Innovationssuche: Was macht man aus Tomatenstielen?

Auf der Suche nach der optimalen Kreislaufwirtschaft stellt sich den Tomatengärtnern in den Niederlanden die Frage, „was tun mit den abgeernteten Tomatenstielen“?

Maurice Wubben stellte beim "Summer of Innovation" Produkte aus Tomatenstengeln vor. Bild: GABOT.

Die Grundidee, alles zu verwenden bzw. zu recyceln, was im Produktionsprozess anfällt, ist nicht neu. In der Tomatenproduktion fallen nach dem kompletten Abernten der Früchte die Pflanzen an, Blätter, aber vor allem auch die Tomatenstiele. Was kann man damit machen? Dass sich die Tomatenfasern aus den Stielen verarbeiten lassen, ist schon seit längerem bekannt und so konnte schon vor einigen Jahren Papier, bzw. Karton aus diesem Reststoff hergestellt werden. Doch ist noch mehr möglich?

Im Rahmen des "Summer of Innovation" im World Horti Center in Naaldwijk stellte Biobased Greenport West-Holland nun neue Möglichkeiten vor. „Kompostieren geht natürlich immer“, sagt Maurice Wubben bei der Vorstellung der neuen Innovationen, „Papier und Karton natürlich inzwischen auch. Doch Papier und Karton aus Tomatenfasern sind im Prinzip aktuell noch zu teuer, so dass sie sich im Wettbewerb am Markt nur schwer durchsetzen“. Deswegen suchte man nach anderen Produkten, die sich aus Tomatenfasern erstellen lassen und wurde fündig: Eine Art textiler Stoff konnte entwickelt werden und ein neuartiges lederähnliches Material. Diese Produkte sollen nun weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht werden.

Der Biobased Greenport West-Holland ist eine Netzwerkorganisation von Unternehmen, Wissens- und Kettenpartnern, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam arbeitet man an der Verwirklichung und Stärkung der zirkulären Bioökonomie im Gartenbau.

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Auf der Suche nach der optimalen Kreislaufwirtschaft stellt sich den Tomatengärtnern in den Niederlanden die Frage, „was tun mit den abgeernteten Tomatenstielen“?

Maurice Wubben stellte beim "Summer of Innovation" Produkte aus Tomatenstengeln vor. Bild: GABOT.

Die Grundidee, alles zu verwenden bzw. zu recyceln, was im Produktionsprozess anfällt, ist nicht neu. In der Tomatenproduktion fallen nach dem kompletten Abernten der Früchte die Pflanzen an, Blätter, aber vor allem auch die Tomatenstiele. Was kann man damit machen? Dass sich die Tomatenfasern aus den Stielen verarbeiten lassen, ist schon seit längerem bekannt und so konnte schon vor einigen Jahren Papier, bzw. Karton aus diesem Reststoff hergestellt werden. Doch ist noch mehr möglich?

Im Rahmen des "Summer of Innovation" im World Horti Center in Naaldwijk stellte Biobased Greenport West-Holland nun neue Möglichkeiten vor. „Kompostieren geht natürlich immer“, sagt Maurice Wubben bei der Vorstellung der neuen Innovationen, „Papier und Karton natürlich inzwischen auch. Doch Papier und Karton aus Tomatenfasern sind im Prinzip aktuell noch zu teuer, so dass sie sich im Wettbewerb am Markt nur schwer durchsetzen“. Deswegen suchte man nach anderen Produkten, die sich aus Tomatenfasern erstellen lassen und wurde fündig: Eine Art textiler Stoff konnte entwickelt werden und ein neuartiges lederähnliches Material. Diese Produkte sollen nun weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht werden.

Der Biobased Greenport West-Holland ist eine Netzwerkorganisation von Unternehmen, Wissens- und Kettenpartnern, Regierungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam arbeitet man an der Verwirklichung und Stärkung der zirkulären Bioökonomie im Gartenbau.

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