Kürbisse: Nach Schwächephase zurück in der Erfolgsspur

Anfang August sind in diesem Jahr die ersten Angebotsaktionen mit Kürbissen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gelaufen. Günstige Witterungsbedingungen haben zu einem früheren Start der Ernte als im Vorjahr geführt.

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Anfang August sind in diesem Jahr die ersten Angebotsaktionen mit Kürbissen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gelaufen. Günstige Witterungsbedingungen haben zu einem früheren Start der Ernte als im Vorjahr geführt.

Die Rahmenbedingungen lassen für 2014 wieder eine größere deutsche Kürbisernte erwarten. Das dürfte die Grundlage dafür sein, dass Kürbisse auch bezüglich der privaten Nachfrage wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

In der jüngeren Vergangenheit schrieb der Kürbis in Deutschland seine Erfolgsgeschichte von Jahr zu Jahr fort. Produktion und Verbrauch stiegen kontinuierlich. 2013 gab es einen ersten kleinen Dämpfer. Erstmals seit 7 Jahren sind die Kürbiskäufe der privaten Haushalte nicht weiter gestiegen. Vielmehr war ein Rückgang um 1 % auf 564 g je Haushalt zu verzeichnen. Das zeigt eine AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels. Allerdings mussten die Verbraucher auch deutlich mehr für Kürbisse ausgeben als in den vorangegangenen Jahren. Mit durchschnittlich 1,84 EUR/kg waren Kürbisse knapp 11% teurer als 2012.

In diesem Jahr haben die privaten Haushalte in Deutschland bis einschließlich August bereits 144 g Kürbisse je Haushalt gekauft. Das sind fast 85% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und die mit Abstand größte Menge der vergangenen 7 Jahre. Es bleibt aber abzuwarten, ob das echter Zuwachs ist, oder ob sich die Saison einfach, so wie auch schon bei anderen Gemüsearten, nach vorne verschoben hat.

In Deutschland wurden 2013 auf einer Fläche von 2.899 ha Speisekürbisse angebaut. Damit war die Fläche zwar gut 12% größer als im Jahr davor, in den Jahren davor waren die Wachstumsraten aber noch höher ausgefallen. Die größten Kürbisflächen in Deutschland liegen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Trotz der größeren Anbaufläche ist die Erntemenge 2013 um 14% auf 59.617 t zurückgegangen. Zum einen hat dazu der immer noch anhaltende Sortenwechsel auf eher kleinfrüchtige Sorten wie Hokkaido oder Butternut beigetragen. Zum anderen waren aber auch die Witterungsbedingungen im Jahr 2013 nicht optimal. Verzögerungen im Frühjahr, Niederschläge und Kältephasen im Sommer konnten durch bessere Bedingungen im Herbst nicht mehr vollständig ausgeglichen werden. (AMI)

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