Bayern: Tag der offenen Gärtnerei

Zahlreiche Gärtnereien in Bayern bereiten sich auf den Tag der offenen Gärtnerei ganz besonders vor: Sie wollen ihren Kunden zeigen wie die Pflanzen angezogen werden.

Beim Tag der offenen Gärtnerei stehen Bayerns Gärtner gerne Rede und Antwort - zur Verwendung ihrer Pflanzen ebenso wie zu Herkunft und Anzucht. Foto: BGV.

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Mehr Blüten, mehr Pflanzen, mehr Grün – es ist gar nicht so schwer, etwas für die Artenvielfalt zu tun. Wer keinen Platz für eine bienenfreundliche Blumenwiese hat, kann trotzdem etwas beitragen und für möglichst viele Blüten auf dem Balkon oder der Terrasse sorgen. Wenn der Sommer in den Startlöchern steht, ist die Vielfalt bei den verfügbaren Blumen besonders groß. Vor allem sind sie jetzt aus regionalem Anbau erhältlich - bei Bayerns Gärtnern, die ihre Pflanzen selbst produzieren oder aus der Umgebung beziehen. Grund genug, sich beim „Tag der offenen Gärtnerei“ am 27.04.2019 beim Gärtner mal genauer umzusehen.

Zahlreiche Gärtnereien in Bayern bereiten sich auf diesen Tag ganz besonders vor. Sie wollen ihren Kunden zeigen wie die Pflanzen angezogen werden, wie sie mit biologischem Pflanzenschutz gesund bleiben und wie sie im Garten so kombiniert werden, dass Menschen und Bienen den ganzen Sommer über Freude daran haben.

Was darf jetzt schon nach draußen? Was muss noch warten? Welchen Platz braucht meine Pflanze und wie sorge ich dafür, dass sie nicht aufhört zu blühen? Diese Fragen zu seinen Zöglingen beantwortet der Gärtner am besten und nicht nur das: Er erklärt allen Interessierten auch gerne, wie seine Pflanzen produziert werden. Damit Sommerblumen im Garten ihre ganze Pracht entwickeln, müssen sie zuvor im Gewächshaus einen guten Start gehabt haben. Hier kann der Gärtner als Profi viel tun: Er sorgt für ausreichend Wärme und Dünger (aber von beidem nicht zu viel, damit die Pflanzen robust werden), er kümmert sich um ein gutes Bodenleben in den Töpfen und er schützt die Pflanzen vor Schädlingen, indem er nützliche Insekten einsetzt. Gerade der Einsatz dieser nützlichen Helfer ist in den Gärtnereien inzwischen weit verbreitet – nur sieht der Kunde diese kleinen „Mitarbeiter“ des Gärtners nicht. Deshalb erklären viele Gärtner am „Tag der offenen Gärtnerei“ anschaulich, wie sie mit Nützlingen für ein biologisches Gleichgewicht in ihren Gewächshäusern sorgen. Der Marienkäfer ist der bekannteste Nützling, aber er hat eine ganze Menge „Kollegen“, wie die Florfliege oder die Schlupfwespe, die den Pflanzen unter anderem die Blattläuse vom Leib halten. Diese kleinen nützlichen Tiere einmal „live“ zu sehen, ist auch für Kinder etwas Besonderes und Aufschlussreiches. Die beteiligten Gärtner achten darauf, dass der „Tag der offenen Gärtnerei“ ein Erlebnis für die ganze Familie wird.

Schließlich können wir gemeinsam am besten dazu beitragen, dass sich Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten in unseren Gärten wohlfühlen und auch kommende Generationen noch (Arten-)Vielfalt genießen können. Die diesjährige „Bayerische Pflanze des Jahres“ ist zum Beispiel eine Bienenpflanze und verträgt sich bestens mit weiteren bienenfreundlichen Sommerblumen. Auch die gibt es zu entdecken bei den Gärtnereien, die am „Tag der offenen Gärtnerei“ teilnehmen. Ebenso wie Kräuter und Gemüsepflanzen aus der Region für die Region. Der bayernweite „Tag der offenen Gärtnerei“ findet am 27.04.2019 statt. Da die verschiedenen Regionen Bayerns klimatisch sehr unterschiedlich sind, gibt es einzelne Gärtnereien, die ihren „Tag der offenen Gärtnerei“ nach vorne oder nach hinten verlegen.

Alle Termine und teilnehmenden Gärtnereien sind zu finden unter www.tag-der-offenen-gaertnerei.de. Hier steht eine komfortable Fachbetriebssuche zur Verfügung, mit der sich Interessierte rasch und bequem alle die Betriebe in ihrem Umkreis anzeigen lassen können, die einen „Tag der offenen Gärtnerei“ veranstalten. (BGV)

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