IGW-Spotlights: Transformation von Land- und Ernährungswirtschaft

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir diskutierte mit Akteuren der Agrar- und Ernährungswirtschaft zur Frage, wie der Transformationsprozess der Branche gestaltet werden kann.

(v.l.n.r.) Martin Ecknig, Dr. Christian von Boetticher, Joachim Rukwied, Cem Özdemir und Thomas Kreutzmann beim IGW Talk zum Thema: "Was essen wir morgen? - Die Transformation von Landwirtschaft und Ernährung" Bild: IGW.

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Auf Einladung der Messe Berlin diskutierte am 20. Januar im Rahmen der IGW Spotlights der neue Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, mit Akteuren der Branche. Im Fokus stand die Frage, wie die Transformation von Agrar- und Ernährungswirtschaft gestaltet werden kann und die dadurch entstehenden Kosten verteilt werden.

Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, verwies auf die Bedeutung von Messen wie der IGW, um die Transformation hin zu mehr Tierwohl sowie Umwelt- und Klimaschutz für Verbraucherinnen und Verbraucher erlebbar zu machen. Zudem forderte Özdemir einen Mentalitätswechsel:

„Wir müssen zeigen, dass wir einen hohen Lebensstandard, dass wir Jobs, dass wir Wohlstand sichern und gleichzeitig das Klima schützen. Wenn Deutschland als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt zeigt, dass das funktioniert, wird dieser Weg viele Nachahmer finden.“

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V., betonte die Bereitschaft der Landwirte die Transformation mitzugestalten:

„Wir stehen vor einem großen Transformationsprozess in der Gesellschaft, in der Wirtschaft und natürlich auch in der Landwirtschaft. Wir gehen diesen Transformationsprozess mit. Wir haben klare Vorstellungen in Richtung Umbau und Weiterentwicklung der Tierhaltung und Weiterentwicklung der Landwirtschaft. Jetzt müssen wir in die Umsetzung kommen. Die Tür ist offen. Wir müssen jetzt durchmarschieren.“

Dr. Christian von Boetticher, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V., stellte die aktuell schwierige Situation auf den Weltmärkten in den Fokus:

„Wir befinden uns tatsächlich in der größten Rohstoffkrise seit dem 2. Weltkrieg. Viele Dinge, die wir gewohnt sind - ob das Verpackung oder Logistik ist oder ganz normale Rohstoffe, die wir an den Weltmärkten einkaufen müssen, ist nur zu einem sehr hohen Preis verfügbar oder es ist überhaupt nicht verfügbar.“

Die Diskussionsteilnehmer betonten die Wichtigkeit eines offenen Dialogs von allen beteiligten Akteuren aus Agrar- und Ernährungswirtschaft und Politik: Nur gemeinsam könne der Transformationsprozess gelingen.

Martin Ecknig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, lud die Teilnehmenden ein, den Dialog auf der Internationalen Grünen Woche weiterzuführen.

„Wir sind in einem erklärungsbedürftigen Umfeld. Transformation erzeugt Kommunikationsbedarf und dafür sind wir die Plattform. Wir geben auch den Konsumenten einen Ort, wo sie an dieser Diskussion aktiv teilnehmen können.“

Die nächste Internationale Grüne Woche findet vom 20. bis 29. Januar 2023 auf dem Berliner Messegelände statt.

Der Talk „Was essen wir morgen? – Die Transformation von Landwirtschaft und Ernährung“ ist auf der Seite www.gruenewoche.de/spotlights abrufbar. (IGW)

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