Schleswig-Holstein: Kürbisse dicker als sonst

In Schleswig-Holstein gibt es dieses Jahr weniger Kürbisse als im Vorjahr. Die Erträge halbierten sich in etwa.

Geringere Kürbisernte in Schleswig-Holstein. Bild: GABOT.

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In diesem Jahr gibt es in Schleswig-Holstein weniger Kürbisse als im Vorjahr. Die Erträge sind bei Kürbissen nach Erzeugerschätzungen 50% niedriger als im vergangenen Jahr. Diese enormen Ertragsschwankungen kommen beim Kürbis häufiger vor. Meist ist die Witterung schuld, so wie auch in diesem Jahr: Wegen schlechter Witterung flogen die Bienen nicht und die Befruchtung und somit der Fruchtansatz blieben aus. Jede Kürbisblüte blüht nur einen einzigen Tag. Die kühle Witterung mit viel Regen zur Blüte ließ weniger Kürbisse wachsen. Die gute Nachricht: Sie sind in diesem Jahr etwas dicker als sonst, dafür sorgte ebenfalls der Regen.

Die Erntebedingungen Ende August bis in den September hinein waren gut. Sonnige Tage Ende August ließen die Kürbisse etwas früher reifen. Auch die Verkaufssaison begann damit früher, nämlich schon Ende August/ Anfang September waren Kürbisse in den Supermärkten und in der Direktvermarktung in Hofläden und auf den Wochenmärkten zu finden. Ein Großteil der Kürbisse wird in Schleswig-Holstein direkt vermarktet.

Derzeit kosten Kürbisse zum Schnitzen im Supermarkt um die 4 bis 5 Euro pro Stück. - Der klassische Speisekürbis Hokkaido liegt zwischen 1 und 2 Euro je kg.

Der Hokkaido und Early Butternut sind aufgrund ihres fein süßlichen und nussigen Geschmacks besonders beliebt. Sie sind aus der Küche und von den Speisekarten der Restaurants nicht mehr wegzudenken. Spirit, Rockstar und Baby Bear sind die typischen Halloween-Kürbissorten. Ungenießbar sind die kleinen, kunterbunt gesprenkelten Zierkürbisse.

Laut Statistikamt Nord belief sich die Anbaufläche 2016 auf 94 ha. Abschließende Zahlen, wie groß die Fläche 2017 war, werden erst im Januar veröffentlicht. Seit 2007 ist die Anbaufläche stetig gestiegen (53 ha). Allerdings liegt sie heute mit unter 100 ha immer noch im Nischenbereich.

Die meisten der rund 800 verschiedenen Kürbissorten weltweit sind essbar. Sie sind gut lagerfähig, Frost vertragen sie allerdings nicht. Wichtig ist, dass der Kürbis kühl und trocken bei 10 bis 15 °C gelagert wird. So kann der Verbraucher ihn über den Herbst hinaus bis in den Winter hinein verzehren.

Die Inhaltsstoffe des Kürbisses haben positive Wirkungen auf das Immunsystem der Menschen. Kürbisse sind reich an Kalzium, Zink und Kalium, schützen also in der kalten Jahreszeit gegen Erkältungen. Gesundheitlich wertvoll sind auch die Kürbiskerne durch ihre Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralien. Zugleich wirken sie entwässernd und verdauungsfördernd. Es ist wahrscheinlich, dass auch Martin Luther eine gute Kürbissuppe zu schätzen wusste. (Quelle: Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein)

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