Azerca: Resistenzforschung gewinnt an Bedeutung

Immer weniger Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung,so gewinnt die Resistenzforschung weiter an Bedeutung.

Zum Calluna-Tag trafen sich viele Heideexperten beim Bundessortenamt in Hannover und begutachteten die aktuelle Sortenprüfung. Der Azerca-Züchtungsausschuss tagte anschließend. Bild: Gerhard Friedrich.

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„Die Forschungsstelle gartenbaulicher Kulturpflanzen (FGK) in Erfurt kann für die Azerca von zentraler Bedeutung sein bei der Erforschung von Resistenzen“, erklärte der Vorsitzende des Azerca-Züchtungsausschusses. Helmut Hiedl bei der Ausschusssitzung am 21. Oktober 2019 in Hannover.

Immer weniger Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung, so Hiedl weiter. Mit Hygiene allein lassen sich Krankheiten wie beispielsweise Glomerella nicht verhindern oder eindämmen. Der Vortrag von Dr. Conny Tränkner, FGK, über Resistenzzüchtung stieß daher bei den 20 Experten auf großes Interesse. Zusammen mit dem Pflanzenschutzamt in Nordrhein-Westfalen versucht gegenwärtig auch ein Praxisbetrieb durch Selektion gegen Glomerella resistente Callunen zu finden.

Das Dilemma von Biologika erläuterte Dr. Elke Ueber von der Landwirtschaftskammer Niedersachen: Zugelassene und wirksame Biologika werden als Pflanzenschutzmittel eingestuft. Zahlreichen anderen Biologika wird allerdings eine vorbeugende Wirkung zugeschrieben, die nicht bedingt nachweisbar ist. Vorschläge zu einer Anpassung der Richtlinien bei der Sortenprüfung für Callunen diskutierten die Züchter mit Dr. Burkhard Spellerberg und Dr. Daniela Christ vom Bundessortenamt. Diese sind zuständig für die Registerprüfung von Zierpflanzen und Forstgehölzen sowie der Genbanken. Nach Auffassung der Callunenzüchter sollten die Größen der eingesendeten Jungpflanzen angepasst und einheitlicher werden. Neue Richtlinien können frühestens 2021 in Kraft treten.

Helmut Hiedl wurde von Dr. Spellenberg für sein Engagement als Koordinator im Teilnetzwerk der deutschen Genbank Zierpflanzenbau Erica (nicht winterhart) geehrt. (ZVG/Azerca)

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