Start in die Hagelsaison: Erste größere Schäden

Eine kräftige Gewitterfront mit starkem Regen und Hagelkörnern von bis zu 4 cm Durchmesser zog in der Nacht zum vergangenen Montag von Belgien/Luxemburg kommend über den äußersten Westen Nordrhein-Westfalens.

Nach dreiwöchiger Ernte muss die Tomatenproduktion in diesem Betrieb komplett aufgegeben werden. Foto: GV.

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Der Gartenbau-Versicherung lagen nach der Gewitterfront in der Nacht am Montagvormittag bereits rund 70 Schadenmeldungen, zum überwiegenden Teil aus Freilandbetrieben, vor. Auch bei Gärtnereien mit Unterglasproduktion sind aufgrund des Hagels regional teils beachtliche Schäden entstanden. Nach derzeitiger Einschätzung dürften sich die versicherten Schäden auf insgesamt rund 3 Mio. Euro belaufen.

In puncto Glasschäden ist der südliche Niederrhein zwischen Brüggen und Nettetal besonders betroffen. In diesem Gebiet befindet sich unter anderem eine Gärtnerei mit Tomatenproduktion, in der die Ernte vor gerade erst drei Wochen begonnen hat. Aufgrund der beachtlichen Glasschäden kann die Ernte in diesem Betrieb nicht fortgesetzt werden, die Kulturen müssen komplett aufgegeben werden. Der versicherte Schaden dürfte sich im Millionenbereich bewegen.

Im Freiland wurden vor allem Stauden-Betriebe sowie Acerca-Betriebe getroffen. Hier liegt der Schwerpunkt südlich von Straelen.

Seit Montagvormittag befinden sich Mitarbeiter der Gartenbau-Versicherung bereits im Schadengebiet, die Regulierungsarbeiten sind in vollem Gange. (GV)

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