- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Torf und Moor
- SDW plädiert für den "Öko-Weihnachtsbaum...
SDW plädiert für den "Öko-Weihnachtsbaum"
Weihnachtsbäume aus Durchforstungen sind besonders zu empfehlen.Der Kauf von Fichten, Tannen und Kiefern, die bei Waldpflegemaßnahmen, den sogenannten Durchforstungen, in den heimischen Wälder anfallen, sind nach Meinung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) aus ökologischen Gründen besonders zu empfehlen.
In Deutschland werden alljährlich etwa 25 Millionen Weihnachtsbäume und rund 14.000 Tonnen Schmuckreisig mit einem Marktwert von ca. 450 Millionen DM verkauft. 90 Prozent der Bäume kommen aus Deutschland; die meisten werden in Sonderkulturen "produziert". Nur rund ein Drittel hat ihren Ursprung im Wald. Der weitaus am häufigsten verkaufte Christbaum ist nicht die Tanne, die in einem Weihnachtslied besungen wird, sondern die Fichte. Dieser Nadelbaum kommt vor allem aus dem Sauerland, dem Bayerischen Wald, dem Schwarzwald und dem Thüringer Wald. Mehrere Millionen Weihnachtsbäume werden zusätzlich vor allem aus Dänemark importiert.
Nach Ansicht der SDW sollte sich der ökologisch bewußte Käufer für einen Baum aus planmäßiger Durchforstung entscheiden. Mindestens alle zehn Jahre müssen aus jungen Waldbeständen Bäume entnommen werden, damit die verbleibenden bessere Wachstumsbedingungen erhalten. Aus den Erlösen des Weihnachtsbaumverkaufes können die Waldbesitzer Walderhaltungsmaßnahmen wie z. B. Kalkungen finanzieren.
Die SDW empfiehlt: "Informieren Sie sich beim Forstamt oder bei Waldbesitzern, wo man Weihnachtsbäume selbst schlagen kann, und machen Sie daraus einen erlebnisreichen Familienausflug."
In Sonderkulturen herangewachsende Weihnachtsbäume wie z.B. die Blaufichte oder die Nordmannstanne sind aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftsökologie nur 2. Wahl, da bei ihrer Aufzucht von einigen Produzenten Mineraldünger, Herbizide und Insektizide eingesetzt werden.
Der Kauf von Weihnachtsbäumen mit Ballen ist nach Ansicht der SDW nicht ratsam. Die Ballenentnahme am Wuchsort führt zu Humusverlusten und fördert in Hanglagen die Erosion. Laubbäume sind im Hausgarten besser aufgehoben als kränkelnde, wieder ausgepflanzte "Ex-Weihnachtsbäume". Weihnachtsbäume gehören nach den Feiertagen nicht in den Müll, sondern sollten nach Entfernung allen Schmuckes kompostiert werden.
Keine Alternative sieht die SDW in den Plastikweihnachtsbäumen , die in etwa fünf Prozent der Haushalte aufgestellt werden. Der Kauf von PVC-Bäumen ist aus ökologischer Sicht abzulehnen, denn bei ihrer Herstellung werden endliche Rohstoffe verbraucht und die Umwelt belastet. Außerdem werden bei der Müllverbrennung Dioxine und Schwermetalle freigesetzt. (SDW)
Neuen Kommentar schreiben
Nachrichten zum Thema
SDW plädiert für den "Öko-Weihnachtsbaum"
Weihnachtsbäume aus Durchforstungen sind besonders zu empfehlen.Der Kauf von Fichten, Tannen und Kiefern, die bei Waldpflegemaßnahmen, den sogenannten Durchforstungen, in den heimischen Wälder anfallen, sind nach Meinung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) aus ökologischen Gründen besonders zu empfehlen.
In Deutschland werden alljährlich etwa 25 Millionen Weihnachtsbäume und rund 14.000 Tonnen Schmuckreisig mit einem Marktwert von ca. 450 Millionen DM verkauft. 90 Prozent der Bäume kommen aus Deutschland; die meisten werden in Sonderkulturen "produziert". Nur rund ein Drittel hat ihren Ursprung im Wald. Der weitaus am häufigsten verkaufte Christbaum ist nicht die Tanne, die in einem Weihnachtslied besungen wird, sondern die Fichte. Dieser Nadelbaum kommt vor allem aus dem Sauerland, dem Bayerischen Wald, dem Schwarzwald und dem Thüringer Wald. Mehrere Millionen Weihnachtsbäume werden zusätzlich vor allem aus Dänemark importiert.
Nach Ansicht der SDW sollte sich der ökologisch bewußte Käufer für einen Baum aus planmäßiger Durchforstung entscheiden. Mindestens alle zehn Jahre müssen aus jungen Waldbeständen Bäume entnommen werden, damit die verbleibenden bessere Wachstumsbedingungen erhalten. Aus den Erlösen des Weihnachtsbaumverkaufes können die Waldbesitzer Walderhaltungsmaßnahmen wie z. B. Kalkungen finanzieren.
Die SDW empfiehlt: "Informieren Sie sich beim Forstamt oder bei Waldbesitzern, wo man Weihnachtsbäume selbst schlagen kann, und machen Sie daraus einen erlebnisreichen Familienausflug."
In Sonderkulturen herangewachsende Weihnachtsbäume wie z.B. die Blaufichte oder die Nordmannstanne sind aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftsökologie nur 2. Wahl, da bei ihrer Aufzucht von einigen Produzenten Mineraldünger, Herbizide und Insektizide eingesetzt werden.
Der Kauf von Weihnachtsbäumen mit Ballen ist nach Ansicht der SDW nicht ratsam. Die Ballenentnahme am Wuchsort führt zu Humusverlusten und fördert in Hanglagen die Erosion. Laubbäume sind im Hausgarten besser aufgehoben als kränkelnde, wieder ausgepflanzte "Ex-Weihnachtsbäume". Weihnachtsbäume gehören nach den Feiertagen nicht in den Müll, sondern sollten nach Entfernung allen Schmuckes kompostiert werden.
Keine Alternative sieht die SDW in den Plastikweihnachtsbäumen , die in etwa fünf Prozent der Haushalte aufgestellt werden. Der Kauf von PVC-Bäumen ist aus ökologischer Sicht abzulehnen, denn bei ihrer Herstellung werden endliche Rohstoffe verbraucht und die Umwelt belastet. Außerdem werden bei der Müllverbrennung Dioxine und Schwermetalle freigesetzt. (SDW)
Neuen Kommentar schreiben
Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.