Schleswig-Holstein: Weihnachtssterne verzaubern den Norden

Passend zum ersten Advent stehen in den Gärtnereien in Schleswig-Holstein mehr als 1 Mio. Weihnachtssterne zum Verkauf an, davon wachsen in den heimischen Zierpflanzenbetrieben rund 781.000 Weihnachtssterne heran.

Passend zum ersten Advent stehen in den Gärtnereien in Schleswig-Holstein mehr als 1 Mio. Weihnachtssterne zum Verkauf an, davon wachsen in den heimischen Zierpflanzenbetrieben rund 781.000 Weihnachtssterne heran. Wie die Landwirtschaftskammer mitteilt, hat diese Kultur eine der kürzesten Verkaufszeiten unter den Zierpflanzen überhaupt. Nur mit perfektem Timing gelingt es den Betrieben im Land in nur knapp 12 Wochen, ihre Sterne von einer kleinen Jung-pflanze zu einer prächtigen Blütenpflanze heranwachsen zu lassen und dann in die Wohnzimmer ihrer Kunden zu transportieren. Dahinter steckt eine gut funktionierende Logistik. In den Betrieben herrscht jetzt Hochkonjunktur.

Das Besondere am Weihnachtsstern sind die dekorativen Brakteen, das sind die farbigen Hochblätter. Es gibt sie in weiß, gesprenkelt, lachsfarben, rosa, pink bis hin zu klassisch rot die Farbenvielfalt hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Dabei gibt es auch unterschiedliche Formen bei den Hochblättern von glatt, über geriffelt bis hin zur Rosette. Der Sortenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Nach Aussagen der Landwirtschaftskammer stehen den Verbrauchern Weihnachtsterne aus heimischer Produktion in diesem Jahr in sehr guten Qualitäten und in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Produktpalette ist vielfältiger denn je. Sie reicht vom Mini- und Midi bis hin zu großen Mehrtriebern und Büschen. Die Preise sind gleichbleibend stabil. Für besondere Qualitäten haben sich die Preise etwas erhöht.

Weihnachtsstern gehören zum Advent
Weihnachtssterne sind aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Sie haben nach wie vor eine hohe Symbolkraft für die Deutschen. Sie werden sehr gerne verschenkt oder auch für Weihnachtsfeiern als Tischdeko verwendet. Weihnachtssterne sind ein klassisches Saisonprodukt der heimischen Gärtnereibetriebe. Sie werden auf einer Gewächshausfläche von rund 65.000 m2 in etwa 37 Zierpflanzengärtnereien in Schleswig-Holstein erzeugt.

Warum blüht der Stern im Winter?
Um den Weihnachtsstern zur Blüte anzuregen, müssen die Nächte über mehrere Wochen länger als der Tag sein. Die Christsterne, die ursprünglich aus Südamerika stammen, blühen deshalb bei uns im frühen Winter.

Für ein Angebot passend zu Weihnachten helfen die Gärtnereien durch künstliche Verdunklung ihrer Gewächshäuser nach, in dem sie die langen Nächte künstlich simulieren.

Dabei wird in den Gärtnereien besonders auf Energiesparsamkeit, ressourcenschonende Produktion und biologischen Pflanzenschutz mit Nützlingen geachtet. Der Einsatz von Nützlingen ist bei den meisten Weihnachtssternproduzenten Standard: Zum Beispiel setzen sie Schlupfwespen gegen den Hauptschädlinge des Weihnachtssterns die Weiße Fliege ein. Hightech wie eine automatische Klimasteuerung in den Gewächshäusern sorgt dafür, dass Energie und Wasser sparsam eingesetzt werden, was den Produktionskosten genauso zugutekommt wie dem Klimaschutz.

In der Winterzeit haben die Sterne Hochsaison. Europaweit werden mehr als 120 Mio. Weihnachtssterne verkauft, etwa 40 Mio. sind es in Deutschland. Auch 2013 bleibt Rot (von Rotorange bis Bordeaux) mit 80% der in Deutschland produzierten Weihnachtssterne die dominierende Farbe. 10% entfallen auf weiße Sterne, 4% auf zweifarbige, 2% auf rosafarbene und 4% auf andere Farben. Viele Christsterne sind "von hier". Laut Stars for Europe, der Vereinigung der europäischen Weihnachtssternzüchter, werden rund 85% der 40 Mio. in Deutschland verkauften Weihnachtssterne auch hier produziert. Die restlichen 15% stammen hauptsächlich aus den Niederlanden, kleinere Mengen aus Dänemark oder Italien. (LWK SH)

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Schleswig-Holstein: Weihnachtssterne verzaubern den Norden

Passend zum ersten Advent stehen in den Gärtnereien in Schleswig-Holstein mehr als 1 Mio. Weihnachtssterne zum Verkauf an, davon wachsen in den heimischen Zierpflanzenbetrieben rund 781.000 Weihnachtssterne heran.

Passend zum ersten Advent stehen in den Gärtnereien in Schleswig-Holstein mehr als 1 Mio. Weihnachtssterne zum Verkauf an, davon wachsen in den heimischen Zierpflanzenbetrieben rund 781.000 Weihnachtssterne heran. Wie die Landwirtschaftskammer mitteilt, hat diese Kultur eine der kürzesten Verkaufszeiten unter den Zierpflanzen überhaupt. Nur mit perfektem Timing gelingt es den Betrieben im Land in nur knapp 12 Wochen, ihre Sterne von einer kleinen Jung-pflanze zu einer prächtigen Blütenpflanze heranwachsen zu lassen und dann in die Wohnzimmer ihrer Kunden zu transportieren. Dahinter steckt eine gut funktionierende Logistik. In den Betrieben herrscht jetzt Hochkonjunktur.

Das Besondere am Weihnachtsstern sind die dekorativen Brakteen, das sind die farbigen Hochblätter. Es gibt sie in weiß, gesprenkelt, lachsfarben, rosa, pink bis hin zu klassisch rot die Farbenvielfalt hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Dabei gibt es auch unterschiedliche Formen bei den Hochblättern von glatt, über geriffelt bis hin zur Rosette. Der Sortenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Nach Aussagen der Landwirtschaftskammer stehen den Verbrauchern Weihnachtsterne aus heimischer Produktion in diesem Jahr in sehr guten Qualitäten und in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Produktpalette ist vielfältiger denn je. Sie reicht vom Mini- und Midi bis hin zu großen Mehrtriebern und Büschen. Die Preise sind gleichbleibend stabil. Für besondere Qualitäten haben sich die Preise etwas erhöht.

Weihnachtsstern gehören zum Advent
Weihnachtssterne sind aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Sie haben nach wie vor eine hohe Symbolkraft für die Deutschen. Sie werden sehr gerne verschenkt oder auch für Weihnachtsfeiern als Tischdeko verwendet. Weihnachtssterne sind ein klassisches Saisonprodukt der heimischen Gärtnereibetriebe. Sie werden auf einer Gewächshausfläche von rund 65.000 m2 in etwa 37 Zierpflanzengärtnereien in Schleswig-Holstein erzeugt.

Warum blüht der Stern im Winter?
Um den Weihnachtsstern zur Blüte anzuregen, müssen die Nächte über mehrere Wochen länger als der Tag sein. Die Christsterne, die ursprünglich aus Südamerika stammen, blühen deshalb bei uns im frühen Winter.

Für ein Angebot passend zu Weihnachten helfen die Gärtnereien durch künstliche Verdunklung ihrer Gewächshäuser nach, in dem sie die langen Nächte künstlich simulieren.

Dabei wird in den Gärtnereien besonders auf Energiesparsamkeit, ressourcenschonende Produktion und biologischen Pflanzenschutz mit Nützlingen geachtet. Der Einsatz von Nützlingen ist bei den meisten Weihnachtssternproduzenten Standard: Zum Beispiel setzen sie Schlupfwespen gegen den Hauptschädlinge des Weihnachtssterns die Weiße Fliege ein. Hightech wie eine automatische Klimasteuerung in den Gewächshäusern sorgt dafür, dass Energie und Wasser sparsam eingesetzt werden, was den Produktionskosten genauso zugutekommt wie dem Klimaschutz.

In der Winterzeit haben die Sterne Hochsaison. Europaweit werden mehr als 120 Mio. Weihnachtssterne verkauft, etwa 40 Mio. sind es in Deutschland. Auch 2013 bleibt Rot (von Rotorange bis Bordeaux) mit 80% der in Deutschland produzierten Weihnachtssterne die dominierende Farbe. 10% entfallen auf weiße Sterne, 4% auf zweifarbige, 2% auf rosafarbene und 4% auf andere Farben. Viele Christsterne sind "von hier". Laut Stars for Europe, der Vereinigung der europäischen Weihnachtssternzüchter, werden rund 85% der 40 Mio. in Deutschland verkauften Weihnachtssterne auch hier produziert. Die restlichen 15% stammen hauptsächlich aus den Niederlanden, kleinere Mengen aus Dänemark oder Italien. (LWK SH)

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