Weihnachtsbäume: Trotz Dürre stabile Preise

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald teilt mit, dass die Dürre der letzten Jahre kaum Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Weihnachtsbäumen hat.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald teilt mit, dass die Dürre der letzten Jahre kaum Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Weihnachtsbäumen hat. Bild: GABOT.

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Die Dürre der letzten beiden Jahre hat bisher noch kaum Auswirkungen auf die diesjährigen Weihnachtsbaumpreise. Jeder Haushalt wird einen schönen Weihnachtsbaum kaufen können. Diese gute Nachricht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) dürfte die Millionen Menschen, die diese Tradition pflegen, erfreuen.

Die Ausfälle betreffen vor allem die dies- und letztjährigen Neuanpflanzungen, die aber erst in acht Jahren verkauft würden. Die bisherigen Schäden sind regional sehr verschieden. Allerdings hat die Trockenheit zu helleren Farben bei den größeren Weihnachtsbäumen geführt. Außerdem haben teilweise die Bäume die älteren, inneren Nadeln abgeworfen, um ihre Verdunstung zu verringern (Nadelinnenschütte). Trotzdem kann wohl der Markt 2019 ausreichend bedient werden.

Die Preise für die 23 bis 26 Mio. Weihnachtsbäume werden deshalb stagnieren oder nur leicht steigen. Fachleute rechnen mit 50 Cent bis einem Euro pro Meter. Das betrifft vor allem die nicht nadelnde Nordmanntanne, den mit über 80% weiterhin mit Abstand beliebtesten Weihnachtsbaum. Jeder Meter wird im Durchschnitt 18 bis 24 Euro kosten.

Angesichts der aktuellen Klimadiskussion ist es verständlich, dass auch der Weihnachtsbaum auf den Prüfstand gestellt wird. Weihnachten mit seinen Traditionen ist jedoch tief in unserer Kultur verwurzelt und das größte Fest des Jahres. Aber nicht nur deshalb kann der Weihnachtsbaum nach Meinung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) punkten.

Beachtet man beim Kauf noch einige Aspekte, ist er fast klimaneutral. In seinen acht Lebensjahren entzieht er der Atmosphäre beim Wachsen stetig CO2 entzogen und produziert Sauerstoff. Die Herstellung eines Weihnachtsbaumes läuft somit nahezu CO2-neutral. Kauft man einen regionalen Baum - wie die SDW empfiehlt -, ergeben sich auch beim Transport nur relativ geringe Emissionen. Perfekt ist natürlich ein Weihnachtsbaum mit einem Siegel wie Bioland, FSC, PEFC oder Naturland, das garantiert, dass er ohne Unkrautvernichtungs-mittel herangewachsen ist.

Für jeden Weihnachtsbaum werden in den Kulturen neue angepflanzt. Landet der Baum nach dem Fest auf dem Kompost oder im Kamin, wird zwar wieder CO2 freigesetzt, jedoch nur so viel, wie er zuvor gebunden hatte. Der regionale, pestizidfreie Weihnachtsbaum ist somit vermutlich noch das klimafreundlichste Ritual am gesamten Weihnachtsfest. Geschenke, Geschenkpapier und nicht zuletzt das Weihnachtsessen sollten nach Meinung der SDW eher auf ihre CO2-Bilanz hin untersucht und dementsprechend ausgewählt werden.

Die Alternative, ein Plastikbaum hat wegen des Energieeinsatzes bei der Produktion, des Transportes und der Entsorgung eine wesentlich schlechtere Ökobilanz und endet irgendwann als Plastikmüll. Vier von fünf Plastiktannen werden aus Fernost importiert. (SWD)

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