Dürrweitzschen: Inbetriebnahme der Apfelsortieranlage

Die Obstland Dürrweitzschen AG hat am 22. September ihre neue Apfelsortieranlage in Betrieb genommen.

Die Obstland Dürrweitzschen AG hat am 22. September ihre neue Apfelsortieranlage in Betrieb genommen..

Anzeige

Pünktlich zum Start in die Apfelsaison 2017 wird im „Obstland“ eine neue Apfelsortiermaschine in Betrieb genommen. Im Kühllagerhauskomplex der Sachsenobst Vermarktungsgesellschaft in Dürrweitzschen wurden in den zurückliegenden Wochen und Monaten auf einer Fläche in der Größe eines halben Fußballfeldes die Voraussetzungen geschaffen, um den Lebensmittelhandel auch zukünftig nach den Qualitätskriterien und -maßstäben des deutschen und internationalen Fruchthandels Äpfel mit höchster Qualität liefern zu können. Eine neue Technologie hilft, Äpfel mit inneren Fruchtfleischfehlern oder äußeren Schalendefekten auszusortieren.

Begonnen wurde das in seiner Gesamtheit sehr komplexe Bauvorhaben am Samstag, den 10. Juni – natürlich zuerst einmal mit dem Abbau der alten Sortieranlage. Dem voraus ging im Mai und Anfang Juni die vollständige Vorsortierung der zu diesem Zeitpunkt im Lager noch vorrätigen Ware. Nur zwei Tage später startete die Mildensteiner Baugilde mit den Betonabrissarbeiten und den notwendigen Tiefbauarbeiten im Bodenbereich. Bagger und Betonbrecher bestimmten von nun an den Ton in der großen Halle. Am 4. und 6. Juli konnte dann der Einbau des Betons in den Hallenboden erfolgen. Dem voraus-gegangen war der Einbau von drei Betongruben als Bodenwannen für die Nassentleerung und für zwei Tauch- bzw. Wiederbefüller. Am 20. Juli d.J. begann die französische Lieferfirma der Sortieranlage „MAF RODA“ mit dem eigentlichen Aufbau. In den nachfolgenden Wochen wurde die Anpassung der Anlage an alle weiteren begleitenden Vorrichtungen wie Elektro, Wasser, Videotechnik, Datennetz usw. sowie das Fein-Tuning der Prozessabläufe vorgenommen. Und nun steht sie für die Bewältigung der neuen Ernte bereit – die neue Apfelsortiermaschine vom Typ POMONE IV mit 6 Bahnen, 41 Sortierausgängen und einer Sortierleistung von 18 bis 20 Tonnen pro Stunde. Bei einer für dieses Jahr prognostizierten Erntemenge für Tafeläpfel in Höhe von ca. 15.000 bis 16.000 Tonnen bedeutet das, dass mehr als 100 Millionen Äpfel in dieser Auslagerungskampagne über diese Anlage fotografiert, kategorisiert und sortiert werden. Das absolute Hightec-Highlight dieser Sortiermaschine ist das „IDD 4“. Diese Bezeichnung steht für „Internal Defect Detection“ und deutet auf die der neuen Maschine innewohnenden Innovation der Sortierung der Äpfel nach inneren Qualitätsmerkmalen. Dazu werden die Äpfel mit einer Art von Nah-Infrarot-LED-Licht gewissermaßen „durch-leuchtet“. Eine Spectral-Infrarot-Kamera sieht dabei in den Apfel hinein, bewertet seine „innere Reife“ und stellt neben äußeren Schalendefekten eventuelle Bräunungen oder Defekte im Fruchtfleisch fest. Somit sind zukünftig auch Äpfel mit inneren Fruchtfleischfehlern identifizierbar. Davon betroffene Äpfel können nunmehr von der Verpackung bzw. Auslieferung zurückgehalten werden. Das Investitionsvolumen dieser Modernisierungsmaßnahme beläuft sich mit allen Nebenleistungen auf insgesamt rund 2,4 Mio. Euro, davon sind 20%, also rund 480.000,00 Euro staatliche Fördermittel. Am 22. September erfolgte im Beisein des zuständigen Abteilungsleiters des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, der Vertreter der Landräte der Landkreise Leipzig, Nord- und Mittelsachsen, der Bürgermeister der im „Obstland“ beheimateten Städte Grimma, Leisnig und Mügeln sowie des Vorsitzenden des Landesverbandes „Sächsisches Obst“ die offizielle Inbetriebnahme der Anlage. (Quelle: Obstland)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.