Überlingen: Tourismusmanget am Bodensee

Am 23 April startet der Landesgartenschau Überlingen 2020. Sie wird 179 Tage lang mit spektakulären Inszenierungen auf dem Wasser das touristische Highlight 2020 am Bodensee sein.

Schwimmende Gärten im Ausstellungsbereich Villengärten. Bild: DREISEITLconsulting.

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„1250. Stadtjubiläum, 40 Jahre Landesgartenschauen in Baden-Württemberg und dann noch die erste Landesgartenschau, die unmittelbar am Bodensee stattfindet – das sind gleich drei Gründe, um in diesem Jahr nach Überlingen zu fahren. Der Bodensee bietet nicht nur eine traumhaft schöne Kulisse, er ist selbst Teil der Landesgartenschau. Die Landesgartenschau wird 2020 sicherlich ein herausragender Besuchermagnet in BadenWürttemberg sein,“ sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, bei der Pressekonferenz auf der CMT in Stuttgart.

Im Jahr 2010 bekam Überlingen den Zuschlag für die Landesgartenschau 2020. Nach freiwilligem Bürgerentscheid 2013, intensiven Bürgerbeteiligungsprozessen und einem Bauablauf nach Maß sind es nur noch Wochen bis zum Start der ersten Landesgartenschau am Bodensee am 23. April. Sie wird 179 Tage lang mit spektakulären Inszenierungen auf dem Wasser das touristische Highlight 2020 am Bodensee sein und viele neue Akzente setzen, die es bislang bei Gartenschauen nicht gab, unter anderem mit der Seebühne, den Schwimmenden Gärten, einer eigenen Schiffsanlegestelle oder dem Kirchenschiff.

Tourismussaison verlängern

Vor allem aber wird die Landesgartenschau für Generationen Bleibendes hinterlassen durch neue Daueranlagen wie den Uferpark, der mit der Gartenschau eingeweiht wird. Und es werden zwei neugestaltete innerstädtische Gärten erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die bislang hinter Stadtmauern weitestgehend verborgen waren. Durch die Neugestaltung der Villengärten mit Pflanzenhaus direkt am Bodenseeufer entsteht zudem eine neue touristische Attraktion, die Überlingen auch außerhalb der Hauptsaison interessant macht.

Oberbürgermeister Jan Zeitler: „Der hohe Freizeitwert Überlingens wird von Gästen aus nah und fern geschätzt und macht unsere Stadt mit ihren idyllisch gelegenen Ortsteilen zu einem attraktiven Wohn- und Urlaubsort. In einer der schönsten Regionen Deutschlands treffen Tourismus und Wirtschaftskraft aufeinander. Wer Überlingen kennt, weiß, dass diese Stadt viele lebens- und liebenswerte Facetten hat. Und damit dies auch in Zukunft so bleibt, haben wir mit der Landesgartenschau 2020 unsere Stadt weiterentwickelt. Das war eines der wichtigsten Infrastrukturentwicklungsprojekte der vergangenen Jahre.“

Gute Position im Wettbewerb mit anderen Städten am See

Jan Zeitler, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, ist überzeugt von einer Steigerung der Attraktivität durch die Landesgartenschau. Nicht nur der Bodensee spielt bei der Landesgartenschau eine zentrale Rolle. „Noch nie war eine Innenstadt so stark involviert in eine Gartenschau wie in Überlingen, wo ja ein Rundweg die einzelnen Ausstellungbereiche verbindet und direkt durch unsere schöne Stadt führt. Das ist die Chance für Gastronomie und Einzelhandel. Es liegt an uns, den Gästen einen tollen Service zu bieten“, sagte er. „Die Landesgartenschau ist gut für das Stadtmarketing und das Standortmarketing und wichtig, um uns im Wettbewerb mit anderen Städten in eine gute Position zu bringen.“

Am westlichen Stadteingang, wo seit dem offiziellen Spatenstich im Oktober 2016 ein naturnah gestalteter Uferpark entstanden ist, gab es zuvor überwiegend versiegelte Flächen mit einer Baustoffhandlung, Lagerflächen, einer Tankstelle, Straße und Parkplätzen. Für den sechs Hektar großen Uferpark wurden der dort ebenfalls ansässige Campingplatz geschlossen, die Bahnhofstraße verlegt und eine 750 Meter lange Mauer, vorwiegend aus Beton, abgetragen. Der landschaftlich hochattraktive Park schafft wie von den Bürgerinnen und Bürgern gewünscht großflächig neue Seezugänge und Freiräume.

Eine zweigeteilte Spiellandschaft für kleine und große Kinder, eine Workout-Station, Slackline, Tischtennisplatten, Großschaukeln oder eine Kinderseilbahn sowie ein Restaurant in einem architektonisch geglückten Holzbau mit Biergarten und Dachterrasse machen den Uferpark über die Landesgartenschau hinaus zu einem Treffpunkt für Generationen.

Vernetzte Grünsysteme zu schaffen ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Landesgartenschaukonzepts in Überlingen. Die dauerhaft geschaffenen künftig öffentlichen Grünflächen bestehen aus den innerstädtischen Gärten: Villengärten, Menzinger Gärten, Rosenobelgärten. Hier wurden unter anderem Wege neu geordnet, ein Aussichtsturm begehbar gemacht, Kleingärten neu angelegt und zwei Kinderspielplätze gebaut.

Anschub für weitere Stadtentwicklungsprojekte

Im Zuge der Vorbereitung zur Landesgartenschau wurden der Mantelhafen, die Uferpromenade und der Landungsplatz mit den Schiffsanlegestellen neu und vor allem barrierefrei gestaltet und zu einem attraktiven Willkommenspunkt mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die Gartenschau gab außerdem Impulse unter anderem für überfällige übergeordnete Verkehrsregelungen, den Bau eines neuen Parkhauses für die Bodensee-Therme, den Bau eines Pflanzenhauses für die wertvolle und einmalige Kakteensammlung der Stadt Überlingen, die Sanierung der ehemaligen Klosterkirche für die Nutzung als Blumenschau und die gelungene Sanierung des historischen Bahnhofs Therme durch einen privaten Investor. (Landesgartenschau Überlingen 2020)

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