Streuobstbau: Staatsmedaille in Gold für Martina Hörmann

Für ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz um den Erhalt der Streuobstwiesen, den Naturschutz und den ländlichen Raum wird Martina Hörmann mit der Staatsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Der Verein Hochstamm Deutschland e. V. gratuliert seiner Gründerin und Wegbereiterin von Herzen.

Am 2. Oktober 2026 überreichte die Ministerin für Landwirtschaft, Ländlichen Raum und Heimat, Marion Gentges MdL (dritte von rechts) die Staatsmedaille in Gold an Martina Hörmann (vierte von rechts). Mit dabei: Ministerialdirektorin Isabel Kling, die beiden Weinhoheiten aus Hohenlohe und weitere Geehrte. Bild: Hochstamm Deutschland.

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Sie ist eine prägende Persönlichkeit des Streuobstbaus in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus: Martina Hörmann bekam am 2. Oktober 2026 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart die Staatsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg durch Ministerin Marion Gentges MdL verliehen. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat würdigt mit der Medaille herausragenden Verdienste um den Naturschutz, den ländlichen Raum sowie die Land- und Forstwirtschaft.

Der Verein Hochstamm Deutschland e. V. ist begeistert von dieser Auszeichnung. Martina Hörmann gehört zu den Wegbereiterinnen und Mitgründerinnen des Vereins, den sie von 2018 bis 2024 als 1. Vorsitzende leitete und heute als 2. Vorsitzende aktiv mitgestaltet – alles ehrenamtlich. Ole Klann, 1. Vorsitzender von Hochstamm Deutschland e. V., gratuliert im Namen des gesamten Vereins: „Martina Hörmann hat den Streuobstbau in Baden-Württemberg wie auch über die Landesgrenzen hinweg mit ihrer Energie, ihrem Fachwissen und ihrer klaren Haltung nachhaltig geprägt. Sie versteht es wie kaum eine andere, Naturschutz, Politik und die praktische Arbeit vor Ort zusammenzubringen und in Netzwerken zu denken. Ohne ihre Arbeit gäbe es unseren Verein heute so nicht. Die Staatsmedaille in Gold ist die verdiente Anerkennung für ihr herausragendes Engagement.“

Von der Praxis bis zur Politik: ein Leben für die Kulturlandschaft

Die diplomierte Landschaftspflegerin (FH) verbindet seit Jahrzehnten praktische Arbeit, wissenschaftliche Gutachten und tische Beratung. Als Erfinderin des „Landesweiten Streuobsttages Baden-Württemberg“ schuf sie den erfolgreichsten regelmäßigen Fachkongress der Branche in Deutschland. Zudem erarbeitete sie richtungsweisende Strategien und Gutachten für verschiedene Bundesländer und Landkreise, um Ideen für die Weiterentwicklung von Streuobstwiesen zu geben. Doch Martina Hörmann brennt ebenso für die Praxis vor Ort: Als zertifizierte Ausbilderin schulte sie hunderte Fachwartinnen und Fachwarte Baumschnitt, verfasste Praxisbroschüren für Groß und Klein und initiierte erfolgreiche regionale Vermarktungsprojekte.

Streuobstwiesen als Erbe und Zukunft

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Dass sie heute wieder als Kulturgut wahrgenommen werden, ist auch das Verdienst von Menschen wie Martina Hörmann. Mit der Mitgründung von Hochstamm Deutschland e. V. schuf sie mit ihren Mitstreitern eine bundesweite Plattform, um Kräfte zu bündeln und dem Streuobstbau eine Zukunft zu geben. Unter der Führung von Martina Hörmann hat Hochstamm Deutschland e. V. unter anderem den erfolgreichen Antrag zur Aufnahme des Streuobstanbaus in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland gestellt und Qualitäts- und Herkunftszeichen 100% Streuobst entwickelt.

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