Bremer Pflanzen: Seit über 80 Jahren dabei

Seit über 80 Jahren ist die Firma Bremer im Baumschulsektor engagiert. Zur Oldenburger Vielfalt blickt das Unternehmen auf seine Geschichte zurück.

Hinrich Bremer und Tammo Bremer. Bild: Bremer Pflanzen GbR.

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Wenn Bremer Pflanzen zur Oldenburger Vielfalt vom 19. bis zum 23. August 2019 die Betriebstore wieder einmal weit öffnet, dürfte das mit einer ordentlichen Portion Stolz geschehen. Schließlich darf sich die Ammerländer Baumschule über mehr als 80 Jahre Familienbetrieb freuen, wenn sie ihr Sortiment präsentiert. Und das kann sich dank des jahrzehntelang angesammelten Fachwissens und der Erfahrung definitiv sehen lassen: Auf rund 16 Hektar produziert Bremer Ziergräser, Bambus, Koniferen wie Pinus mugo pumilio in XXL, Laubgehölze und Azaleen. Als Inkarho-Mitglied führt der Betrieb darüber hinaus robuste Rhododendron-Sorten, die auf nahezu jedem Boden wachsen, wie beispielsweise Dufthecke im 10-Liter-Container und die blühende Buchsbaumalternative Bloombux in C2 und C5.

Den Grundstein für die erfolgreiche Firmengeschichte legten Friedrich Wilhelm und Margarethe Bremer, als sie 1938 im Westersteder Dorf Gießelhorst eine Landwirtschaft mit angegliederter Baumschule für ihren Sohn Gerhard gründeten. Dieser hatte vor dem Krieg eine Gärtnerausbildung in der Baumschule seines Großvaters, G.-D. Böhlje, absolviert und führte nach Kriegsende sowohl Landwirtschaft als auch die Baumschule – damals noch in reiner Freilandkultur – fort. Einen Schwerpunkt setzte Bremer seit jeher auf die Förderung des gärtnerischen Nachwuchses. Bereits seit 1945 werden im Betrieb Gärtner mit Fachrichtung Baumschule ausgebildet.

Nachdem Ende der sechziger Jahre die Landwirtschaft aufgegeben wurde, konzentrierte sich Gerhard Bremer voll und ganz auf den Ausbau der Baumschule. „Die ersten Freilandkulturen waren – wie es sich eben für das Ammerland gehört – natürlich Rhododendron und Koniferen“, erzählt Geschäftsführer Tammo Bremer mit einem Augenzwinkern. Eine Amerika-Reise von Gerhard Bremer führte schließlich zum großen Umbruch in der Produktion. Nachdem der Gärtnermeister in den Vereinigten Staaten die Vorteile der Containerkultur kennenlernte, begann er 1972 als erste Ammerländer Baumschule damit, seinen Betrieb von einer Freiland- auf eine reine Containerbaumschule umzustellen. Überhaupt zählten fortschrittliches Denken und das richtige Gespür für technische Neuerungen zu den wichtigsten Fähigkeiten Bremers. So war der Betrieb 1979 wiederum der erste im Ammerland, der ein deutsches Norm-Gewächshaus mit einer Breite von 16 Metern errichtete. Von Beginn an als Familienbetrieb gegründet, ist Bremer Pflanzen dieser Tradition immer treu geblieben. Ende der siebziger Jahre stieg der Sohn von Gerhard Bremer, Hinrich Bremer, in das Unternehmen ein; 35 Jahre später kam dessen Sohn, Tammo Bremer, als Gartenbautechniker hinzu.

Besonders das Gräser-Sortiment wurde seit dem Jahr 2000 bei Bremer Pflanzen stetig ausgebaut und ist inzwischen ein wichtiges Standbein des Betriebes. Vor allem mit dem Konzept der XXL-Gräser hat sich der moderne Traditionsbetrieb erfolgreich am grünen Markt etabliert. Dafür bietet das Unternehmen zahlreiche Ziergras-Sorten im 20-Liter-Container an, die je nach Sorte zwischen einem und zwei Metern hoch werden. Mit dem äußerst windstabilen Panicum virgatum 'Nordwind' führt Bremer auch besonders bekannte und begehrte Vertreter aus dem Ziergras-Segment, die das Sortiment des Familienbetriebes zu einer buchstäblich „großartigen Sache“ machen. (Bremer Pflanzen GbR)

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