Blumenindustrie: Anfällig für organisierte Kriminalität

Royal FloraHolland sieht den Zierpflanzensektor in den Niederlanden anfällig für einen Missbrauch durch Kriminelle.

Seit einiger Zeit arbeitet Royal FloraHolland im Rahmen des Programms "Resilient Floriculture Sector" und ergreift Maßnahmen gegen die verschiedenen Formen der Subversion. Bild: Royal FloraHolland.

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Jeden Tag sind Zoll, Ermittlungsbehörden und viele Sicherheitskräfte an großen Flughäfen wie Amsterdam Schiphol und dem Hafen von Rotterdam im Einsatz und bewachen die EU-Außengrenze. Dies ist im Bereich der Blumenindustrie, einem zweitrangigen Haupthafen, kaum der Fall. Dies macht den Blumenindustrie anfällig für organisierte Kriminalität wie Drogenhandel, Ausbeutung von Arbeitskräften und Geldwäscherei.

Die Gemeinden im Westland, die Strafverfolgungsbehörden und Royal FloraHolland arbeiten bereits seit einiger Zeit im Rahmen des Programms "Resilient Floriculture" zusammen und ergreifen Maßnahmen gegen verschiedene Formen der Subversion. Eine Studie über das Ausmaß der organisierten Kriminalität im Blumenindustrie bestätigt den Verdacht der beteiligten Parteien. "Wir haben es mit logistischen Systemen zu tun, die alles andere als wasserdicht sind und daher leicht von Kriminellen missbraucht werden können", so Bürgermeister Arends von der Gemeinde Westland und Vorsitzender der Steuerungsgruppe.

Erste Schritte

Das Programm "Resilient Floriculture Sector" unternimmt verschiedene Initiativen zur Bekämpfung der Kriminalität im Zierpflanzensektor. Die Ermittlungsbehörden überwachen zum Beispiel verstärkt die Auktionsräume. Royal FloraHolland hat in Absprache mit dem Verband des Großhandels mit Gartenbauprodukten (VGB) die erforderlichen Maßnahmen getroffen. "Wir haben daher bereits einige Dinge getan, um die interne Sicherheit zu verbessern, wie z. B. die Verschärfung der Kundenprüfung, die Datensicherheit, die Standortpolitik und die Verschärfung der Einkaufspolitik gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften. Außerdem haben wir ein neues Zahlungssystem eingeführt, um Geldwäsche zu bekämpfen, und wir haben Maßnahmen bezüglich des Zugangs zum Versteigerungsgelände getroffen", sagt Steven van Schilfgaarde von Royal FloraHolland.

Darüber hinaus werden Verwaltungsangestellte und Mitarbeiter der Gemeinden im Erkennen von Anzeichen für Subversion weiter geschult. Die vier beteiligten Kommunen starten außerdem die App "Report a suspicion". Diese App macht es den Mitarbeitern leicht, Signale der Untergrabung zu melden.

Laut Bürgermeister Arends ist viel mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens der nationalen Regierung erforderlich: "Um die Kriminalität im Zierpflanzensektor wirklich zu bekämpfen, sind die Anerkennung des Problems und strukturelle finanzielle Unterstützung unerlässlich." (Royal FloraHolland)

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