Royal FloraHolland: Setzt Zertifizierung durch

Die Geschäftsführung von Royal FloraHolland führt schrittweise die Durchsetzung der Umweltregistrierung und -zertifizierung ein.

Für einige Gärtner bedeutet die Pflicht zur digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung eine Herausforderung. Bild: Royal FloraHolland.

Anzeige

Die Geschäftsführung von Royal FloraHolland folgt der Empfehlung des Mitgliederrats vom 8. Oktober 2020 und führt die Durchsetzung der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung schrittweise ein. Im Fokus bleibt dabei auch das Commitment des Handels und die Erfüllung der Rahmenbedingungen.

Am 8. Oktober 2020 hat der Mitgliederrat gegenüber der Geschäftsführung eine positive Empfehlung zur Durchsetzung und Sanktionierung der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung abgegeben. Die Mitglieder des Mitgliederrates äußerten darin ihre Sorgen über das Commitment des Handels, die Auswirkungen für kleine Gärtner und darüber, ob die Rahmenbedingungen wirklich erfüllt sind. Diese Sorgen und Hinweisen aus dem Mitgliederrat hat die Geschäftsführung in deren Beschluss ausdrücklich berücksichtigt.

Schrittweise Einführung

Für einige Gärtner bedeutet die Pflicht zur digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung eine Herausforderung. Um ihnen entgegenzukommen, beginnt Royal FloraHolland nur schrittweise mit der Durchsetzung, und zwar auf Basis der Umsatzhöhe. Das verschafft Gärtnern mit geringeren Umsätzen und Gärtnern, die nicht in den Niederlanden ansässig sind mehr Zeit, sich über die Möglichkeiten für eine digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung zu informieren. Außerdem werden auch Ausnahmefälle und besondere Situationen berücksichtigt. So gibt es nun eine Betriebsaufgaberegelung für Mitglieder die in Erwägung ziehen, ihren Betrieb kurzfristig aufzugeben.

Gemeinsames Vorgehen der Zierpflanzen-Handelskette

CEO Steven van Schilfgaarde: "Nachhaltige Produktion und nachhaltige Produkte werden zur Norm. Mit der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung reagieren wir auf die sich ändernden Bedürfnisse des Marktes und von Staat und Gesellschaft. Das macht unsere Nachhaltigkeitsbemühungen auf kontrollierbare Weise transparent. Aber wir verstehen die Sorgen unserer Gärtner. Aus diesem Grund werden wir uns maximal bemühen, dafür zu sorgen, dass sowohl seitens der Gärtner als auch seitens des Handels ein Commitment für eine vollständig zertifizierte, nachhaltige Produktion und einen entsprechenden Einkauf entsteht. Wir werden dabei in enger Kooperation mit unseren Anlieferern, aber auch mit dem Handelsverband VGB und der Beschleunigungsinitiative (Dutch Flower Group, Royal Lemkes, Waterdrinker, FleuraMetz und Royal FloraHolland) vorgehen".

Erfüllung der Rahmenbedingungen

Eine der gestellten Rahmenbedingungen ist die Hilfestellung für solche Gärtnerbetriebe, die noch nicht mit der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung begonnen haben. Um Gärtner persönlich zu informieren oder ihnen Starthilfe zu geben, wurde ein Support-Team eingerichtet.

Außerdem müssen die Gärtner eine Wahl haben. Im Moment erfüllen die Systeme von MPS-ABC, KFC (Kenia) und Florverde (Kolumbien) bereits alle Anforderungen für eine digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung. GLOBALG.A.P. wird in ganz kurzer Zeit ein neues Umweltmodul einführen. Wenn es soweit ist, bietet GLOBALG.A.P. in Kombination mit digitalen Registrierungstools eine Komplettlösung an. (Royal FloraHolland)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.