Klasmann-Deilmann: Eigene Wärmeversorgung

Die Klasmann-Deilmann GmbH hat am Standort Sedelsberg die erste eigene Holzhackschnitzelheizung in Betrieb genommen. Der Brennstoff stammt aus eigener Holzproduktion. Umgesetzt wurde das Pilotprojekt im Zuge der sukzessiven Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung.

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Die Klasmann-Deilmann GmbH hat am Standort Sedelsberg die erste eigene Holzhackschnitzelheizung in Betrieb genommen. Der Brennstoff stammt aus eigener Holzproduktion. Umgesetzt wurde das Pilotprojekt im Zuge der sukzessiven Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung.

Die Klasmann-Deilmann GmbH nimmt die Energieversorgung ihrer Standorte in Deutschland unter eigene Regie. In Zukunft sollen sich alle Betriebsstätten auf Basis nachhaltiger Energiequellen selbst mit Strom und Wärme versorgen können. Der erste wichtige Schritt in diesem Zusammenhang war die Errichtung einer Holzhackschnitzelheizung mit einer Nennleistung von 440 kW, die jetzt am Standort Sedelsberg offiziell in Betrieb genommen wurde. Die hier verwendeten Holzhackschnitzel stammen aus eigenen Flächen sowie von Resthölzern aus der Kompostierung. „Die Umstellung von Erdöl und Erdgas auf Holz ist wirtschaftlich“, erläutert Moritz Böcking, Geschäftsführer von Klasmann-Deilmann. „Sie spart jedes Jahr 40% Energie bzw. 250 t. CO2 ein und erhöht damit die Nachhaltigkeit des Werkes Nord.“

Im Zuge der Umrüstung durch das Fachunternehmen Voss wurden ein neues Nahwärmenetz mit einer verlustminimierten Isolierung sowie regelbare Heizungsverteiler mit Effizienzpumpen installiert. Darüber hinaus erfolgt die Wärmeversorgung des Fabrikgebäudes fortan über Lufterhitzer, die die bislang genutzten Ölbrenner ersetzen. Durch die Umstellung auf Nachwachsende Rohstoffe sowie die zusammenhängende Regelung des gesamten Heizsystems werden Energieeinsparungen von etwa 480.000 kWh pro Jahr erwartet. Das Pilotprojekt zählt zum Maßnahmenkatalog einer strategischen Neuausrichtung, mit der Klasmann-Deilmann sich auf die Anforderungen einer nachhaltigen Unternehmensführung einstellt.

"Produktion und Vertrieb von Kultursubstraten werden auch zukünftig ein zentrales Standbein bleiben“, so Böcking. „Parallel dazu übertragen wir unser umfassendes Know-how auf den neuen Geschäftsbereich für Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien. Auf diese Weise stellen wir uns den Kriterien und stetig wachsenden Anforderungen einer nachhaltigen Unternehmensführung.“

Bereits heute baue Klasmann-Deilmann schnell wachsende Baumarten im Kurzumtrieb an und produziere daraus NawaRo-Brennstoffe für kommunale Kraftwerke, so Böcking. Vor diesem Hintergrund sei die Umstellung auf Erneuerbare Energien am Standort Sedelsberg ein folgerichtiger Schritt gewesen, dem weitere folgen werden. „Auf diesem Gebiet wollen wir kräftig wachsen“, sagt Böcking. „Wir haben diverse weitere Projekte im Gesamtspektrum Biomasse und Energieversorgung in der Pipeline.“

Hubert Frye, hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Saterland, lobte das Engagement von Klasmann-Deilmann hinsichtlich der Nutzung Erneuerbarer Energien. In seiner Ansprache anlässlich der Inbetriebnahme der Holzhackschnitzelheizung führte Frye aus: „Die Anlage ist ökonomisch und ökologisch richtungweisend – auch im Hinblick auf den nachhaltigen Ersatz von fossilen Brennstoffen durch nachwachsende Rohstoffe, die unbegrenzt zur Verfügung stehen.“ Angesichts der jüngsten politischen Bestrebungen, zukünftig keine Torfabbaugenehmigungen mehr zu erteilen, fügte Frye hinzu, dass diese Zielsetzung „wenig fachlich fundiert erscheint, zumal heute ohnehin nur noch landwirtschaftlich vorgenutzte Flächen beantragt werden.“ (Klasmann-Deilmann)  

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