AIPH: International Plant Health Survey 2021

Einen AIPH-Umfrage zur Pflanzengesundheit zeigt vielversprechende globale Investitionen der Industrie in Pflanzengesundheit und Biosicherheit für eine widerstandsfähige Zukunft.

Die AIPH International Plant Health Survey 2021. Bild: AIPH.

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Die AIPH International Plant Health Survey 2021 zeigt das Versprechen einer bio-sicheren Zukunft für die Zierpflanzenbauindustrie. Sie zeigt ein starkes Engagement für Pflanzengesundheitssysteme, mit Spielraum für einen internationalen Rahmen.

Die Umfrage wurde von der International Association of Horticultural Producers (AIPH) initiiert und Anfang 2021 als Teil des Internationalen Jahres der Pflanzengesundheit 2020 und als Reaktion auf die wachsende Besorgnis über Biosicherheit weltweit und die Verpflichtung der Zierpflanzenbauindustrie zur Nachhaltigkeit durchgeführt. Der internationale Reise- und Handelsverkehr hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und birgt das Potenzial, Schädlinge und Krankheiten schnell über die ganze Welt zu verbreiten, was zu erheblichen Schäden an einheimischen Pflanzen und der Umwelt führen kann.

Ziel der Umfrage war es, herauszufinden, wie Industrieorganisationen an der Verbesserung der Biosicherheit von Pflanzen in ihren Regionen arbeiten und Informationen über freiwillige Systeme zur Verbesserung der Biosicherheit innerhalb von Unternehmen und über Lieferketten hinweg auszutauschen. Die Unterstützungsprogramme der Pflanzengesundheitsindustrie sind in der Lage, gesunde Produktionssysteme, eine kosteneffiziente und zuverlässige Verbringung von risikoarmem Pflanzenmaterial innerhalb globaler Lieferketten sowie die Rückverfolgbarkeit im Falle einer Biosicherheitsbedrohung zu ermöglichen.

Durch den Bericht kam die AIPH zu dem Schluss: Freiwillige Standards werden zunehmend von der Industrie und den Aufsichtsbehörden herangezogen, um das von Pflanzenschädlingen ausgehende Risiko für den nationalen oder internationalen Handel zu reduzieren. Es wurden elf freiwillige Standards für das Pflanzengesundheitsmanagement aus der ganzen Welt identifiziert. Die höchste wahrgenommene Bedrohung durch Pflanzenschädlinge und -krankheiten im Land oder in der Region eines Befragten war der "Handel mit lebenden Pflanzen und Schnittblumen", die zweithöchste wurde mit "Anbausystemen" angegeben. Es gibt eine Grundlage für die Schaffung eines internationalen Gleichwertigkeitsrahmens zwischen Standards. Freiwillige Standards und damit verbundene Systeme, die von der Industrie und der zuständigen (benannten) Behörde eines Landes gemeinsam entwickelt werden, können phytosanitäre Maßnahmen und Regulierungssysteme ergänzen.

Ein "Systemansatz" für die Biosicherheit von Pflanzen für Baumschulproduktionssysteme und das Management der Lieferkette war ein Schlüsselkonzept, das aus der Umfrage hervorging. Mehr als drei Viertel (77,5%) der Befragten gaben an, dass ein freiwilliger internationaler Standard für Pflanzengesundheit und Biosicherheit erforderlich sei. Systemansätze sind proaktiv und zielen darauf ab, das Risiko eines Befalls zu reduzieren, indem sie die Anwendung sicherer Baumschulpraktiken für alle Schädlinge fördern. Sie sind ein grundlegender Aspekt freiwilliger Standards, da die Anforderungen Richtlinien, Verfahren und Praktiken darstellen, die in die täglichen Abläufe eines Unternehmens integriert werden.

Tim Edwards, Vizepräsident der AIPH und Vorsitzender des AIPH-Ausschusses für Zierpflanzenbau, sagt: "Der Bericht belegt den Wert von freiwilligen Pflanzengesundheitsmanagementprogrammen. Wir müssen uns nun fragen: Wie kann die Industrie die Akzeptanz solcher Systeme erhöhen? Was muss getan werden, damit die Systeme gegenseitig anerkannt und integriert werden können? Dieser Bericht beginnt damit, Bereiche zu identifizieren, in denen die Fachverbände des Zierpflanzenbaus rund um den Globus zusammenarbeiten können, um die Biosicherheit zu stärken."

Die Empfehlungen heben die Notwendigkeit weiterer Arbeiten hervor, um Systeme zu entwickeln, die freiwillige Industriestandards für die Pflanzengesundheit mit nationalen Vorschriften integrieren, die den Transport von Pflanzen über nationale und regionale Grenzen hinweg kontrollieren. Diese Anwendung kann durch eine enge Zusammenarbeit zwischen führenden Vertretern der Industrie und nationalen Pflanzenschutzbehörden (NPPOs) erreicht werden. Die AIPH strebt die Einrichtung eines globalen Pflanzengesundheitsforums an, um den Informationsaustausch und die Entwicklung von Konsistenz in den Lieferketten zu erleichtern.

Ralf Lopian, Vorsitzender des Internationalen Lenkungsausschusses, Internationales Jahr der Pflanzengesundheit 2020, und ist stellvertretender Leiter der Abteilung Pflanzengesundheit und koordiniert internationale Pflanzenschutzangelegenheiten im finnischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft. Er fügt hinzu: "Die AIPH-Pflanzengesundheitsumfrage ist eine wichtige Verpflichtung der globalen Zierpflanzenbauindustrie - die auf den internationalen Handel angewiesen ist - zur Unterstützung der Pflanzengesundheit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit ihrer Zukunft zu leisten. Es ist besonders wichtig zu bedenken, dass Vorbeugung ein Schlüsselaspekt ist und kosteneffektiver ist als der Umgang mit ausgewachsenen Pflanzengesundheitsnotfällen. Pflanzenschädlinge und -krankheiten respektieren keine nationalen Grenzen und zeigen keine Pässe. Die Kapazitäten und die Zusammenarbeit im Bereich der Pflanzengesundheit müssen auf allen Ebenen ausgebaut werden, da phytosanitäre Ambitionen mit der Kapazität des schwächsten Gliedes erfolgreich sind oder scheitern. Die in diesem Bericht enthaltenen Empfehlungen bieten einen vielversprechenden Fahrplan für eine verbesserte öffentlich-private Zusammenarbeit."

Auf der Internationalen Pflanzengesundheitskonferenz der AIPH im März 2021 wurden die Umfrageergebnisse von Dr. Audrey Timm, Technische Beraterin der AIPH, in Zusammenarbeit mit Herrn Alistair Yeomans, Plant Health Alliance, vorgestellt. (AIPH)

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