Sellerie – nicht jedermanns Geschmack

Sellerie ist ein vielseitig verwendbares Gemüse aus dem heimischen Anbau, einen pikanten Geschmack lieben aber offenbar nicht alle Verbraucher.In eine deftige Suppe gehört er zwar traditionell hinein, und als Zutat zu pikanten Salaten darf er ebenfalls nicht fehlen, dennoch steht Knollensellerie inzwischen seltener auf dem Einkaufszettel als noch vor einem Jahrzehnt. So sind die Einkaufsmengen an frischem Sellerie seit 1992 um gut 10% zurückgegangen, im Jahr 2004 kaufte ein Haushalt im Durchschnitt nur noch 420 Gramm ein. Für das Jahr 2005 zeichnet sich ein weiterer Rückgang ab, obwohl die Verbraucherpreise sehr günstig waren und ab Februar unter Vorjahresniveau lagen. Derzeit bekommt man in Sonderaktionen einen 5er-Bund Knollensellerie mitunter schon für rund 2 Euro. Eine einzelne Knolle mit Grün wird häufig zwischen 50 und 70 Cent angeboten.

 

Die Anbaufläche in Deutschland entwickelte sich wie der Verbrauch leicht rückläufig, seit Anfang der 90er Jahre gingen jährlich rund zehn Hektar verloren. 2004 wurden noch knapp 1.680 Hektar registriert, aufgrund hoher Erträge konnte aber eine sehr große Ernte von fast 65.000 Tonnen eingefahren werden. Die reichliche Ernte hatte sehr hohe Lagermengen und für die Erzeuger sehr niedrige Preise zur Folge; sie bekamen den niedrigsten Durchschnittserlös der letzten 15 Jahre. Diese negative Erfahrung hat zu einer deutlichen Anbaueinschränkung von rund 20% in der laufenden Saison geführt. So beläuft sich die Fläche in Deutschland nach den ersten Ergebnissen der Gemüseanbauerhebung nur noch auf etwa 1.350 Hektar. (ZMP)

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Sellerie – nicht jedermanns Geschmack

Sellerie ist ein vielseitig verwendbares Gemüse aus dem heimischen Anbau, einen pikanten Geschmack lieben aber offenbar nicht alle Verbraucher.In eine deftige Suppe gehört er zwar traditionell hinein, und als Zutat zu pikanten Salaten darf er ebenfalls nicht fehlen, dennoch steht Knollensellerie inzwischen seltener auf dem Einkaufszettel als noch vor einem Jahrzehnt. So sind die Einkaufsmengen an frischem Sellerie seit 1992 um gut 10% zurückgegangen, im Jahr 2004 kaufte ein Haushalt im Durchschnitt nur noch 420 Gramm ein. Für das Jahr 2005 zeichnet sich ein weiterer Rückgang ab, obwohl die Verbraucherpreise sehr günstig waren und ab Februar unter Vorjahresniveau lagen. Derzeit bekommt man in Sonderaktionen einen 5er-Bund Knollensellerie mitunter schon für rund 2 Euro. Eine einzelne Knolle mit Grün wird häufig zwischen 50 und 70 Cent angeboten.

 

Die Anbaufläche in Deutschland entwickelte sich wie der Verbrauch leicht rückläufig, seit Anfang der 90er Jahre gingen jährlich rund zehn Hektar verloren. 2004 wurden noch knapp 1.680 Hektar registriert, aufgrund hoher Erträge konnte aber eine sehr große Ernte von fast 65.000 Tonnen eingefahren werden. Die reichliche Ernte hatte sehr hohe Lagermengen und für die Erzeuger sehr niedrige Preise zur Folge; sie bekamen den niedrigsten Durchschnittserlös der letzten 15 Jahre. Diese negative Erfahrung hat zu einer deutlichen Anbaueinschränkung von rund 20% in der laufenden Saison geführt. So beläuft sich die Fläche in Deutschland nach den ersten Ergebnissen der Gemüseanbauerhebung nur noch auf etwa 1.350 Hektar. (ZMP)

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