Floridata: Neuer Dienst im Angebot

Der Weg zu datengesteuerten Entscheidungen wird immer wichtiger. Die Teilnahme am Proof of Concept, einen neuen Dienst von Floridata, bietet Vorteile für Händler, Züchter und Produzenten.

Floridata will Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die Einführung von Einkaufspreisindizes im Blumensektor untersuchen. Bild: Floridata.

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In den letzten Monaten hat Floridata intensive Gespräche mit den Teilnehmern geführt, um Anregungen und Erwartungen für den Rollout des neuen Dienstes zu sammeln. Der erste Schritt bei der Entwicklung dieses neuen Dienstes ist eine Demonstration seiner Funktionsweise, ein sogenannter Proof of Concept. Am Donnerstag, den 11. Juli, wurde im Rahmen einer Floridata-Sitzung der Proof of Concept Purchase Price Index von Wesley van den Berg vorgestellt. Anschließend fand ein Workshop statt, in dem Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die Einführung von Einkaufspreisindizes im Blumensektor untersucht und identifiziert wurden. Floridata-Teilnehmer können sich bis zum 1. Oktober 2019 für die Teilnahme am Proof of Concept anmelden. Danach findet ein Go/No-Go-Moment statt, um festzustellen, ob der Proof of Concept gestartet werden kann.

Begründung und gemeinsame Ziele für Einkaufspreisindizes

Das Entstehen aller Arten von Handelsplattformen und die Zunahme direkter Einkaufsströme außerhalb der Uhr haben zu einer Fragmentierung der Einkaufsinformationen geführt. Mit dem Aufkommen von Parteien außerhalb des Sektors (einschließlich Google, Alibaba, Amazon) lauern neue Wettbewerber. Der Sektor, d.h. Händler, Erzeuger und Züchter, muss die Kontrolle behalten, um gemeinsam den Wettbewerb von außerhalb des Sektors zu bekämpfen. Es wird eine unabhängige, zuverlässige Partei benötigt, die als vertrauenswürdige Drittpartei auftritt und kostenlos handelt, um weitere Transparenz zu ermöglichen: Die Stiftung Floridata. "Daten und Erkenntnisse sind für uns irreduzibel und bleiben Eigentum des Teilnehmers, der die Daten liefert. Floridata hat seit Jahren bewiesen, dass die Weitergabe von Daten über uns sicher und zuverlässig ist. Es gibt kein kommerzielles Interesse und Daten können nicht verkauft werden, weil Daten immer dem Teilnehmer selbst gehören", sagt Wesley van den Berg.

Die Festlegung von Kaufpreisen auf der Grundlage von Bauchgefühl reicht nicht mehr aus. Der Weg zu datengesteuerten Entscheidungen wird immer wichtiger. Nur wenn die Händler zusammenarbeiten, können Angebot, Nachfrage und Preisbildung transparent gemacht werden. Die Teilnahme am Proof of Concept bietet Vorteile für Händler, Züchter und Züchter.

Vorteile

Bessere Abstimmung von Angebot und Nachfrage. Durch die Beobachtung der Preisentwicklung können Händler und Gärtner miteinander über Angebot, Nachfrage und Preis sprechen. Einkaufspreisindizes bieten die Möglichkeit, Preisdiskussionen zu vermeiden.

Ein Anhaltspunkt für die Bestimmung der Einkaufspreise. Die auf Bauchgefühl basierende Preisgestaltung weicht zunehmend datengesteuerten Entscheidungen. Einkäufer haben z.B. eine Richtlinie zur Preisfindung.

Möglichkeit langfristiger Verträge und damit Risikobegrenzung. Landwirte und Händler können Terminkontrakte auf Basis von Indizes abschließen und damit das Risikomanagement sicherstellen.

Erläuterung von Ereignissen und Verwendung von Kennzahlen in Prognosemodellen. Preiseffekte durch Ereignisse wie schlechtes Wetter in Kenia, Nachfragerückgang durch ein mögliches Brexit oder eine Hitzewelle in einigen Exportländern lassen sich durch Kennzahlen erklären. Kennzahlen werden als Indikator in Prognosemodellen verwendet.

Erzeuger informieren über ihre eigenen Produkt- und Marktentwicklungen. Händler informieren die Erzeuger über den Angebots- und Nachfragemarkt für die Produkte der Züchter. Händler helfen den Gärtnern, die Nachfrage besser zu decken.

Förderung einer nachhaltigen Produktion und Vermeidung von Abfall. Wenn die Gärtner  besser in der Lage sind, auf die Nachfrage zu reagieren, gibt es weniger Verluste. Erzeuger können nachhaltiger produzieren, weil sie auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage nach dem eigenen Produkt besser beraten sind.

Leistungen

Basierend auf dem zu liefernden Kauftransaktionsdatensatz werden zwei Informationsflüsse über API/Webservice und Dashboards im Floridata-Portal angesprochen: Kaufpreis-Indexe. Gemeinsam mit der Wirtschaftsforschung Wageningen wollen wir Indexe für Schnittblumen und Pflanzen entwickeln. Es werden Analysen durchgeführt, um festzustellen, welche Merkmale wir zusammenführen können. Ein Beispiel dafür sind rote Rosen von niederländischen Züchtern.

Benchmarktool

Bei Floridata will man versuchen, ein Benchmark-Tool zu entwickeln, bei dem die eigene Einkaufsleistung mit der des Marktes verglichen wird. Dabei will man die Eigenschaften so weit wie möglich verbessern. "Wir setzen Voraussetzungen, damit Informationen nicht auf einzelne Teilnehmer zurückgeführt werden können und Erkenntnisse wertvoll bleiben", heißt es.

Die Kosten werden von den Floridata-Teilnehmern getragen, die an diesem neuen Service teilnehmen möchten. Die Kosten werden nicht aus dem regulären Floridata-Beitrag übernommen. Je mehr Teilnehmer, desto geringer sind die Kosten pro Teilnehmer.

Die Anmeldung  für den Proof of Concept ist bis Dienstag, den 1. Oktober 2019 möglich. Danach findet ein Go/No-Go-Moment statt, um festzustellen, ob es genügend Anmeldungen gibt und ob der Umfang repräsentativ genug ist. Dies wird spätestens am Dienstag, den 8. Oktober, mitgeteilt. (Floridata)

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