Royal FloraHolland: Rückblick Brexit-Webinar

Mehr als hundert Produzenten und Einkäufer nahmen am 14. Dezember 2020 an dem von Royal FloraHolland organisierten Brexit-Webinar teil.

Beim Import und Export von Blumen und Pflanzen nach und aus dem Vereinigten Königreich ändert sich viel. Bild: Royal FloraHolland.

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Am 14. Dezember 2020 nahmen mehr als hundert Produzenten und Einkäufer an dem von Royal FloraHolland organisierten Brexit-Webinar teil. Experten der NVWA, KCB, Naktuinbouw und des Zolls standen für Fragen zur Verfügung. Davon wurde auch reichlich Gebrauch gemacht.

Während der Eröffnung betonte Eline van den Berg die großen möglichen Auswirkungen des Brexit. Bei einem Export von 855 Mio. Euro beträgt der Einfluss 19,4%. Deal oder No Deal: Für den Import und Export von Blumen und Pflanzen in und aus dem Vereinigten Königreich wird sich einiges ändern. Peter Verbaas, Brexit-Koordinator bei der NVWA, wies noch einmal darauf hin, dass es extreme Unsicherheiten gibt. Seit dem 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich ein sogenanntes "Drittland" sein. Die Händler werden dann wirklich zu Exporteuren.

Auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes ändert sich viel. Peter Rozenboom von KCB beobachtet daher einen starken Anstieg der Inspektionen zum Zweck der Ausstellung der Phytozertifikate, die für den Export von Produkten nach Großbritannien erforderlich sind. Naktuinbouw hat in der letzten Zeit bereits verschiedene Schulungen für e-Cert durchgeführt. Edwin Egthuijsen von Naktuinbouw wies auch darauf hin, dass Bestandsprüfungen in Zusammenarbeit mit NVWA und KCB möglich geworden sind. Dies bietet logistische Vorteile für Exporteure.

Im Hinblick auf den Brexit hat der Zoll zusätzliche 930 FTEs eingestellt und geschult. Rick Ligthart vom Zoll betonte, dass die Auswirkungen ab dem 1. Januar 2021 wirklich spürbar sein werden. In Großbritannien wird es bis Mitte 2021 Updates des Border Operating Model geben, es gibt also noch viel zu tun. Vor allem rät er Exporteuren, sich anzuschauen, welche Maßnahmen in Großbritannien ergriffen werden und was nötig ist, um Blumen und Pflanzen regelkonform zu exportieren. Insgesamt wurden mehr als 50 Fragen gestellt, von denen die meisten während der Sendung beantwortet wurden. Die vollständige Liste der Fragen und Antworten wird zu einem späteren Zeitpunkt als Q&A-Liste auf der Website verfügbar sein. (Royal FloraHolland)

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