Royal FloraHolland: Zertifizierung bleibt eine Priorität

Die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung bleibt eine Priorität für den Marktplatz von Royal FloraHolland.

Royal FloraHoland behält die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung im Fokus. Grafik: Royal FloraHolland.

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Royal FloraHolland sieht nachhaltiges Unternehmertum als Chance und zugleich Verantwortung zur Verbesserung der Branche. Gemeinsam mit Gärtnern, Käufern und Partnern in der Handelskette arbeitet die Genossenschaft aktiv daran. Seit März dieses Jahres befindet sich die Zierpflanzenbranche im Griff der Corona-Krise. Viele Betriebe aus der Branche sind hart getroffen. Jeder arbeitet hart daran, sein Unternehmen wieder finanziell zu gesunden. Dies verlangt von allen viel Aufmerksamkeit. Nichtsdestotrotz bleibt es wichtig, sich auf die Nachhaltigkeit zu konzentrieren. Um Zukunftssicherheit für den Marktplatz zu realisieren, wird Royal FloraHolland die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung weiter als Thema mit Priorität behandeln.

Gemeinsam für eine zukunftssichere Zierpflanzenbranche

Im November 2019 hatte die Geschäftsführung gemäß einer Empfehlung des Mitgliederrates entschieden, die digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung phasenweise zur zwingenden Vorgabe für den Zugang zum Marktplatz zu machen. CEO Steven van Schilfgaarde: "Um aus der Corona-Krise gut heraus zu finden, ist erforderlich, dass wir zukunftssicher sind. Eine nachhaltige, transparente Betriebsführung mithilfe der digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung ist ein Beitrag dazu. Sie bietet die Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben und verbessert die internationale Wettbewerbsposition. Das ist heute wichtiger als je zuvor. Wir müssen dafür sorgen, dass unser Marktplatz und die Branche auch in Zukunft gemeinsam stark sind. Deshalb halten wir an der Entscheidung der Geschäftsführung fest. Wir respektieren dabei auch die vom Mitgliederrat genannten Rahmenbedingungen."

Von jedem Anlieferer (gleichgültig, ob er Mitglied der Genossenschaft ist oder nicht) verlangt Royal FloraHolland nicht später als 31. Dezember 2020 eine digitale Umweltregistrierung und nicht später als 31. Dezember 2021 ein marktkonformes Umweltzertifikat. Letztlich verfolgt Royal FloraHolland das Ziel, dass alle Anlieferer auf ihrem Marktplatz auch die FSI-Nachhaltigkeitsanforderungen auf sozialem Gebiet und bezüglich der Good Agricultural Practices (GAP) einhalten.

Rahmenbedingungen

In den vergangenen Monaten hat Royal FloraHolland weiter an der Realisierung der vom Mitgliederrat empfohlenen Rahmenbedingungen gearbeitet. So hat MPS nun einen separaten Tarif für das erste Registrierungsjahr und die Preise für die Zertifizierung reduziert. Diverse Parteien arbeiten auch an einer Alternative zu MPS. Es wird weiter angestrebt, dass für Anlieferer aus allen Staaten ein Zugang zu solchen Umweltregistrierungstools und -zertifikaten besteht, die den FSI-Anforderungen entsprechen. Außerdem organisiert Royal FloraHolland (Online-)Meetings, um über verschiedene Optionen für die Registrierung und Zertifizierung zu informieren und beim Start mit der Registrierung zu helfen. Die Genossenschaft lädt alle Gärtner ein, zu gegebener Zeit daran teilzunehmen.

Ferner arbeitet Royal FloraHolland gemeinsam mit dem Regieteam Nachhaltigkeit an den Einzelheiten einer Richtlinie für die Durchsetzung und Sanktionierung. Im September 2020 soll eine Bewertung erfolgen, ob es angemessen erscheint, an den für die Durchsetzung geplanten Terminen festzuhalten. Anfang Oktober wird der Mitgliederrat eine Empfehlung an die Geschäftsführung zu dieser Durchsetzungsrichtlinie und ihrer Umsetzung aussprechen. Auf der Basis dieser Empfehlung wird die Geschäftsführung voraussichtlich Mitte Oktober 2020 eine Entscheidung treffen.

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