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Niedersachsen: Landwirtschaftsminister Meyer besucht Gramoflor
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (MdL, Grüne) und Gramoflor Geschäftsführer Josef Gramann haben ein gemeinsames Interesse: den Moorschutz. Jedoch verfolgen sie zwei konträre Ansätze: Der eine möchte zugunsten des Moor- und Klimaschutzes den Torfabbau möglichst schnell beenden und der andere sieht gerade in der Torfgewinnung eine Chance, bei uns in Niedersachsen wieder lebende Hochmoore zu entwickeln.
Bei einem über zweistündigen Besuch des Landwirtschaftsministers am 18.08.2015 konnte Josef Gramann diesem seine Sicht- und Arbeitsweise hautnah vorstellen. Christian Meyer, der in Begleitung von Uwe Bartels, Minister a. D. und Vorsitzender des Agrar und Ernährungsforums AEF, sowie weiteren Mitarbeitern des Landwirtschaftsministerium kam, lernte dabei die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum fertigen Hochleistungssubstrat für den Profigartenbau kennen. Besichtigt wurden einige Torfgewinnungs- und Renaturierungsflächen von Gramoflor im Vechtaer Moor sowie das Produktionswerk und die Forschung und Entwicklung, in der ein Team aus Gartenbauexperten Substratlösungen für den heutigen, sehr anspruchsvollen Profigärtner erarbeitet.
Bei der Besichtigung der Moorflächen legte Josef Gramann dar, wie Torfgewinnung und Moorschutz durchaus Hand in Hand gehen können. Er unterstrich, dass der Torfabbau in Deutschland ausschließlich auf landwirtschaftlich vorgenutzten Flächen erfolgt und dass durch die anschließend geleistete Renaturierungsarbeit der Torfunternehmen ökologisch wertvollere Flächen an den Naturschutz übergeben werden. Gramoflor mit seiner eigenen Methode einer verantwortlichen Torfgewinnung und Renaturierung im sog. „Ober-Unterfeldverfahren“ weist seit Jahren sehr gute Erfolge in der Wiederansiedlung hochmoortypischer Vegetation vor.
Im Laufe des informativen Austausches mit dem Minister warnte Josef Gramann vor einem radikalen Torfabbaustopp, wie er in der derzeit äußerst kontrovers diskutierten Überarbeitung des Landesraumordnungsprogramms (LROP) vorgesehen ist. „Trotz aller Forschungserfolge gibt es bei der Produktion von Pflanzen bisher keine qualitativ gleichwertige und ausreichend vorhandene Alternative zu Torf. Der Erwerbsgartenbau muss ihn auch zukünftig weiter einsetzen und ein Abbaustopp in Niedersachsen wird nur dazu führen, dass er vermehrt über lange Transportwege aus dem Baltikum geholt wird“.
Das Unternehmen Gramoflor steht zum Rohstoff Norddeutscher Torf, sieht aber auch die zwingende Notwendigkeit der Torfreduzierung. Der bewährte Rohstoff wird deshalb bereits in vielen Substraten anteilig durch möglichst nachwachsende und heimische Rohstoffe, wie z.B. Holzfasern und Grüngutkompost, ersetzt.
„Wir konnten Herrn Meyer hoffentlich einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit geben“, resümiert Josef Gramann den Besuch und ergänzt „Auch hoffen wir, dass Impulse aus dem gemeinsamen Nachmittag und vor allem auch das von NABU und IVG ausgearbeitete Konzept Einfluss auf das neue LROP nehmen werden.“
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Niedersachsen: Landwirtschaftsminister Meyer besucht Gramoflor
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (MdL, Grüne) und Gramoflor Geschäftsführer Josef Gramann haben ein gemeinsames Interesse: den Moorschutz. Jedoch verfolgen sie zwei konträre Ansätze: Der eine möchte zugunsten des Moor- und Klimaschutzes den Torfabbau möglichst schnell beenden und der andere sieht gerade in der Torfgewinnung eine Chance, bei uns in Niedersachsen wieder lebende Hochmoore zu entwickeln.
Bei einem über zweistündigen Besuch des Landwirtschaftsministers am 18.08.2015 konnte Josef Gramann diesem seine Sicht- und Arbeitsweise hautnah vorstellen. Christian Meyer, der in Begleitung von Uwe Bartels, Minister a. D. und Vorsitzender des Agrar und Ernährungsforums AEF, sowie weiteren Mitarbeitern des Landwirtschaftsministerium kam, lernte dabei die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum fertigen Hochleistungssubstrat für den Profigartenbau kennen. Besichtigt wurden einige Torfgewinnungs- und Renaturierungsflächen von Gramoflor im Vechtaer Moor sowie das Produktionswerk und die Forschung und Entwicklung, in der ein Team aus Gartenbauexperten Substratlösungen für den heutigen, sehr anspruchsvollen Profigärtner erarbeitet.
Bei der Besichtigung der Moorflächen legte Josef Gramann dar, wie Torfgewinnung und Moorschutz durchaus Hand in Hand gehen können. Er unterstrich, dass der Torfabbau in Deutschland ausschließlich auf landwirtschaftlich vorgenutzten Flächen erfolgt und dass durch die anschließend geleistete Renaturierungsarbeit der Torfunternehmen ökologisch wertvollere Flächen an den Naturschutz übergeben werden. Gramoflor mit seiner eigenen Methode einer verantwortlichen Torfgewinnung und Renaturierung im sog. „Ober-Unterfeldverfahren“ weist seit Jahren sehr gute Erfolge in der Wiederansiedlung hochmoortypischer Vegetation vor.
Im Laufe des informativen Austausches mit dem Minister warnte Josef Gramann vor einem radikalen Torfabbaustopp, wie er in der derzeit äußerst kontrovers diskutierten Überarbeitung des Landesraumordnungsprogramms (LROP) vorgesehen ist. „Trotz aller Forschungserfolge gibt es bei der Produktion von Pflanzen bisher keine qualitativ gleichwertige und ausreichend vorhandene Alternative zu Torf. Der Erwerbsgartenbau muss ihn auch zukünftig weiter einsetzen und ein Abbaustopp in Niedersachsen wird nur dazu führen, dass er vermehrt über lange Transportwege aus dem Baltikum geholt wird“.
Das Unternehmen Gramoflor steht zum Rohstoff Norddeutscher Torf, sieht aber auch die zwingende Notwendigkeit der Torfreduzierung. Der bewährte Rohstoff wird deshalb bereits in vielen Substraten anteilig durch möglichst nachwachsende und heimische Rohstoffe, wie z.B. Holzfasern und Grüngutkompost, ersetzt.
„Wir konnten Herrn Meyer hoffentlich einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit geben“, resümiert Josef Gramann den Besuch und ergänzt „Auch hoffen wir, dass Impulse aus dem gemeinsamen Nachmittag und vor allem auch das von NABU und IVG ausgearbeitete Konzept Einfluss auf das neue LROP nehmen werden.“
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