VGB: Hohe Preise vor den Muttertagen

Der niederländische Exportwert von Blumen und Pflanzen ist im vergangenen Monat April um 10% auf 684 Mio. Euro stark gestiegen. Der April hatte zwei Handelstage mehr als im letzten Jahr.

Die Rose ist nach wie vor das beliebteste Geschenk zum Muttertag. Bild: GABOT.

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Die Händler blicken mit Zufriedenheit auf die Exportnachfrage vor dem Muttertag zurück. „Dieser Aufschwung ist gut für die Händler, da der Exportwert von Blumen und Pflanzen bis letztes Jahr sieben Quartale in Folge geschrumpft ist“, sagt Matthijs Mesken, Direktor des VGB.

Vorbereitung auf den Muttertag

Der britische Muttertag fiel in diesem Jahr recht früh auf den 10. März. Am Sonntag, dem 5. Mai, wurde der Muttertag u. a. in Spanien, Portugal, Rumänien und Ungarn gefeiert. In den meisten Absatzländern fällt der Muttertag auf den zweiten Sonntag im Mai, darunter auch in den wichtigsten Ländern: Deutschland, Belgien, Italien und den Vereinigten Staaten. Der polnische, schwedische und französische Muttertag wird am Sonntag, dem 26. Mai, begangen.

„Insbesondere für Frankreich erhoffen wir uns eine Belebung des Absatzes, denn der Markt schrumpft von Jahr zu Jahr stark. Der Grund dafür ist, dass Frankreich selbst mehr Blumen aus Afrika und Südamerika importiert, aber auch mehr Pflanzen aus Spanien und Italien zum Beispiel. Wir wissen auch, dass der französische Verbraucher einheimische Produkte mag", sagt Matthijs Mesken.

Kenia und Äthiopien

Ein weiteres Problem war die Verfügbarkeit von Blumen aus Kenia und Äthiopien. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen dort waren die Mengen geringer, was zu höheren Einkaufspreisen führte. Die Einkaufspreise waren auch am vergangenen Freitag hoch, weil an Christi Himmelfahrt keine Blumen versteigert wurden.

Handel nach Großbritannien vorerst nur spärlich geprüft

Der für den Monat April erwartete (große) Anstieg der Pflanzenverkäufe nach Großbritannien ist nicht eingetreten. Der "Hamster-Effekt" blieb aus, obwohl die britischen Behörden ankündigten, ab dem 30. April alle Pflanzen und fünf Blumensorten bei der Ankunft in den Häfen zu kontrollieren.

Starke Lobby

„Als Wirtschaftsverband war der VGB in den letzten Monaten sehr aktiv, um den Handel darüber zu informieren und ihn aufzufordern, sich auf die angekündigten Inspektionen an der britischen Grenze vorzubereiten. Gegenüber den britischen Behörden hat der VGB nachdrücklich darauf gedrängt, die Inspektionen zu überdenken. Der VGB war und ist der Meinung, dass die Kapazitäten zur Durchführung dieser Kontrollen völlig unzureichend sind. Außerdem seien die digitalen Systeme erst seit vierzehn Tagen in Betrieb und funktionierten noch nicht richtig.

Jedes Jahr werden Blumen und Pflanzen im Wert von fast 1 Mrd. Euro nach Großbritannien geliefert, was einem Anteil von 15% am gesamten Exportumsatz entspricht. "Wir sind daher erleichtert, dass die britischen Behörden vorerst nur spärliche Kontrollen durchführen, um Staus an der Grenze zu vermeiden. Wir werden dies weiterhin genau beobachten", sagte Matthijs Mesken.

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