RWZ: Weitreichende Kooperation mit Triferto

Ab 1. Januar 2022 bündeln die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) und der internationale Großhändler Triferto B.V. ihren Einkauf und ihre Logistik im Segment Düngemittel.

Nicht nur der Rhein verbindet die RWZ und Triferto, weshalb RWZ-Vorstandsvorsitzender Christoph Kempkes (r.) und Dr. Christoph Leufen (RWZ-Bereichsleiter Pflanzliche Produktion, 2. v. l.) mit Kai Kikkers (CEO Triferto, 2. v. r.) und Jeroen Rossy (CEO Brokking, l.) kooperieren. Bild: RWZ.

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Durch diese neu gebildete Kooperation wollen beide Unternehmen ihren Lieferanten, aber insbesondere auch der landwirtschaftlichen Kundschaft eine ganzheitlich bessere Leistung im Groß- und Einzelhandel bieten. Dies schließt auch eine Orientierung an mehr Nachhaltigkeit durch ein optimiertes Warenflussmanagement ein.

„Mit dieser Allianz entlang des Rheins werden wir unser Düngemittelgeschäft internationaler aufstellen und ein größeres Rad drehen; von den erwarteten Effizienzvorteilen sowie von der wechselseitigen Portfolio-Ergänzung auch im Hinblick auf neue, nachhaltige Sortimente werden unsere Kunden profitieren“, so Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ. „Trotz und gerade auch wegen der sich verändernden Agrarmärkte in Kombination mit den erwartbar engeren politischen Rahmenbedingungen sehen wir hier viel Potenzial, um in einem abnehmenden Marktsegment durch mehr Größe im Einkauf und durch Teilen von teurer Infrastruktur leistungs- und somit zukunftsfähiger zu werden.“

Dr. Christoph Leufen, Bereichsleiter Pflanzliche Produktion der RWZ, und Kai Kikkers, CEO der Triferto, ergänzen ihre Motivation zu dieser Zusammenarbeit: „Steigende Ansprüche unserer multinationalen Lieferanten hinsichtlich Supply-Chain-Management, eine effiziente Logistik vom Werk über den Großhandel bis hin zum Einzelhandel sowie eine intensive Begleitung und umfängliche Pflanzenernährungsberatung unserer Kunden lassen uns den Düngemittelhandel größer und funktionaler denken. Die durch unsere Kräftebündelung ermöglichten Optimierungsansätze zahlen durch verringerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette auch in das Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ein“, zeigen sich beide Manager überzeugt. „Wir wollen in Europa für Landwirte, Genossenschaften und den Landhandel sowie für unsere Lieferanten als Geschäftspartner die erste Wahl sein“, geben sich Leufen und Kikkers ambitioniert.

Dabei setzen beide Unternehmen auf ihre jeweiligen Stärken und schaffen so Synergien: Mit ihrer Lagerungs- und Logistikstruktur in gesamt Mitteldeutschland sowie in Luxemburg operiert die RWZ auf Basis ihrer leistungsfähigen Infrastruktur nah und serviceorientiert am Groß- und Einzelhandelskunden. Dazu komplementär baut Triferto auf eine moderne Lagerstruktur in Frankreich, Belgien und den Niederlanden und paart dies mit einer hohen Kompetenz im Großhandel und internationaler Erfahrung.

„Nach der jüngsten Übernahme der Firma Pillaert in Belgien vor einigen Monaten setzen wir nun mit der Allianz zwischen RWZ und Triferto unsere Entwicklungsstrategie hin zu einem sehr wesentlichen Marktpartner in Europa weiter fort“, so Jeroen Rossy, CEO der Brokking Holding B.V., Muttergesellschaft und Alleineigentümer der Triferto.

Das Bundeskartellamt ist über das Vorhaben informiert. (RWZ)

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