Azerca-Wintertagung: Anregungen zur Weiterentwicklung

Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung sind für den Gartenbau große Herausforderungen, für die eine adäquate Forschung notwendig ist, stellte Hartmut Weimann bei der Azerca-Wintertagung am 26. November 2018 in Rain am Lech fest.

Teilnehmer der Azerca-Wintertagung in Rain am Lech. Bild: Banse.

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Der Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) gab den über 60 Teilnehmern der Wintertagung vom 25. bis 27. November 2018 einen Überblick über die vorrangigen Arbeitsthemen des ZVG und rief sie zu einem weiterhin aktiven gemeinschaftlichen Engagement auf.

In drei Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit spezifischen Fragen aus dem Betrieb an Experten zu wenden, die in einem Impulsvortrag ihren Themenkreis umrissen. Das Feintuning eines Klimacomputers erläuterte Stefan Wartenberg vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, u.a. bei Energieschirmen, Lüftung, Heizung und Be- und Entwässerung.

Zunehmende Kommunikation und Verkauf über das Internet prognostizierte Markus Kobelt, Inhaber der Firma Lubera. Er rief die Azercaner auf, mit einfachen Mitteln dort stärker präsent zu sein und den direkten Draht zu den Kunden zu suchen. Damit werde ein hoher Informationsverlust über die einzelnen Vermarktungsschritte vermieden.

Kleinere Windanlagen zur Stromgewinnung lohnen sich für Gartenbaubetrieb kaum, erläuterte Stefan Hartmann vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft. Um einen Nutzen der Solarstromgewinnung für den einzelnen Gartenbaubetrieb abschätzen zu können, bot er den Azercanern eine Übersicht der notwendigen Voraussetzungen und Berechnungen an.

Vielfältige Kulturen, aber auch vielfältige Wege der Energiegewinnung erlebten die Azercaner bei den Besichtigungen von Dechant Gartenbau, Hartmann Gartenbau und Gartenbau Seidl in der Gärtnersiedlung Rain. Biogasanlage, BHKW, Kohle- und Gaskessel sowie Fotovoltaik bilden hier auch in einzelnen Betrieben einen vielfältigen Mix. Josef Seidl tauscht mit seinem Nachbarn die Energie aus unterschiedlichen Quellen aus, je nachdem, welche aktuell günstiger ist. Aus Mitteln des Energieeffizienzprogrammes wurden zudem seine Luftentfeuchter gefördert, die nicht nur eine Wasserrückgewinnung ermöglichen, sondern die notwenige Energie zur Heizung absenken.

Bei der Hausmesse informierten acht Förderfirmen der Azerca die Teilnehmer über ihre Produkte.

Die nächste Azerca-Wintertagung wird in Potsdam vom 17. bis 19.November 2019 stattfinden. (ZVG/Azerca)

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