Agrobusiness Niederrhein: Reimann neues Mitglied

Die Firma Reimann aus Emsdetten ist dem Netzwerk Agrobusiness Niederrhein beigetreten.

v.l.n.r. Dr. Anke Schirocki (Agrobusiness Niederrhein), Edeltraud Strangl und Andreas Reimann (beide Reimann Textiles) Bild: Agrobusiness Niederrhein.

Das mittelständische Unternehmen Reimann aus Emsdetten ist eines der wenigen Unternehmen, die Gewebe für den Gartenbau in Deutschland herstellen und in die ganze Welt exportieren.

Zunächst mag man denken, dass Gewebe im Gartenbau keine so große Rolle spielen, schaut man aber genauer hin, sind die Einsatzgebiete vielfältig. Darüber hinaus stellen diese Einsatzgebiete sehr unterschiedliche Ansprüche an die Eigenschaften der Gewebe. Ein wichtiger Bereich sind die Schattier- und Energiesparschirme, für die sich Reimann europaweit und darüber hinaus einen Namen gemacht hat. Sie finden ihre Anwendung in Produktionshäusern und in Gartencentern. Sie sind kontinuierlich dem Sonnenlicht ausgesetzt und müssen daher UV-beständig, aber auch schwer entflammbar sein. Textilien werden ebenso für Bewässerungsmatten verwendet, auf denen die Pflanzen in ihren Töpfen stehen. Die Textilmatten unter Glas und im Freiland sorgen dafür, dass das Gießwasser gleichmäßig verteilt wird. Ein leichtes Gefälle lässt das überschüssige Wasser abfließen, das somit aufgefangen und wiederverwendet werden kann (geschlossenes System).

Zu den Textilien, die Reimann herstellt, gehört insbesondere Balliergewebe, das die Wurzelballen von Gehölzen beim Transport schützend umgibt. Jutegewebe sind 100% biologisch abbaubar und werden vielfältig eingesetzt, zum Beispiel als Schutz der Raseneinsaat an Böschungen, als Stammschutz für Alleebäume, als Wasserpflanzentücher, für Verpackungen und zur Dekoration.

„Natürlich sind wir sehr stark am Niederrhein vertreten“, sagt Edeltraud Strangl, die als Verkaufsberaterin von Mönchengladbach aus für den Gartenbau am Niederrhein zuständig ist. „In keinem anderen Gebiet in Deutschland ist der Zierpflanzenbau so stark wie hier“, fügt sie hinzu. „Und wir freuen uns, dass es hier so ein Netzwerk wie Agrobusiness Niederrhein gibt“, sagt Strangl. Die Geschäftsführer Andreas und Monika Reimann haben einem Vereinsbeitritt ihres Unternehmens gerne zugestimmt. Forschung und Entwicklung sind für sie sehr wichtig und Austausch und Vernetzung ist dafür eine wichtige Grundlage. Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein begrüßt das neue Mitglied und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Reimann ist auch im Bereich Forschung und Entwicklung sehr aktiv. „Die Gewebe ent- und weiterentwickeln, das treibt Reimann seit sechs Jahrzehnten an“, sagt Strangl, „und damit können wir unseren Beitrag gegen den Klimawandel leisten.“ Auf der Internationalen Pflanzenmesse im Januar 2020 konnte Reimann gleich mehrere neue Produkte vorstellen. Unter anderem ein schallabsorbierendes Gewebe, das im Event und Freizeitbereich, z.B. im Garten-Café, für wahre Ruheoasen sorgt. “Unsere Kunden sind Gartencenter in Deutschland aber auch in den Niederlanden und so erleben wir, dass durch das neue Gewebe der Besuch im Garten-Café zu einem Ort des Durchatmens und der Entspannung wird. (Agrobusiness Niederrhein e.V.)

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