Echte Weihnachtsbäume: Weiterhin im Trend

Zum Start der Weihnachtsbaumsaisoneröffnung blicken die Weihnachtsbaumerzeuger auf ein gutes Jahr zurück. Dank ausreichender Regenmengen und frostfreiem Frühjahr gibt es gute Qualitäten.

Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann, Hendrik Sauer und Eberhard Hennecke eröffnen die Weihnachtsbaumsaison. Bild: Gartenbau NRW.

Anzeige

Viele Traditionen verlieren im Laufe der Zeit an Wert – nicht aber der Weihnachtsbaum. Als natürliches Symbol für Familie, Geborgenheit und Ruhe steht er im Mittelpunkt vieler Weihnachtsfeste und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland zwischen 23 und 25 Mio. Weihnachtsbäume jährlich verkauft. Hauptanbaugebiet mit ca. 7 Mio. jährlich verkauften Weihnachtsbäumen ist das Sauerland. Angebaut wird in Südwestfalen auf ca. 18.000 ha, somit eins der größten Anbaugebiete in Europa. „Wir haben hier in NRW eine unschlagbar vielfältige Gärtnerregion. Der Weihnachtsbaum am Ende des Jahres ist sicherlich eins unserer emotionalsten Produkte. Tannengrün sieht nicht nur schön aus, sondern erfüllt unsere Räume mit einem wunderbaren Duft“, so Eva Kähler Theuerkauf, Präsidentin Landesverband Gartenbau NRW.

Positiver Saisonausblick

Die Weihnachtsbaumproduzenten blicken auf ein gutes Jahr zurück. Dank ausreichender Regenmengen und frostfreiem Frühjahr gibt es gute Qualitäten in allen Größen. „Die Preisspanne liegt voraussichtlich zwischen 21 bis 27 Euro pro laufender Meter für eine Nordmanntanne. Durch steigendende Kosten bei Lohn, Energie und Betriebsmitteln könnte es leichte Preissteigerungen vor allem im Sortiment 1,75 geben. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der Verbraucher im letzten Jahr, ihr Zuhause mit weihnachtlichem Grün zu schmücken, sich in diesem Jahr fortsetzt“, so Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW.“

Nachhaltigkeit für Verbraucher immer wichtiger

Vermeidung von Plastik ist auch in der Advents- und Weihnachtszeit bei vielen Menschen immer mehr im Fokus. Das beginnt bei der Tür- und Tischdekoration, wo vermehrt Holzmaterialien in Kombination mit unterschiedlichen Pflanzen und Moosen verwendet werden. Und setzt sich mit echten Weihnachtsbäumen fort. Das sieht nicht nur natürlicher aus, es duftet wunderbar und trägt zu einer schöneren Weihnachtsatmosphäre bei. Und nach dem Weihnachtsfest können Zweige als Frostschutz für Balkon- und Gartenpflanzen wiederverwendet werden. Wer den ganzen Naturbaum verwenden will, stellt ihn nach dem Fest einfach ins Freie und nutzt ihn als natürliches Futterhäuschen. Die vielen Zweige des Baumes bieten nicht nur reichlich Platz für Ringe und Knödel, die von den Singvögeln gerne angenommen werden – an sehr kalten Tagen können sie den Tieren auch Schutz vor der Witterung geben.

Trend zur Regionalität hält weiter an

Kunden legen immer mehr Wert auf Regionalität. Inzwischen werden 25% der Bäume direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft. 25% im Straßenhandel und der Rest in Supermärkten sowie in Garten- und Baumärkten. Dabei ist der beliebteste Weihnachtsbaum immer noch die Nordmanntanne, gefolgt von Blaufichte und Nobilis. Immer mehr Kunden kaufen direkt ab Hof. Das merkt auch Hendrik Sauer aus Bad Sassendorf: „Neben dem Großhandel verkaufen wir unsere Weihnachtsbäume frisch in großer Auswahl direkt ab Hof. Weiterhin besteht die Möglichkeit sich seinen Wunschbaum auf dem Feld auszusuchen und ihn kurz vor Weihnachten abzuholen. Zu uns kommen inzwischen immer mehr ganze Familien, die daraus einen Tagesausflug machen. Wir bieten zusätzlich Heißgetränke und einen Imbiss mit Glühwein, Grünkohl und Plätzchen. So weiß man, wo der Weihnachtsbaum herkommt und hat dazu einen wunderbaren Tag hier in der Soester Börde. Dafür reisen viele aus der näheren Umgebung an, aber auch mit einer weiteren Anreise von 50 km und mehr.“ Auch Laura Stegemann, seit 2019 Weihnachtsbaumkönigin, freut sich über die zunehmende Wertschätzung für regional erzeugte Weihnachtsbäume: „Wir können so dem Kunden besser vermitteln wie viel Arbeit und Zeit in einem Weihnachtsbaum steckt, der für mich einfach zu einem schönen Weihnachtsfest gehört.“ (Landesverband Gartenbau NRW)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.