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Werkstatt im Gartenbaubetrieb: Welche Elektrowerkzeuge sich für die Instandhaltung wirklich rechnen
Holz und Befestigung: Hier fällt die meiste Arbeit an
Der größte Teil der Reparaturen betrifft Holz. Pflanztische, Kisten, Stellagen, Zaunfelder und Rankgerüste müssen regelmäßig ausgebessert oder neu gebaut werden. Wer jede Latte von Hand nagelt, braucht pro Verbindung mehrere Schläge, und bei einigen hundert Verbindungen pro Woche kommt einiges zusammen. Eine Nagelpistole setzt den Nagel in einem Zug. Die zweite Hand bleibt am Werkstück, und das Holz spaltet seltener.
Der Aufwand lohnt sich dort, wo gleichartige Teile in Serie entstehen, etwa bei Versandkisten vor dem Frühjahrsgeschäft. Für einzelne Reparaturen vor Ort reicht oft ein Akkuschrauber, mit dem sich Verbindungen auch wieder lösen lassen. Beide Geräte ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.
Schneiden, Bohren, Schleifen: Das gehört diesbezüglich in jede Werkstatt
Rostige Stahlstellagen, Befestigungen in Betonfundamenten, zugeschnittene Kantholzstücke sind alles Themen, wofür es Winkelschleifer, Bohrhammer und Handkreissäge braucht. Hier zahlt sich Qualität aus, weil die Geräte im Betrieb deutlich härter arbeiten. Ein Gehäuse, das nach zwei Saisons Risse zeigt, ist am Ende sonst doch teurer als das Profigerät.
Sinnvoll ist ein einheitliches Akkusystem. Wenn Akkus und Ladegeräte zu allen Maschinen passen, sinken die Kosten für Ersatzteile, und niemand sucht morgens nach dem passenden Akku für den Schrauber.
Was sich nicht rechnet
Spezialgeräte, die einmal im Jahr laufen, gehören nicht in die Werkstatt. Ein großes Schweißgerät etwa steht meist länger im Regal, als es arbeitet. Für solche Fälle ist die Miete beim Händler oder ein Auftrag an einen Metallbauer dann doch günstiger. Eine einfache Rechnung hilft bei der Entscheidung: Anschaffungspreis geteilt durch die voraussichtlichen Einsatzstunden in drei Jahren, verglichen mit dem Mietpreis pro Tag.
Prüfpflicht: Auch die Werkstatt unterliegt Regeln
Elektrowerkzeuge zählen zu den ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln. Nach der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Vorschrift 3 müssen sie regelmäßig auf ihren sicheren Zustand geprüft werden, und zwar von einer Elektrofachkraft oder einer entsprechend unterwiesenen Person. Die Fristen legt der Betrieb in der Gefährdungsbeurteilung fest. Dabei spielen Einsatzbedingungen und Fehlerquote bei früheren Prüfungen eine Rolle. Wichtig sind die Dokumentation und ein klarer Umgang mit defekten Geräten: Was Schäden zeigt, wird aus dem Verkehr gezogen.
Im Gartenbau ist die zuständige Berufsgenossenschaft in der Regel die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Sie stellt Themenhefte und Betriebsanweisungen für Werkstattbereiche bereit, die sich direkt für Unterweisungen nutzen lassen.
Förderung nicht verschenken
Die SVLFG bezuschusst in wechselnden Aktionen ausgewählte Produkte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In früheren Jahren gehörten dazu zum Beispiel Akkuscheren.
Wichtig ist, den Antrag vor dem Kauf zu stellen, denn nachträglich gibt es in der Regel keinen Zuschuss.
Die richtige Reihenfolge bei der Anschaffung
Wer eine Werkstatt neu aufbaut oder aufrüstet, beginnt am besten mit den Geräten, die am häufigsten laufen. Das sind meist Akkuschrauber und Bohrmaschine. Danach folgen Winkelschleifer und Säge, und erst dann kommen Geräte für die Serienfertigung wie der Nagler. Jedes Gerät sollte eine konkrete Aufgabe im Betrieb haben, die sich benennen lässt. Was diese Frage nicht besteht, bleibt lieber im Katalog.





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