Baden-Württemberg: Elstar die beliebteste Apfelsorte

Elstar nimmt unter den Tafeläpfeln in Baden-Württemberg weiterhin die absolute Spitzenstellung ein.

Anbau von Tafeläpfeln nach Apfelsorten in Baden-Württemberg 2022. Bild: Baumobstanbauerhebung.

Anzeige

Auf 1.865 Hektar (ha) oder 20% der gesamten Tafelapfelfläche von 9.198 ha in Baden-Württemberg wird die Apfelsorte Elstar angebaut, wie das Statistische Landesamt anhand der Baumobstanbauerhebung 2022 feststellt. Das ist ein nur vergleichsweise leichter Rückgang (-6%) gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2017. Im Vergleich dazu haben Jonagold (-27% auf 936 ha), und Braeburn (-17% auf 825 ha) deutlich verloren. Jonagold, 2017 noch auf Platz 2, ist damit auf Platz 3 abgerutscht, Braeburn liegt in beiden Jahren auf Platz 4. Durch den Rückgang von Jonagold und Braeburn rückt die Sorte Gala ohne nennenswertes Flächenwachstum (+3% auf 1.207 ha) auf Platz 2 vor.

Die Obstbetriebe im Land haben bei Neuanpflanzungen offensichtlich keinen klaren Favoriten. Bei Topaz (Platz 5, +10% auf 476 ha) und Pinova (Platz 6, +22% auf 402 ha) wurden die Anbauflächen zwar ausgeweitet, aber die Zunahmen sind deutlich geringer, als die Flächenabnahmen bei den etablierten Sorten. Die Sorten Fuji und Kanzi, in der Baumobstanbauerhebung von 2017 noch Hoffnungsträger, haben zwischenzeitlich den Rückwärtsgang eingelegt.

Neu im Sortiment erscheint die Sorte Natyra/Magic Star. Als Natyra im ökologischen Anbau wird sie auch im konventionellen Anbau als Magic Star kultiviert. Mit zusammen 181 ha kann sie sich aus dem Stand auf Platz 12 einreihen. Dahinter liegt die Sorte Santana mit 156 ha, die die höchste Wachstumsrate (+60%) unter den wichtigeren Apfelsorten aufweist.

Bei Birnen ist die Auswahl mit wenigen Hauptsorten wesentlich eingeschränkter. Allerdings ist hier eine Wachablösung zu verzeichnen. Die Traditionssorten Williams Christbirne (104 ha), Conference (103 ha) und Alexander Lucas (51 ha) müssen Platz machen für die Novemberbirne (auch bekannt als Novembra® oder Nojabrskaja), die sich innerhalb von nur fünf Jahren deutlich an die Spitze im Sortiment setzt (+108% auf 171 ha). (Statistisches Landesamt)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.