Spanien: Wachstum der Gartenbau-Exporte 2017

Die Exportzahlen der Gartenbau-Branche in Spanien für das Jahr 2017 zeigen eine positive Tendenz, die Wachstumsprognosen wurden jedoch nicht erfüllt.

Spanien exportierte im Jahr 2017 809.527 t (-11%) Tomaten für 1,003 Mrd. Euro (+3,7%). Bild: GABOT.

Im Jahr 2017 stieg der Wert der spanischen Exporte von frischem Obst und Gemüse gegenüber 2016 um 1% auf 12,704 Mrd. Euro und das Volumen wuchs um 0,5% auf 12,6 Mio. t, so die Daten der Generaldirektion der Zollbehörde. Die anfänglichen Wachstumsprognosen wurden aufgrund der Rückgänge in den Monaten November und Dezember nicht erfüllt. Auch das Wachstumstempo hat sich gegenüber 2016 und 2015 verlangsamt.

Der Export von Gemüse ging im Jahr 2017 um 3,7 % auf 5,1 Mio. t zurück, und der Wert stieg um 1% auf 5,267 Mrd. Euro. Die wichtigsten exportierten Gemüsesorten waren Tomaten mit 809.527 t (-11%) für 1,003 Mrd. Euro (+3,7%), Salat mit 761.905 t  (+1,4%) für 662,8 Mio. Euro (+1,2%), Paprika für 686.558 t (-2,1%) und 954 Mio. Euro (+2,5%), Gurken mit 626.689 t (-0,7 %) für 566,2 Mio. Euro (+3,4 %) sowie Kohl mit 446.895 t (-4%) für 479,5 Mio. Euro (+4,8%).

Die Fruchtexporte stiegen mengenmäßig um 3,6% und wertmäßig um 1,3% auf 7,4 Mio. Tonnen bzw. 7,437 Mrd. Euro. Neben Zitrusfrüchten wurden im Ausland vor allem Steinfrüchte und Beeren verkauft, wobei Melonen und Wassermelonen ebenfalls einen beachtlichen Teil des Volumens ausmachten. Im Jahr 2017 erzielten die Beeren ein bemerkenswertes Wachstum, vor allem die Himbeeren, die mit 45.809 t (+21%) im Wert von 346 Mio. Euro (+12,3%) und die Heidelbeeren mit 46.510 t (+27,4%) und 274,7 Mio. Euro (+5,5%) auffielen. Bei Steinobst waren Pfirsiche die meist ausgeführten Produkte, die mit 453.550 t einen mengenmäßigen Zuwachs von 12% und mit 376 Mio. Euro einen wertmäßigen Rückgang von 2,4% verzeichneten, während die Nektarinenausfuhren 468.445 t (+13%) im Wert von 418,4 Mio. Euro (+3%) betrugen. Hervorzuheben sind auch die Zuwächse bei Kakis mit 214.904 t (+10%) für 191 Mio. Euro (+4%) sowie bei Avocados mit 107.006 t (+16,7%) für 304 Mio. Euro (+23,4%). Beim Kernobst gab es ein starkes Wachstum bei Birnen mit 119.000 t (+29,4%) für 93 Mio. Euro (+21,5%), während die Apfellieferungen auf 123.086 t (-3,6%) im Wert von 84,8 Mio. Euro (-14,5%) zurückgingen.

Betrachtet man die Bestimmungsländer, so entfielen 93% aller spanischen Obst- und Gemüseausfuhren auf die EU, mit 11,7 Mio. t und 11,760 Mrd. Euro, das entspricht praktisch den Zahlen von 2016. Die Lieferungen in Länder außerhalb der EU stiegen mengenmäßig um 4% und wertmäßig um 3% auf 830.642 t und 944 Mio. Euro, wobei Brasilien das Hauptabnehmerland war. Bemerkenswert war auch die Entwicklung der Exporte nach Kanada mit 68,6 Mio. Euro (+20%) und Saudi-Arabien mit 58,2 Mio. Euro (+14%).

Bei den Importen im Jahr 2017 setzt sich der Trend der letzten Jahre mit einem mengenmäßigen Anstieg um 6% und wertmäßig um 8,6% auf 3 Mio. t bzw. 2,526 Mrd. Euro fort.

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Spanien: Wachstum der Gartenbau-Exporte 2017

Die Exportzahlen der Gartenbau-Branche in Spanien für das Jahr 2017 zeigen eine positive Tendenz, die Wachstumsprognosen wurden jedoch nicht erfüllt.

Spanien exportierte im Jahr 2017 809.527 t (-11%) Tomaten für 1,003 Mrd. Euro (+3,7%). Bild: GABOT.

Im Jahr 2017 stieg der Wert der spanischen Exporte von frischem Obst und Gemüse gegenüber 2016 um 1% auf 12,704 Mrd. Euro und das Volumen wuchs um 0,5% auf 12,6 Mio. t, so die Daten der Generaldirektion der Zollbehörde. Die anfänglichen Wachstumsprognosen wurden aufgrund der Rückgänge in den Monaten November und Dezember nicht erfüllt. Auch das Wachstumstempo hat sich gegenüber 2016 und 2015 verlangsamt.

Der Export von Gemüse ging im Jahr 2017 um 3,7 % auf 5,1 Mio. t zurück, und der Wert stieg um 1% auf 5,267 Mrd. Euro. Die wichtigsten exportierten Gemüsesorten waren Tomaten mit 809.527 t (-11%) für 1,003 Mrd. Euro (+3,7%), Salat mit 761.905 t  (+1,4%) für 662,8 Mio. Euro (+1,2%), Paprika für 686.558 t (-2,1%) und 954 Mio. Euro (+2,5%), Gurken mit 626.689 t (-0,7 %) für 566,2 Mio. Euro (+3,4 %) sowie Kohl mit 446.895 t (-4%) für 479,5 Mio. Euro (+4,8%).

Die Fruchtexporte stiegen mengenmäßig um 3,6% und wertmäßig um 1,3% auf 7,4 Mio. Tonnen bzw. 7,437 Mrd. Euro. Neben Zitrusfrüchten wurden im Ausland vor allem Steinfrüchte und Beeren verkauft, wobei Melonen und Wassermelonen ebenfalls einen beachtlichen Teil des Volumens ausmachten. Im Jahr 2017 erzielten die Beeren ein bemerkenswertes Wachstum, vor allem die Himbeeren, die mit 45.809 t (+21%) im Wert von 346 Mio. Euro (+12,3%) und die Heidelbeeren mit 46.510 t (+27,4%) und 274,7 Mio. Euro (+5,5%) auffielen. Bei Steinobst waren Pfirsiche die meist ausgeführten Produkte, die mit 453.550 t einen mengenmäßigen Zuwachs von 12% und mit 376 Mio. Euro einen wertmäßigen Rückgang von 2,4% verzeichneten, während die Nektarinenausfuhren 468.445 t (+13%) im Wert von 418,4 Mio. Euro (+3%) betrugen. Hervorzuheben sind auch die Zuwächse bei Kakis mit 214.904 t (+10%) für 191 Mio. Euro (+4%) sowie bei Avocados mit 107.006 t (+16,7%) für 304 Mio. Euro (+23,4%). Beim Kernobst gab es ein starkes Wachstum bei Birnen mit 119.000 t (+29,4%) für 93 Mio. Euro (+21,5%), während die Apfellieferungen auf 123.086 t (-3,6%) im Wert von 84,8 Mio. Euro (-14,5%) zurückgingen.

Betrachtet man die Bestimmungsländer, so entfielen 93% aller spanischen Obst- und Gemüseausfuhren auf die EU, mit 11,7 Mio. t und 11,760 Mrd. Euro, das entspricht praktisch den Zahlen von 2016. Die Lieferungen in Länder außerhalb der EU stiegen mengenmäßig um 4% und wertmäßig um 3% auf 830.642 t und 944 Mio. Euro, wobei Brasilien das Hauptabnehmerland war. Bemerkenswert war auch die Entwicklung der Exporte nach Kanada mit 68,6 Mio. Euro (+20%) und Saudi-Arabien mit 58,2 Mio. Euro (+14%).

Bei den Importen im Jahr 2017 setzt sich der Trend der letzten Jahre mit einem mengenmäßigen Anstieg um 6% und wertmäßig um 8,6% auf 3 Mio. t bzw. 2,526 Mrd. Euro fort.

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