Agrobusiness Niederrhein: #greenmeet in Straelen

Die Teilnehmer von #greenmeet, einem Frühstück für Unternehmer der Grünen Branche, zu dem Agrobusiness Niederrhein e.V. eingeladen hatte, ließen sich die Situation des Schnittblumenanbaues beschreiben.

Die Teilnehmer von #greenmeet, eingeladen von Agrobusiness Niederrhein, mit Pankraz Gasseling als Referenten, dritter von links, bei Straelemann in Straelen. Bild: Agrobusiness Niederrhein.

Rund 60 Betriebe bauen Schnittblumen am Niederrhein an. Das berichtet Pankraz Gasseling, Berater der Landwirtschaftskammer NRW für Schnittblumenbetriebe im Rheinland. Er kann auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken und hat so die Entwicklung in den Betrieben begleitet und sieht, wo sie heute stehen.

Die Teilnehmer von #greenmeet, einem Frühstück für Unternehmer der Grünen Branche, zu dem Agrobusiness Niederrhein e.V. in den Feinkostladen Straelemann eingeladen hatte, ließen sich von Gasseling die Situation des Schnittblumenanbaues beschreiben.

Verbraucherwünsche ändern sich. Trends und Moderichtungen machen auch vor Schnittblumen nicht Halt und so werden die Arten mal stärker und dann auch wieder weniger intensiv angebaut oder verschwinden ganz vom Markt. Amaryllis ist immer noch sehr beliebt und sie ist eine Blume des Niederrheins. Der größten Anbauer für Amaryllis ist T & S Rütten in Meerbusch, der auch Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein ist.

Die Edelnelke ist schon lange nicht mehr im regionalen Anbau vertreten. Sie wurde vom Kunden als altmodisch eingestuft und da beim Anbau auch noch Schwierigkeiten mit Krankheitsbefall mit Pilzen dazu kam, wurde sie irgendwann ganz aus dem Sortiment genommen. Die Nelke gibt es jedoch immer noch, als Bartnelke und Schnittblume im Sommer erfreut sie die Kunden durch ihre Farbenvielfalt und gute Haltbarkeit.

Der Schnittblumenanbau hat sich auch an die steigenden Energiepreise angepasst. Kulturen mit hohem Heizbedarf wurden aus dem Sortiment genommen und so hatten die Anthurien als Schnittblumen keine Chance mehr.

Zwiebelpflanzen haben immer noch eine hohe Bedeutung. Von den ca. 60 Schnittblumenbetrieben am Niederrhein produzieren ca. 15 Betriebe Tulpen, weitere wichtige Kulturen sind Gerbera, Schnitthortensien und Anemonen.

Rosen stehen bei den Endverbrauchern immer noch an erster Stelle, hier gibt es derzeit auch ca. 15 Betriebe in der Region, die Rosen anbauen.

Auch Ilex, der zu Weihnachten mit seinen roten Beeren erfreut, kommt vom Niederrhein.

Positiv ist zu vermerken, dass auch jünger Menschen Schnittblumen kaufen und so wird deutlich, dass alle Generationen Freude an Blumen haben.

Im Blumenabsatz hat sich ein drastischer Strukturwandel vollzogen. Schnittblumen werden immer noch gekauft aber immer mehr werden über den Nahrungsmitteleinzelhandel abgesetzt und die speziellen Blumenläden gehen in ihrer Bedeutung zurück. Darüber hinaus haben Sie mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen.

Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist auch ein Thema in den Schnittblumenbetrieben. Nur eingeschränkt lassen sich die Arbeitsprozesse in den Betrieben automatisieren. Die Ernte und das Zurückschneiden läuft einfach manuell ab.

Der Schnittblumenanbau hat seine Bedeutung in der Region. Das nahmen die Teilnehmer des Treffens mit. In kleiner Runde wurde über Trends und Entwicklungspotentiale diskutiert bevor jeder aufbrach, um mit neuen Informationen und nach einem intensiven Austausch ins Tagesgeschäft überzugehen. Wer Interesse am #greenmeet hat, findet dazu Informationen unter dem Thema Veranstaltungen auf der Internetseite von Agrobusiness Niederrhein e.V. (Agrobusiness Niederrhein)

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