BdS: Neue Staudenkonzepte für Problemzonen

Der Bund deutscher Staudengärtner stellt Lösungen für Problemstandorte bei der GaLaBau in Nürnberg vor.

Schon sehr früh im Jahr erblüht die Mischung „Weiß-Grün“ prachtvoll mit Helleborus und weißen blühenden Blausternen. Bild: Cassian Schmidt.

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Liegen Pflanzflächen unter älteren Gehölzen, fällt eine Beratung zur Bepflanzung oft schwer. Dann stellt sich die Frage – welche Pflanzen halten dem Licht- und Wassermangel stand und bilden auch noch eine stabile und ansprechende Pflanzengesellschaft? Neue Mischungen für trockene Schattenbereiche unter Gehölzen bieten Landschaftsgärtnern nun optimierte Pflanzkonzepte für öffentliches und privates Grün: Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) wird zur GaLaBau Fachmesse 2018 vom 12.-15. September 2018 in Nürnberg erstmals acht neue Module präsentieren.

Die Module hat der Arbeitskreis Pflanzenverwendung im BdS entwickelt und seit 2010 bzw. 2014 in einer Test- und Optimierungsphase eingehend geprüft. Auf dem Stand 212 in Halle 4 informiert der Bund deutscher Staudengärtner in Form einer Broschüre über die Pflanzung, Pflege und Staudenauswahl der einzelnen Module. Ein Aspektkalender veranschaulicht die wechselnden Erscheinungsbilder der Mischungen in den einzelnen Monaten.

Der problematische Standort kann mit einer Staudenunterpflanzung auch Vorteile haben, denn im trockenen Schatten reduziert sich der Pflegeaufwand durch den stärkeren Stresseinfluss gegenüber helleren Gehölzrandbereichen auf meist unter ein bis zwei Minuten pro Quadratmeter und Jahr. Darauf weist Prof. Cassian Schmidt, Leiter des BdS-Arbeitskreises Pflanzenverwendung, hin. Einen großen Vorteil sieht er zudem darin, dass die ausgewählten Staudenarten im Gegensatz zu Rasenflächen den Laubfall tolerieren und sogar laubschluckende Eigenschaften aufweisen. Um der ruhigen, eher flächigen Wirkung einer Vegetationsdecke im Schatten Rechnung zu tragen, bestehen die neuen „Minimodule“ für Flächen ab 10 Quadratmeter aus jeweils nur vier bis fünf, überwiegend wintergrünen, Arten. Alle Mischungen können - bei entsprechender Pflege - am absonnigen bis sonnigen Gehölzrand, im lichten Gehölzschatten oder im Schlagschatten von Gebäuden über viele Jahre eine geschlossene und attraktive Pflanzengemeinschaft bilden. (ZVG/BdS)

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