Landgard: Frischer Rhabarber aus der Region

Landgard-Erzeuger bringen den lang ersehnten Frühlingsboten Rhabarber seit Ende Februar frisch in den Handel.

Durch seine großen Blätter hat der Rhabarber einen hohen Wasserbedarf und reagiert empfindlich auf Hitze und Trockenheit. Bild: Landgard.

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Mit frischem Rhabarber aus der Region hat Landgard im Handel bereits Ende Februar den Startschuss für den Frühling gegeben. Die erste zarten Stangen der Sorte „Goliath“ sind zunächst noch in geringen Mengen verfügbar und stammen aus beheiztem Anbau. Sie werden ab Mitte Januar am Niederrhein und in der Nähe von Köln in großen dunklen Hallen und Folientunneln bei einer konstanten Temperatur von mindestens 15°C vorgetrieben. „Wenn das Wetter mitspielt und wir genug Sonne bekommen, rechnen wir dann – ähnlich wie im letzten Jahr – ab Ende März mit dem ersten Freilandrhabarber, der unter doppelter und einfacher Folienabdeckung herangewachsen ist“, erklärt Franz Hoener, zuständig für Ein- u Verkauf bei Landgard West Obst & Gemüse.

Ertrag und Qualität des Rhabarbers sind maßgeblich von der Witterung des gesamten Jahres abhängig. Durch seine großen Blätter hat der Rhabarber einen hohen Wasserbedarf und reagiert empfindlich auf Hitze und Trockenheit. „Mit dem Einsatz von Beregnungsanlagen versuchen die Produktionsbetriebe in heißen Sommern, dem Wassermangel frühzeitig vorzubeugen. Inwieweit sich der damit verbundene hohe zusätzliche Arbeitsaufwand am Ende auszahlt, zeigt sich dann im Verlauf der Frühjahrssaison“, so Franz Hoener. „Auch wenn die Rhabarbererträge in den letzten Jahren niedriger ausgefallen sind als früher, gehen wir Stand heute davon aus, dass sich Verbraucher auch in diesem Jahr auf erstklassigen leckeren Rhabarber in ausreichenden Mengen freuen können“.

Auch Erzeuger Alexander Gierlich blickt insgesamt vorsichtig optimistisch auf die Rhabarbersaison 2021: „Unsere Ernte startet Ende März, wir können aber sehen, dass die letzten Sommer einigen Stauden deutlich zugesetzt haben. Insgesamt rechnen wir daher für unseren Rhabarber mit einer guten Qualität, aber etwas geringeren Mengen als in den letzten Jahren.“ In Bornheim baut der Erzeuger auf einer Fläche von rund sieben Hektar Freilandrhabarber unter Folie an und beobachtet am Markt eine steigende Nachfrage nach dem frischen Frühlingsgemüse: „Frischer Rhabarber aus der Region liegt definitiv im Trend und wir haben den Eindruck, dass Verbraucher durchaus bereit sind, für gute Qualität auch etwas mehr zu bezahlen. Darum hoffen wir, dass sich unser steigender Aufwand durch zusätzliche Beregnung, strenge Hygieneauflagen und höhere Lohnkosten aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr am Ende wieder bezahlt macht.“

Gerade frischer Rhabarber ist ein gutes Beispiel dafür, wie lecker saisonales Gemüse ist, das zum optimalen Zeitpunkt in Deutschland geerntet wird. Ähnlich wie Blumenfreund*innen bei Primeln und Tulpen, fiebern Gemüsefans zum Ende des Winters dem Verkaufsstart des immer beliebteren Knöterichgewächses regelrecht entgegen. Ob als Nachtisch, Kuchen oder Getränk – mit den charakteristisch süß-säuerlichen Stangen fällt der Startschuss für die Frühlingsküche. Dabei werden vor allem rotstielige, fleischige Sorten wie „Sutton“ bevorzugt, die einen milderen Geschmack und einen geringeren Gehalt an Frucht- und Oxalsäure aufweisen. Die grünstielige Sorte „Goliath“ zeichnet sich dagegen besonders durch einen hohen Ertrag aus und wird u.a. auch gerne als Treibrhabarber verwendet.

Im Westen Deutschlands bauen die Landgard-Mitgliedsbetriebe in diesem Jahr auf einer Fläche von rund 200 Hektar das traditionelle Frühlingsgemüse an. Pro Hektar wird mit einem Ertrag von rund 25 bis 30 Tonnen gerechnet. Der Schwerpunkt der Rhabarberproduktion liegt im Vorgebirge der Köln-Bonner-Bucht, wo die mehrjährigen Stauden optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Im Mai und Juni wird dann auch im Osten Deutschlands frischer Rhabarber aus regionalem Anbau geerntet, bevor traditionell am Johannistag – in diesem Jahr also am 23. Juni – die Rhabarbersaison endet. (Landgard)

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