Gräser der Extreme: Bambus

Kein Baum, kein Strauch – Bambus ist ein Gras, wie der Mais, der Weizen und unsere Wiesengräser. Und doch ist Bambus ein Gras der Extreme.Der Zwerg der Familie, Pleioblastus pygmaeus, ist mit seinen 10 bis 40 cm der kleinste Vertreter. Die Giganten können 28 m und mehr erreichen und das bei einem Rhizomgeflecht, das, ob Gigant oder Zwerg, nicht tiefer als 60 cm geht – ein statisches Phänomen.

 

Die Wuchskraft der Sprossen kann 1m pro Tag betragen, man könnte dabei zuschauen. So wurde z.B. Phyllostachys pubescens für Hinrichtungen benutzt – er wuchs einfach durch die angepflockten Menschen hindurch.

 

Winterhart sind viele Sorten. Für unsere Breitengrade ist Phyllostachys nuda der winterhärteste. Bei minus 28° wird dann erst das Blattwerk angegriffen, aber die Rhizome sind noch nicht geschädigt.

 

Wie viele Gräser ist auch der Bambus ausläufertreibend, deshalb muss er mit einer Rhizombarriere, 70 cm tief, eingegrenzt werden.

 

Selbst als Nutzholz oder als kulinarischer Genuss hält der Bambus Einzug in Deutschland. Die Zwerg- und kleinen Bambussorten werden gerne als Grünteppich, Rasenersatz, Beeteinfassung, kleine Hecke oder Einzelbusch genutzt. Die Färbung der Blätter von grün bis weiß, creme, gelb panaschiert, und ihre Größe bis zu 50 cm, bringt bei diesen Sorten den Effekt für die Pflanzung.

 

Der mittlere und große Bambus bezaubert durch die Halmfärbung; die Spielarten sind vielfältig – von grün bis bläulich, leuchtend gelb, schwarz, grün mit gelben Streifen, gelb mit grünen Streifen oder mit weißem Talg bereift.

 

Die bis unten belaubten Sorten werden gerne als Sichtschutz oder Hecke genutzt, da sie wenig arbeitsintensiv sind. Selbst die geometrischen Formen müssen nur 1 bis 2 mal im Jahr geschnitten werden.

 

Bambus fasziniert durch die Leichtigkeit des immergrünen Blattwerks und der Festigkeit seiner Halme. Im Zusammenspiel mit Wasser, Staude und Stein ist er zum unverzichtbaren Element für viele Gärten geworden.

 

Ein extremes Gras - eine Alternative für jeden Garten. (SDy)

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Kein Baum, kein Strauch – Bambus ist ein Gras, wie der Mais, der Weizen und unsere Wiesengräser. Und doch ist Bambus ein Gras der Extreme.Der Zwerg der Familie, Pleioblastus pygmaeus, ist mit seinen 10 bis 40 cm der kleinste Vertreter. Die Giganten können 28 m und mehr erreichen und das bei einem Rhizomgeflecht, das, ob Gigant oder Zwerg, nicht tiefer als 60 cm geht – ein statisches Phänomen.

 

Die Wuchskraft der Sprossen kann 1m pro Tag betragen, man könnte dabei zuschauen. So wurde z.B. Phyllostachys pubescens für Hinrichtungen benutzt – er wuchs einfach durch die angepflockten Menschen hindurch.

 

Winterhart sind viele Sorten. Für unsere Breitengrade ist Phyllostachys nuda der winterhärteste. Bei minus 28° wird dann erst das Blattwerk angegriffen, aber die Rhizome sind noch nicht geschädigt.

 

Wie viele Gräser ist auch der Bambus ausläufertreibend, deshalb muss er mit einer Rhizombarriere, 70 cm tief, eingegrenzt werden.

 

Selbst als Nutzholz oder als kulinarischer Genuss hält der Bambus Einzug in Deutschland. Die Zwerg- und kleinen Bambussorten werden gerne als Grünteppich, Rasenersatz, Beeteinfassung, kleine Hecke oder Einzelbusch genutzt. Die Färbung der Blätter von grün bis weiß, creme, gelb panaschiert, und ihre Größe bis zu 50 cm, bringt bei diesen Sorten den Effekt für die Pflanzung.

 

Der mittlere und große Bambus bezaubert durch die Halmfärbung; die Spielarten sind vielfältig – von grün bis bläulich, leuchtend gelb, schwarz, grün mit gelben Streifen, gelb mit grünen Streifen oder mit weißem Talg bereift.

 

Die bis unten belaubten Sorten werden gerne als Sichtschutz oder Hecke genutzt, da sie wenig arbeitsintensiv sind. Selbst die geometrischen Formen müssen nur 1 bis 2 mal im Jahr geschnitten werden.

 

Bambus fasziniert durch die Leichtigkeit des immergrünen Blattwerks und der Festigkeit seiner Halme. Im Zusammenspiel mit Wasser, Staude und Stein ist er zum unverzichtbaren Element für viele Gärten geworden.

 

Ein extremes Gras - eine Alternative für jeden Garten. (SDy)

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