Tengelmann: Weiterhin mit positiver Bilanz

Das 151. Jahr ihres Bestehens schloss die Unternehmensgruppe Tengelmann mit einem konsolidierten Nettoumsatz von 7,5 Mrd. Euro ab, was einem Zuwachs von 3,8% entspricht.

Die Unternehmenszentrale von Tengelmann in Mülheim an der Ruhr. Bild: Tengelmann.

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Beigetragen zu diesem positiven Ergebnis haben bei Tengelmann die Handelsgeschäftsfelder OBI, KiK, TEDi und babymarkt.de, die ihre führende Position im jeweiligen Marktsegment erneut weiter ausbauen konnten. Auch der Immobilienentwickler Trei Real Estate und die beiden Venture Capital Gesellschaften Tengelmann Ventures und Emil Capital Partners haben ihren Anteil an diesem erfolgreichen Jahr.

Das laufende Geschäftsjahr steht jedoch unter dem Eindruck zweier Schicksalsschläge - sowohl für das Unternehmen als auch für die Unternehmerfamilie: Kurz nach dem Tod von Erivan Haub im März dieses Jahres kehrte Karl-Erivan W. Haub von einer Skitour im Matterhorn-Gebiet nicht zurück und gilt seither als vermisst. Infolgedessen übernahm Christian W. E. Haub - bisher Co-CEO gemeinsam mit seinem ältesten Bruder - am 17. April 2018 die alleinige Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Tengelmann. „Der Verlust meines Bruders ist für unsere Familie eine schmerzliche Tragödie. Aber sie gefährdet nicht unser Familienunternehmen“, sagt Haub. „Seit wir die Geschäftsführung von unserem Vater übernommen haben, haben Karl-Erivan und ich eng zusammengearbeitet und alle wesentlichen Entscheidungen gemeinsam getroffen. Es ist uns in dieser Zeit gelungen, das Unternehmen durch einen umfassenden Transformationsprozess zu führen, so dass es heute grundsolide und zukunftsfähig aufgestellt ist. Ich werde in diesem Sinne weiterhandeln, um unser 151 Jahre altes Familienunternehmen zu gegebener Zeit an die nächste Generation übergeben zu können!“

Im Juni 2018 beriefen die Gesellschafter zudem seinen älteren Bruder Georg Haub in den Beirat der Unternehmensgruppe und holten damit wieder ein Familienmitglied und einen Gesellschafter in dieses Gremium. „Es ist besonders wichtig für mich, auf die tatkräftige Unterstützung meines Bruders Georg in dieser Zeit der außerordentlichen Herausforderungen zählen zu können“, so Haub.

Do-it-yourself - OBI

In Österreich, Tschechien, Slowenien und der Slowakei baute OBI seine führende Stellung in Zentraleuropa nach der bereits 2015 erfolgten Übernahme von 68 Wettbewerbsstandorten weiter aus. Im Mittelpunkt der Geschäftsaktivitäten steht die Weiterentwicklung in Richtung des führenden Cross-Channel-Lösungsanbieters im „Home Improvement“-Markt. Dazu gründete OBI die Innovationseinheit „OBI next“: ein Projekt, das innovative Angebotskonzepte für den Baumarktprimus entwickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 6,18 Mrd. Euro, was einem Plus von 1,7% zum Vorjahr entspricht. OBI betrieb zum Jahresende mit 45.183 Mitarbeitenden 655 Märkte in elf Ländern, darunter 352 Standorte in Deutschland.

Kleidung - KiK

In Deutschland und den neun europäischen Ländern, in denen der Familiendiscounter vertreten ist, erzielte das Unternehmen mit 26.852 Mitarbeitenden in 3.564 Filialen erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatz von 2 Mrd. Euro und einen Zuwachs von 2,8%. Trotz der steigenden Zahl an Mitbewerbern behauptete KiK erneut souverän seine Position als einer der erfolgreichsten Anbieter im Niedrigpreissegment sowie als fünftgrößtes deutsches Textilunternehmen. Mit dem Markteintritt in Italien ist KiK auch weiterhin auf Expansionskurs. Dank zahlreicher Investitionen in die Logistik, eine neue System-IT und den Ausbau der Firmenzentrale ist das Unternehmen gut gerüstet für die Zukunft.

Nahversorger - TEDi

Der Non-Food-Nahversorger TEDi war zum Geschäftsjahresende (abweichendes Geschäftsjahr vom 1. Mai 2017 – 30. April 2018) mit 12.864 Mitarbeitenden in 1.577 Standorten aktiv und erwirtschaftete mit 735 Mio. Euro ein überragendes Umsatzplus von 16,4% im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblich hierzu beigetragen hat die seit 2014 vorangetriebene Modernisierung der Bestandsfilialen, die die Einkaufsatmosphäre deutlich verbesserte. TEDi ist mit dem Einstieg in Kroatien mittlerweile in sechs Ländern vertreten. Im laufenden Jahr sind die Markteintritte in Polen und Italien geplant. (Quelle: Tengelmann)

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