METRO: Erreicht Prognoseziele

METRO hat nach Lockerung der staatlich verordneten Restriktionen überdurchschnittlich von der Erholung der Gastronomie profitiert, insbesondere durch eine deutlich positive Entwicklung in West- und Osteuropa. Dabei konnte der Großhandelsspezialist in großen Ländern wie Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und in Russland HoReCa-Marktanteile hinzugewinnen. Das EBITDA bereinigt erreichte insgesamt 1.171 Mio. Euro und lag somit 72 Mio. Euro über Vorjahr.

Der sank Konzernumsatz aufgrund negativer Wechselkurseffekte um -3,4% auf 24,8 Mrd. Euro. Bild: METRO.

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METRO hat im zurückliegenden Geschäftsjahr sowohl Resilienz bewiesen als auch Wachstumspotenzial gezeigt. Wir haben in unser zukünftiges Wachstum investiert, um gemeinsam mit unseren Kunden gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen. Das Zusammenspiel der Großmärkte, des Belieferungsgeschäfts und der Digitalisierung haben dazu beigetragen, dass wir das Vertrauen unserer Kunden in METRO stärken und sie damit intensiver an uns binden konnten. Etwa 250.000 neue HoReCa-Kunden haben wir für METRO gewinnen können, der Belieferungsumsatz stieg in der 2. Jahreshälfte um fast 50% und auch unser Online-Handel wächst. Dies alles gibt uns in einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld Rückenwind. Unser Multichannel-Mix ist die Basis für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren“, sagte Dr. Steffen Greubel, Vorstandsvorsitzender der METRO AG.

Umsatz und EBITDA am oberen Ende des Prognosekorridors

Nach einer starken Entwicklung in der 2. Jahreshälfte ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020/21 eine konstante Umsatzentwicklung in lokaler Währung. Insgesamt sank der Konzernumsatz aufgrund negativer Wechselkurseffekte, insbesondere in Russland und der Türkei, in Euro um -3,4% auf 24,8 Mrd. Euro. Die Umsatzerholung im H2 spiegelte sich in der Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres wider: Das EBITDA bereinigt erreichte 1.171 Mio. Euro und lag somit 72 Mio. Euro über Vorjahr. Auf das Ergebnis wirkten sich zudem positive Einmaleffekte im mittleren 2-stelligen Millionen-Euro-Bereich in West- und Osteuropa und insbesondere im Segment Sonstige aus, die hauptsächlich im H1 2020/21 anfielen. Außerdem fielen im GJ 2020/21 65 Mio. Euro Transformationskosten an. Diese entfielen hauptsächlich auf das Q4 2020/21 und betreffen besonders die Länderaustritte aus Japan und Myanmar sowie den Rückzug der FSD-Tochter Classic Fine Foods von den Philippinen. Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 60 Mio. Euro. Aus Prognosesicht erreichte METRO die für das GJ 2020/21 angepassten Umsatz- und Ergebnisziele am oberen Ende des Prognosekorridors. Bereinigt um die erstmals konsolidierten Unternehmen Aviludo und Davigel Spanien, lagen Umsatzentwicklung in lokaler Währung bei -0,4% und das bereinigte EBITDA i.H.v. 1.164 Mio. Euro mit 65 Mio. Euro über Vorjahr.

Das Periodenergebnis erreichte im GJ 2020/21 -45 Mio. Euro und verbesserte sich damit um 95 Mio. Euro gegenüber dem Periodenergebnis des Vorjahreszeitraums (-140 Mio. Euro). Das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis der fortgeführten Aktivitäten lag bei -56 Mio. Euro. Auf dieser Grundlage erzielte METRO im GJ 2020/21 ein Ergebnis je Aktie von -0,15 Euro. Entsprechend der Dividendenpolitik der METRO AG ist keine Dividendenausschüttung vorgesehen. Auf dieser Grundlage erzielte METRO im GJ 2020/21 ein Ergebnis je Aktie von -0,15 Euro. Entsprechend der Dividendenpolitik der METRO AG ist keine Dividendenausschüttung vorgesehen.

Starke operative Leistung in Regionen treibt Wachstum

Die Entwicklung der Segmente ist abhängig von der Zusammensetzung der Kundengruppen sowie der Dauer und der Intensität der COVID-19 Restriktionen in den jeweiligen Ländern. Insbesondere in Ländern, in denen die staatlichen Maßnahmen zu Beginn des Jahres strenger griffen, zeigten sich im H2 2020/21 die Fortschritte in der Pandemiebekämpfung und die damit verbundenen positiven Effekte auf das öffentliche Leben und die Geschäftsentwicklung von METRO. Nach Markteinschätzung entwickelte sich METRO dabei etwa in Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich sowie Russland besser als der HoReCa-Markt. Im Einzelnen ergibt sich für das GJ 2020/21 folgendes Bild:

In Deutschland ging der Umsatz berichtet um -5,2% zurück (4,5 Mrd. Euro). Dies ist insbesondere auf einen deutlichen HoReCa-Umsatzrückgang im H1 2020/21 zurückzuführen.

METRO Deutschland entwickelte sich insgesamt deutlich besser als die FSD-Tochter Rungis Express, die aufgrund der spezialisierten Ausrichtung auf Gastronomiekunden deutlich stärker unter den Auswirkungen der staatlichen Restriktionen litt. In der 2. Jahreshälfte verbesserte sich die Umsatzentwicklung im HoReCa-Bereich zwar, konnte allerdings den Rückgang im H1 nicht vollständig kompensieren. Dennoch entwickelte sich das HoReCa-Geschäft besser als der Markt.

Das bereinigte EBITDA stieg im GJ 2020/21 auf 149 Mio. Euro (2019/20: 125 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf eine gute Margenentwicklung und ein stringentes Kostenmanagement zurückzuführen.

Der Umsatz in Westeuropa (ohne Deutschland) ging berichtet und in lokaler Währung um -2,3% zurück (9,4 Mrd. Euro). Dabei waren im H1 insbesondere Frankreich und Italien von COVID-Restriktionen betroffen. Im H2 trat eine schnelle und deutliche Erholung des HoReCa-Geschäfts ein, wobei sich METRO in Frankreich, Italien und Spanien besser als der Markt entwickelte. Darüber hinaus trugen die im Geschäftsjahr 2020/21 akquirierten Belieferungsunternehmen Aviludo in Portugal und Davigel in Spanien im Rahmen der Erstkonsolidierung positiv zur Umsatzentwicklung bei. So konnte der Gesamtumsatz im Q4 2020/21 bereits wieder das Vor-Pandemie Niveau erreichen.

Das EBITDA lag bereinigt im GJ 2020/21 mit 394 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Hierbei folgte die Ergebnisentwicklung grundsätzlich der leicht negativen Umsatzentwicklung. Aus der Akquisition von Davigel Spanien ergab sich ein kompensierender positiver Einmalertrag im mittleren 1-stelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen in der Region beliefen sich auf 18 Mio. Euro und resultierten im Wesentlichen aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion in Portugal. In Russland stieg der Umsatz in lokaler Währung um 3,3%, der berichtete Umsatz verringerte sich aufgrund negativer Wechselkurseffekte um -10,2% auf 2,4 Mrd. Euro. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum war getrieben durch die Kundengruppen HoReCa und Trader. Das EBITDA lag in Russland bereinigt bei 197 Mio. Euro (2019/20: 224 Mio. Euro), angepasst um Wechselkurseffekte stieg es um 2 Mio. Euro.

In Osteuropa (ohne Russland) stieg der Umsatz in lokaler Währung um 4,5%, berichtet sank der Umsatz aufgrund negativer Wechselkurseffekte, insbesondere in der Türkei und der Ukraine, um -1,7% auf 7,0 Mrd. Euro. Währungsbereinigt entwickelten sich vor allem Rumänien, die Ukraine und die Türkei positiv. In Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei wirkten sich die COVID-Restriktionen deutlich negativer aus. Das EBITDA lag bereinigt mit 366 Mio. Euro (2019/20: 371 Mio. Euro) leicht unter Vorjahr, was im Wesentlichen auf negative Wechselkurseffekte in der Türkei zurückzuführen ist. Währungsbereinigt konnten Rumänien, die Türkei und die Ukraine die rückläufige Entwicklung in der Tschechischen Republik, der Slowakei und in Polen kompensieren. Des Weiteren trug die Beendigung eines Rechtsstreits mit dem Zuspruch eines mittleren 1-stelligen Millionen-Euro-Betrag positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 18 Mio. Euro.

Der Umsatz in lokaler Währung in Asien stieg um 3,3%. Bedingt durch negative Wechselkurseffekte insbesondere in Indien und Japan sank der berichtete Umsatz um -2,8% auf 1,5 Mrd. Euro. Dabei profitierten währungsbereinigt insbesondere die FSD-Tochter Classic Fine Foods und Indien in der 2. Jahreshälfte von der Erholung im Gastgewerbe. Das EBITDA in Asien lag im GJ 2020/21 bereinigt bei 7 Mio. Euro (2019/20: 0 Mio. Euro). Erträge aus der Beteiligung von METRO China an Wumei trugen mit einem niedrigen 1-stelligen Millionen-Euro-Betrag positiv zur Ergebnisentwicklung bei. Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt in Asien um 6 Mio. Euro. Es fielen Transformationskosten von 45 Mio. Euro (2019/20: 0 Mio. Euro) aufgrund der Länderaustritte aus Japa und Myanmar sowie dem Rückzug von Classic Fine Foods von den Philippinen an.

Das bereinigte EBITDA im Segment Sonstige lag im GJ 2020/21 bei 59 Mio. Euro (2019/20: 42 Mio. Euro). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist auf verschiedene nachhaltige, temporäre und einmalige Effekte zurückzuführen. Nachhaltig sind Einsparungen aus der Restrukturierung im Vorjahr, die sich positiv auf die Entwicklung der Personalkosten auswirken. Temporäre Effekte ergaben sich aus Lizenzerlösen aus der Partnerschaft mit Wumei, die noch bis zum Jahr 2023 zur Ergebnisentwicklung beitragen. Außerdem unterstützten Einmalerträge in Höhe von rund 30 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese resultierten aus der Beendigung eines Schiedsverfahrens, aus der Neueinschätzung von transaktionsbedingten Rückstellungen und aus der finalen Kaufpreisermittlung der METRO China Transaktion.

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 42 Mio. Euro (2019/20: 0 Mio. Euro) und resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung des letzten verbliebenen Immobilienobjekts des SB-Warenhausgeschäfts und dem Verkauf einer At-Equity-Beteiligung an einem Einzelhandelsstandortportfolio in Deutschland.

Der Belieferungsumsatz von METRO stieg im Geschäftsjahr 2020/21 um 5,8% auf 4,2 Mrd. Euro (2019/20: 3,9 Mrd. Euro) und erreichte einen Umsatzanteil von 17%. Allein im H2 konnte das Belieferungsgeschäft als ausgemachter Wachstumstreiber ein Plus von 47% ggü. dem Vorjahr verzeichnen.

Zum 30. September 2021 umfasste das globale Standortnetz 681 Märkte (3 Neueröffnungen in Indien, 1 Neueröffnung in Pakistan, 1 Schließung in Deutschland).

Prognose der METRO AG

Die Prognose erfolgt unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen (das bedeutet: ohne Japan und Myanmar, mit Aviludo und Davigel Spanien). Die wesentlichen Chancen und Risiken, die der Prognose beeinflussen können, sind im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts erläutert. Die Umsatz- und Ergebnisprognose ist insbesondere von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie abhängig. Die Prognose beinhaltet temporäre und leichte staatliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens, insbesondere im H1 des Geschäftsjahres 2021/22.

Umsatz

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 3% bis 7% (2020/21: 0,1% ohne Japan und Myanmar, mit Aviludo und Davigel Spanien) und damit ein Erreichen des Vor-Pandemie-Niveaus . Wachstumstreiber ist insbesondere das Geschäft mit Gastronomiekunden, vor allem auf der Basis einer hohen Dynamik des Belieferungsgeschäfts. Alle Segmente tragen zum Wachstum bei. Für Westeuropa (ohne Deutschland) wird ein deutlich überproportionales Wachstum erwartet. Für Deutschland wird, auch aufgrund des rückläufigen Tabakgeschäfts, ein unterproportionales Wachstum erwartet.

Ergebnis

Der Vorstand erwartet ein EBITDA bereinigt etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020/21 (1.187 Mio. Euro exkl. Japan und Myanmar, inkl. Aviludo und Davigel Spanien). Dabei wird für Westeuropa (ohne Deutschland) ein deutliches Wachstum erwartet. Das Segment Sonstige wurde im Geschäftsjahr 2020/21 durch Einmaleffekte im mittleren 2-stelligen Millionen-Euro-Bereich gestützt. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund weiterer Investitionen in die Digitalisierung wird es daher spürbar unter dem Niveau des Vorjahres liegen. (METRO)

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