Kontaktstudientage: Fachveranstaltung Landschaftsarchitektur

Unter der Überschrift "Being a Landscape Architect - Spezialisierung in der Landschaftsarchitektur" fand die Fachveranstaltung der Sektion Landschaftsarchitektur auf den diesjährigen Osnabrücker Kontaktstudientagen statt.

Große Resonanz bei der ersten gemeinsamen Firmenkontaktmesse Gartenbau und Landschaftsarchitektur, die vom LearningCenter der Hochschule Osnabrück organisiert wurde. Foto: Bettina Meckel.

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Die Fachveranstaltung der Sektion Landschaftsarchitektur auf den diesjährigen Osnabrücker Kontaktstudientagen fand unter der Überschrift „Being a Landscape Architect - Spezialisierung in der Landschaftsarchitektur“ statt. Ein Teil des so genannten „Mittelbaus“ (wissenschaftliche Mitarbeiter) der Studiengänge Freiraumplanung und Landschaftsentwicklung, hatte die Veranstaltung geplant und gemeinsam mit der Absolventenvereinigung „Freundeskreises Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V.“ durchgeführt. Das Thema stand in engem Zusammenhang mit der jüngsten Reform der Osnabrücker Landschaftsarchitektur-Studiengänge, die sich momentan in der Reakkreditierung befinden. Die Veranstaltung reagierte auf große Vielfalt an beruflichen Arbeitsfeldern für Landschaftsarchitekten und die komplexer werdenden Aufgaben der Branche und wirft die Frage auf, wie der Spagat zwischen breiter beruflicher Ausbildung und Praxis und dem zunehmend erforderlichen Spezialwissen gemeistert werden kann.

So wird der Landschaftsarchitekt gleichzeitig als Spezialist und als Generalist wahrgenommen, der bei vielschichtigen Problemstellungen (vor allem im öffentlichen Raum) mit verschiedenen Akteuren kommunizieren und diese vernetzen muss.

In diesem Spannungsfeld müssen sich sowohl die Studierenden bzw. Absolventen als auch die ausbildenden Institutionen orientieren. So entstehen Chancen und Risiken. Auf der einen Seite ermöglicht eine generalistische Ausbildung Landschaftsarchitekten, bei komplexen Planungsaufgaben den Überblick zu behalten, verschiedene Fachdisziplinen zusammenzubringen und sich bei Bedarf in viele Themen einzuarbeiten. Eine Spezialisierung hingegen ermöglicht es Planern, spezielle Aufgabenfelder zu besetzen und Konkurrenten durch spezifisches Wissen auszustechen.

Ziel der Veranstaltung war es, Studierenden und Absolventen eine Orientierungshilfe zu bieten, die auf spannenden Fachvorträgen und einer anregenden Diskussion aufbaut. Innerhalb der Veranstaltung kamen unterschiedliche „Spezialisten“ zu Wort und berichteten über ihre Erfahrungen. Den Tag eröffnete Christine Wolf vom Büro wbp-Landschaftsarchitekten, indem sie einen Überblick über das Feld der Landschaftsarchitektur und die aktuellen Anforderungen an Absolventen gab. Im Anschluss vermittelte Verone Stillger, ehemalige Professorin der Hochschule Osnabrück und langjähriges Mitglied in der Hochschulkonferenz Landschaft, einen Überblick über das Studium der Landschaftsarchitektur an den deutschen Hochschulen.

Im zweiten Block des Tages berichteten drei Absolventen, die sich in unterschiedlichen Felder der Landschaftsarchitektur spezialisiert haben, ihren Weg zum Spezialisten auf. Im dritten Block zeichneten die Referenten einen Zukunftsblick für Absolventen. Nicole Uhrig ist Professorin an der Hochschule Anhalt und leitet das Büro „Corporate Landscape“. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Hochschulen auf die sich ändernden Aufgaben des Berufsbildes reagieren können und welche Chance für Studierende darin bestehen, den Blick auch für andere Professionen zu weiten. Michael Kaschke, ein Absolvent der Hochschule Osnabrück und heute Geschäftsführender Gesellschafter des Büro WES Landschaftsarchitekten, stellt die Erwartungen eines international agierenden Büros an Absolventen vor. Hanns- Jürgen Redeker, Inhaber der Firma Joh. Redeker, der sich seit Jahren für die Ausbildung und das Studium im Bereich Garten- und Landschaftsbau engagiert, reflektiert abschließend das Thema hinsichtlich damit verbundener Chancen und Risiken. Vor dem abschließenden Podiumsgespräch der Referenten kommentierten Studierende die unterschiedlichen Beiträge und Inputs der Veranstaltung und stellten dabei einen Bezug zu ihrer jeweiligen Studien- und Ausbildungssituation her. (Quelle: Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur)

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