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LaGa Kirchheim: Großbaumverpflanzungen geglückt
Auf dem übrigen Gemeindegebiet wurden vier Bäume vermessen. Hier zeigt sich, dass die Kiefer am Geranienweg stark unter der Trockenheit im Sommer gelitten hat. Die Messwerte der anderen Bäume lieferten derweil gute Ergebnisse.
Wie gesund sind die Bäume in den Großstädten und in den umliegenden Ballungsräumen? Wann leiden sie unter Trockenstress? Mit welchen Maßnahmen können Kommunen gegensteuern? Diese und weitere Fragen möchte das junge Unternehmen „Treesense“ mit Sitz in München beantworten. Gemeinsam mit der Gemeinde Kirchheim b. München starteten die Gründer 2021 ein Pilotprojekt zur Erhebung der „Gesundheitsdaten“ von Bäumen. Da in Kirchheim 2024 die Bayerische Landesgartenschau stattfindet, lag es nahe, sowohl Baumarten im Gemeindegebiet, als auch auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau zu vermessen.
Baumgesundheit messen mit der „Treesense“-Technologie
Im November 2020 hatte die Gemeinde insgesamt 18 Großbäume von der Kreuzung „Kirchheimer Oval“, welche umgebaut wird, auf das Gelände der Landesgartenschau Kirchheim verpflanzen lassen. Fünf dieser Bäume stattete „Treesense“ im Dezember 2021 mit Sensoren aus: eine Kirsche in der Sphäre „Garten“, eine Stieleiche in der Sphäre „Wildnis“, eine Esche in der Sphäre „Wasser“ und jeweils eine Linde in den Sphären „Wiese“ und „Wald“. Knapp ein Jahr später liegt nun eine erste Auswertung vor: „Trotz unterschiedlicher Entwicklungen sind die betrachteten Bäume der Landesgartenschau in einem sehr guten Zustand“, heißt es in dem „Treesense“-Bericht.
Auf dem übrigen Gemeindegebiet wurden vier Bäume vermessen (eine Schwarzpappel an der Hauptstraße/Ecke Bajuwarenstraße, eine Stieleiche am Geranienweg, eine Kiefer am Geranienweg und eine Rotbuche an der Erdinger Straße). Hier zeigte sich, dass die Kiefer am Geranienweg stark unter der Trockenheit im Sommer gelitten hat. Die Messwerte der anderen Bäume lieferten derweil gute Ergebnisse.
Entsprechend positiv lautet das Fazit des ersten „Baumgesundheitsberichts“ für Kirchheim: „Sieben der neun mit unserer ,Treesense-Sensorik‘ ausgestatteten Bäume befinden sich in einem allgemein guten Zustand“, schreibt Projektleiter Giancarlo Foderá. Reaktionen auf Trockenstress und/oder Frost seien zwar teilweise erkennbar, lägen aber noch in einem vertretbaren Rahmen. Anders sehe es lediglich bei der Kirsche und der Kiefer aus. „Beide Baumarten zeigten Trockenstress – die Kiefer noch mehr als die Kirsche“, so Foderá. „In künftigen Hitzeperioden sollten sie daher gegebenenfalls zusätzlich bewässert werden.“
Für die Gemeinde Kirchheim und die Landesgartenschau Kirchheim liefern die Daten von „Treesense“ also wichtige Anhaltspunkte für den Schutz und die künftige Pflege der Bäume.„Unsere Daten belegen eindeutig, dass die verschiedenen Baumarten unterschiedlich gut mit langanhaltenden Hitzeperioden zurechtkommen“, betont Foderás Kollege Semir Babajić. Mit Blick auf die Messergebnisse können Gemeinde und Landesgartenschau ihre Pflegekonzepte nun weiter verfeinern.
Am Beispiel der Linde in der Sphäre „Wiese“ erläutert das Team von „Treesense“ die generierten Grafiken. „Die Grafik ist nahezu vollständig grün eingefärbt. Das bedeutet, dass die Linde allgemein einen guten Gesundheitszustand aufweist und auch die Hitzeperioden insgesamt gut vertragen hat. Im Juni und Juli wurden nur zwei Tage als kritisch klassifiziert (rot). Ein Zustand im gelben Bereich war laut „Treesense“ angesichts der langanhaltenden Hitzephasen in diesem Sommer zu erwarten gewesen. Erwähnenswert ist laut „Treesense“ auch, dass „die umliegenden Baustellen der Landesgartenschau offensichtlich keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Baumes hatten. Man könnte sogar argumentieren, dass die Bewässerung für die neu gepflanzten Bäume auf der umliegenden Fläche auch einen positiven Einfluss auf die Linde hatte. Das lässt sich aus den positiven Entwicklungen der Kurve in den Hitzemonaten schließen“.
Pflanzkonzept der Landesgartenschau als Antwort auf den Klimawandel
Für die Bayerische Landesgartenschau Kirchheim 2024 stand der Umgang mit Trockenheit bei den Pflanzungen im neuen Ortspark von Anfang an an erster Stelle. „Wir setzen bei unseren Neupflanzungen auf eine Kombination aus heimischen Baumarten und sogenannten Klimabäumen“, erklärt Geschäftsführer Maximilian Heyland. „Letztere sind den unterschiedlichen Herausforderungen des Klimawandels besonders gut gewachsen.“
Bei den Ausstellungsbeiträgen der Gartenschau im Jahr 2024 setzt sich unter anderen der Beitrag der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinander. Der „Garten der Zukunft“ zeigt auf, welche Herausforderungen bis 2050 auf die heimische Vegetation zukommen werden und welche Sorten und Arten der zunehmenden Trockenheit besonders gewachsen sind. (LaGa Kirchheim)
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LaGa Kirchheim: Großbaumverpflanzungen geglückt
Auf dem übrigen Gemeindegebiet wurden vier Bäume vermessen. Hier zeigt sich, dass die Kiefer am Geranienweg stark unter der Trockenheit im Sommer gelitten hat. Die Messwerte der anderen Bäume lieferten derweil gute Ergebnisse.
Wie gesund sind die Bäume in den Großstädten und in den umliegenden Ballungsräumen? Wann leiden sie unter Trockenstress? Mit welchen Maßnahmen können Kommunen gegensteuern? Diese und weitere Fragen möchte das junge Unternehmen „Treesense“ mit Sitz in München beantworten. Gemeinsam mit der Gemeinde Kirchheim b. München starteten die Gründer 2021 ein Pilotprojekt zur Erhebung der „Gesundheitsdaten“ von Bäumen. Da in Kirchheim 2024 die Bayerische Landesgartenschau stattfindet, lag es nahe, sowohl Baumarten im Gemeindegebiet, als auch auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau zu vermessen.
Baumgesundheit messen mit der „Treesense“-Technologie
Im November 2020 hatte die Gemeinde insgesamt 18 Großbäume von der Kreuzung „Kirchheimer Oval“, welche umgebaut wird, auf das Gelände der Landesgartenschau Kirchheim verpflanzen lassen. Fünf dieser Bäume stattete „Treesense“ im Dezember 2021 mit Sensoren aus: eine Kirsche in der Sphäre „Garten“, eine Stieleiche in der Sphäre „Wildnis“, eine Esche in der Sphäre „Wasser“ und jeweils eine Linde in den Sphären „Wiese“ und „Wald“. Knapp ein Jahr später liegt nun eine erste Auswertung vor: „Trotz unterschiedlicher Entwicklungen sind die betrachteten Bäume der Landesgartenschau in einem sehr guten Zustand“, heißt es in dem „Treesense“-Bericht.
Auf dem übrigen Gemeindegebiet wurden vier Bäume vermessen (eine Schwarzpappel an der Hauptstraße/Ecke Bajuwarenstraße, eine Stieleiche am Geranienweg, eine Kiefer am Geranienweg und eine Rotbuche an der Erdinger Straße). Hier zeigte sich, dass die Kiefer am Geranienweg stark unter der Trockenheit im Sommer gelitten hat. Die Messwerte der anderen Bäume lieferten derweil gute Ergebnisse.
Entsprechend positiv lautet das Fazit des ersten „Baumgesundheitsberichts“ für Kirchheim: „Sieben der neun mit unserer ,Treesense-Sensorik‘ ausgestatteten Bäume befinden sich in einem allgemein guten Zustand“, schreibt Projektleiter Giancarlo Foderá. Reaktionen auf Trockenstress und/oder Frost seien zwar teilweise erkennbar, lägen aber noch in einem vertretbaren Rahmen. Anders sehe es lediglich bei der Kirsche und der Kiefer aus. „Beide Baumarten zeigten Trockenstress – die Kiefer noch mehr als die Kirsche“, so Foderá. „In künftigen Hitzeperioden sollten sie daher gegebenenfalls zusätzlich bewässert werden.“
Für die Gemeinde Kirchheim und die Landesgartenschau Kirchheim liefern die Daten von „Treesense“ also wichtige Anhaltspunkte für den Schutz und die künftige Pflege der Bäume.„Unsere Daten belegen eindeutig, dass die verschiedenen Baumarten unterschiedlich gut mit langanhaltenden Hitzeperioden zurechtkommen“, betont Foderás Kollege Semir Babajić. Mit Blick auf die Messergebnisse können Gemeinde und Landesgartenschau ihre Pflegekonzepte nun weiter verfeinern.
Am Beispiel der Linde in der Sphäre „Wiese“ erläutert das Team von „Treesense“ die generierten Grafiken. „Die Grafik ist nahezu vollständig grün eingefärbt. Das bedeutet, dass die Linde allgemein einen guten Gesundheitszustand aufweist und auch die Hitzeperioden insgesamt gut vertragen hat. Im Juni und Juli wurden nur zwei Tage als kritisch klassifiziert (rot). Ein Zustand im gelben Bereich war laut „Treesense“ angesichts der langanhaltenden Hitzephasen in diesem Sommer zu erwarten gewesen. Erwähnenswert ist laut „Treesense“ auch, dass „die umliegenden Baustellen der Landesgartenschau offensichtlich keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Baumes hatten. Man könnte sogar argumentieren, dass die Bewässerung für die neu gepflanzten Bäume auf der umliegenden Fläche auch einen positiven Einfluss auf die Linde hatte. Das lässt sich aus den positiven Entwicklungen der Kurve in den Hitzemonaten schließen“.
Pflanzkonzept der Landesgartenschau als Antwort auf den Klimawandel
Für die Bayerische Landesgartenschau Kirchheim 2024 stand der Umgang mit Trockenheit bei den Pflanzungen im neuen Ortspark von Anfang an an erster Stelle. „Wir setzen bei unseren Neupflanzungen auf eine Kombination aus heimischen Baumarten und sogenannten Klimabäumen“, erklärt Geschäftsführer Maximilian Heyland. „Letztere sind den unterschiedlichen Herausforderungen des Klimawandels besonders gut gewachsen.“
Bei den Ausstellungsbeiträgen der Gartenschau im Jahr 2024 setzt sich unter anderen der Beitrag der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinander. Der „Garten der Zukunft“ zeigt auf, welche Herausforderungen bis 2050 auf die heimische Vegetation zukommen werden und welche Sorten und Arten der zunehmenden Trockenheit besonders gewachsen sind. (LaGa Kirchheim)
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