden und Ziergräsern. Gepflanzt können sie von Mitte April bis Ende Mai werden. Setzen Sie sie in Gruppen von 3-5 Stück circa 10 Zentimeter tief in die Erde. Stellen Sie sicher, dass die Spitze der Knolle nach oben zeigt. Nach dem Pflanzen gut gießen, um der Pflanze einen guten Start zu ermöglichen, und lassen Sie sie auch bei trockenem Wetter nicht austrocknen.

Wissenswertes

Möchten Sie sich auch im Haus an Ihren Gladiolen erfreuen? Sie eignen sich optimal als Schnittblumen. Schneiden Sie ein paar Stängel ab, sobald sich eine oder zwei Blüten geöffnet haben, und stellen Sie sie in eine Vase. Gladiolen können 90-120 Zentimeter lang werden. Stützen Sie sie, um zu verhindern, dass sie durch starken Regen oder Windböen umknicken. Wussten Sie, dass Gladiolen auch optimal in Töpfen gedeihen? Vor allem die niedrigeren Sorten sind dafür geeignet. (iBulb)

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