EDEKA: Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht

EDEKA und Netto Marken-Discount schaffen 21.000 Arbeitsplätze und steigern die Zahl der Ausbildungsplätze deutlich. Das hohe Investitionsvolumen stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland.

EDEKA hat 2020 seine Rolle als verantwortungsbewusster Lebensmittelhändler erneut gefestigt. Bild: EDEKA.

Anzeige

„Die umfassende Versorgung der Menschen, verbunden mit konsequentem Infektionsschutz, hat das vergangene Geschäftsjahr geprägt und bleibt auch jetzt unsere oberste Priorität“, so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Jahr 2020. Mit der Corona-Pandemie als dem bestimmenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktor hat EDEKA 2020 seine Rolle als verantwortungsbewusster Lebensmittelhändler erneut gefestigt.

Zugleich blickt der Verbund auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück. „Einmal mehr bestätigt sich unser genossenschaftliches Modell, das den selbstständigen Kaufleuten größtmögliche unternehmerische Freiheiten gibt“, betont Mosa. Die rund 3.600 EDEKA-Unternehmerinnen und -Unternehmer erwirtschafteten 2020 insgesamt 33,1 Mrd. Euro und damit mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes im Verbund. „Gerade in diesen unsicheren Zeiten zählen Nähe und Persönlichkeit“, so Mosa weiter. „Das zeichnet die Kaufleute und ihre Teams in den Märkten aus, und die Kundinnen und Kunden belohnen dies mit ihrem Vertrauen.“ Über alle Sparten hinweg steigerte der EDEKA-Verbund seine Umsätze auf 61,0 Mrd. Euro. Gleichzeitig baute er sein Investitionsvolumen in Deutschland auf mehr als 1,9 Mrd. Euro aus.

Auch die Unternehmenstochter Netto Marken-Discount geht mit einem Umsatz von 14,6 Mrd. Euro gestärkt aus dem Jahr 2020 hervor. Parallel zum laufenden Geschäftsbetrieb setzte Netto die quantitative und qualitative Expansion seiner Einzelhandelsflächen mit hohem Tempo fort: Neben rund 100 Neueröffnungen wurden im Jahresverlauf 566 Filialen einer umfassenden Modernisierung unterzogen.

Führender Arbeitgeber und Ausbilder

EDEKA und Netto Marken-Discount stärkten 2020 ihre Position als führende Arbeitgeber in Deutschland: Im Jahresverlauf wurden rund 21.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt 402.000 Beschäftigte trugen dazu bei, die bundesweite Versorgung der Menschen mit einem vielfältigen Lebensmittelsortiment – darunter ein hoher Anteil aus regionaler Erzeugung – durchgängig sicherzustellen. „Das ist ein Teamerfolg, der nur mit höchstem Einsatz möglich war. Dafür sind wir allen Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel, im Großhandel, in der Logistik und Produktion zu großem Dank verpflichtet“, unterstreicht Markus Mosa.

Die Zahl der Auszubildenden bei EDEKA und Netto lag zum Jahresende bei 19.250 und damit – entgegen dem allgemeinen Trend – um 850 über dem Vorjahr. Verbundweit vollzogen 2020 zudem 82 Existenzgründerinnen und -gründer mit einem eigenen EDEKA-Markt den Schritt in die Selbstständigkeit. Damit stärkte der Verbund erneut das unternehmerische Element in den eigenen Reihen und den Mittelstand in Deutschland.

Hohes Investitionsvolumen

Einen großen Teil der erwirtschafteten Erträge nutzt der EDEKA-Verbund konsequent, um in seine Handelsinfrastruktur zu investieren. Allein im laufenden Geschäftsjahr fließen bundesweit mehr als 2 Mrd. Euro in die Expansion und die Modernisierung von Märkten, in das Logistiknetz, die Produktionsbetriebe sowie den Aufbau und die Qualifizierung des Personals – und damit letztlich in den Wirtschaftsstandort Deutschland.Trotz der unter dem Strich erfolgreichen Jahresbilanz war und ist die anhaltende Corona-Pandemie auch für den EDEKA-Verbund mit hohen Kosten und Belastungen verbunden. Dies gilt vor allem für Märkte in Hochfrequenzlagen wie Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Flughäfen, ebenso für Standorte in grenznahen Gebieten oder touristischen Regionen. Insbesondere das C+C-Geschäft mit dem EDEKA Foodservice hat aufgrund der flächendeckenden Schließung von Gastronomiebetrieben 2020 massive Einbußen erlitten.

Zukunftsfähige Konzepte

Auch außerhalb der klassischen Kerngeschäftsfelder eröffnete sich der EDEKA-Verbund in den vergangenen Jahren neue Wachstumsperspektiven. Dazu zählt insbesondere die Zusammenarbeit mit Picnic: Die Beteiligung an dem in Nordrhein-Westfalen rasant expandierenden Lebensmittellieferdienst wurde 2020 ausgebaut. EDEKA und Picnic vertieften ihre Partnerschaft zudem über die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Everest: Von Amsterdam aus werden Gespräche mit Industriepartnern geführt, Sortimente ein- und verkauft und das Eigenmarkengeschäft weiterentwickelt. Darüber hinaus investiert der EDEKA-Verbund stetig in die Weiterentwicklung seiner Fachmarktkonzepte, vor allem mit dem Drogeriehändler BUDNI. Zielsetzung ist es, auch auf diesem Weg zusätzliche Wachstumspotenziale für die selbstständigen EDEKA-Kaufleute zu erschließen. (EDEKA)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.