Quitten: Urtümlicher Slow Food

Im Gegensatz zu den meisten Früchten können einheimische Quitten nicht roh gegessen werden. Doch gekocht schmeckt die uralte Frucht bestens.

Im Gegensatz zu den meisten Früchten können einheimische Quitten nicht roh gegessen werden. Doch gekocht schmeckt die uralte Frucht bestens.

Heute ist der Mensch oft unterwegs und hat dementsprechend nicht mehr allzu viel Zeit zum Kochen. In einer Zeit, in der Fertiggerichte boomen, ist die Quitte das Gegenteil des Trends. Wahrer "Slow Food" sozusagen. Denn roh direkt vom Baum schmeckt die Quitte (bis auf die Shirin-Quitte, die aber hierzulande nicht wächst) äußerst bitter und ist steinhart. Die Zubereitung der Quitte kostet dementsprechend Zeit, die sich aber lohnt. Aus der Frucht lassen sich tolle Konfitüren herstellen, aber auch Gelée, Kompott, Saft oder Edelbrand werden aus der pelzigen Frucht produziert. Vor der Zubereitung muss darauf geachtet werden, dass der pelzige Flaum mit einem groben Geschirrtuch abgerieben wird, denn dieser schmeckt besonders bitter. Nischendasein im Schweizer Obstbau

Vergleicht man die Quitte mit anderem Kernobst wie Äpfeln oder Birnen, so spielt sie nur eine marginale Rolle. Im Jahr 2010 betrug die Ernte 629 Tonnen, auf nur gerade sieben Hektar wurden in der Schweiz Quitten angebaut. Das ist nicht einmal halb so viel wie die Anbaufläche von Kiwis. Glücks-Symbol

Erstmals als Kulturpflanze angepflanzt wurde die Quitte wahrscheinlich vor mehr als 4.000 Jahren im Kaukasus. Die alten Griechen und Römer sahen in der Frucht ein Symbol des Glücks und der Fruchtbarkeit. Später war die Quitte die erste Frucht, aus der Konfitüre hergestellt wurde. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Frucht zusammen mit Zucker zu Konfitüre eingekocht. Weil die Quitte auf Portugiesisch Marmelo heißt, entstand der Name Marmelade. ( Quelle:lid)

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Quitten: Urtümlicher Slow Food

Im Gegensatz zu den meisten Früchten können einheimische Quitten nicht roh gegessen werden. Doch gekocht schmeckt die uralte Frucht bestens.

Im Gegensatz zu den meisten Früchten können einheimische Quitten nicht roh gegessen werden. Doch gekocht schmeckt die uralte Frucht bestens.

Heute ist der Mensch oft unterwegs und hat dementsprechend nicht mehr allzu viel Zeit zum Kochen. In einer Zeit, in der Fertiggerichte boomen, ist die Quitte das Gegenteil des Trends. Wahrer "Slow Food" sozusagen. Denn roh direkt vom Baum schmeckt die Quitte (bis auf die Shirin-Quitte, die aber hierzulande nicht wächst) äußerst bitter und ist steinhart. Die Zubereitung der Quitte kostet dementsprechend Zeit, die sich aber lohnt. Aus der Frucht lassen sich tolle Konfitüren herstellen, aber auch Gelée, Kompott, Saft oder Edelbrand werden aus der pelzigen Frucht produziert. Vor der Zubereitung muss darauf geachtet werden, dass der pelzige Flaum mit einem groben Geschirrtuch abgerieben wird, denn dieser schmeckt besonders bitter. Nischendasein im Schweizer Obstbau

Vergleicht man die Quitte mit anderem Kernobst wie Äpfeln oder Birnen, so spielt sie nur eine marginale Rolle. Im Jahr 2010 betrug die Ernte 629 Tonnen, auf nur gerade sieben Hektar wurden in der Schweiz Quitten angebaut. Das ist nicht einmal halb so viel wie die Anbaufläche von Kiwis. Glücks-Symbol

Erstmals als Kulturpflanze angepflanzt wurde die Quitte wahrscheinlich vor mehr als 4.000 Jahren im Kaukasus. Die alten Griechen und Römer sahen in der Frucht ein Symbol des Glücks und der Fruchtbarkeit. Später war die Quitte die erste Frucht, aus der Konfitüre hergestellt wurde. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Frucht zusammen mit Zucker zu Konfitüre eingekocht. Weil die Quitte auf Portugiesisch Marmelo heißt, entstand der Name Marmelade. ( Quelle:lid)

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