Schweiz: Wetterextrem Trockenheit 2026

Die Schweiz erlebt derzeit eine der ausgeprägtesten Trockenperioden der letzten Jahrzehnte. Bereits der Juni 2026 war laut MeteoSchweiz global der zweitwärmste seit Messbeginn und brachte in Westeu­ropa – und damit auch in der Schweiz – eine ausgeprägte Hitzewelle und anhaltende Trockenheit. Diese außergewöhnliche Wetterlage setzte sich im Juli fort, der ebenfalls als einer der wärmsten und tro­ckensten Monate in die Geschichte einging.

Die Schweizerische Hagel-Versicherungs- Gesellschaft, Genossenschaft, bietet national und international umfassende Versicherungsdeckungen für Pflanzen und Tiere an. Vor 145 Jahren von den Schweizer Bäuerinnen und Bauern gegründet, treibt die SHGroup heute den Wandel in der Agrarversicherungsbranche voran.

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Die Folgen für die Landwirtschaft sind gravierend: Die anhaltende Hitze und der fehlende Niederschlag haben in weiten Teilen des Landes zu erheblichen Ertragseinbussen geführt. Bis Ende Juli 2026 hat die SHGroup über 1.100 Schadenmeldungen im Zusammenhang mit Trockenheit erhalten. Dies entspricht etwa der Hälfte aller Versicherungsverträge mit Trockenheitsdeckung. Zusätzlich bestehen rund 600 Verträge mit einer parametrischen Deckung für fehlenden Niederschlag, bei denen die Auszahlung automatisch auf Basis von Wetterdaten erfolgt.

Die Trockenheit betrifft die gesamte Schweiz, wobei die meisten Schadenmeldungen aus den westlichen Landesteilen stammen. Besonders betroffen sind Sommerkulturen wie Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben und Sonnenblumen sowie das Grasland. Während die Erträge bei Winterkulturen wie Weizen, Gerste und Raps meist besser als befürchtet ausfielen, sind die Einbußen bei den Sommerkulturen teilweise gravierend. Für einzelne Betriebe bedeuten die Ertragseinbussen existenzielle Herausforderungen. Da viele Kulturen noch nicht geerntet wurden, lässt sich das gesamte Ausmaß der Schäden aktuell noch nicht abschließend beziffern.

Basierend auf den bis anfangs August erhobenen Daten schätzt die SHGroup die versicherten Schäden infolge der anhaltenden Trockenheit auf rund 19 Mio. CHF. Die Lage bleibt weiterhin angespannt. Je nach Wetterentwicklung und anhaltender Trockenheit ist davon auszugehen, dass sich die Schadenssumme weiter erhöhen wird. Die diesjährige Trockenheit macht deutlich, wie stark die Landwirtschaft bereits heute unter den Folgen des Klimawandels leidet. Die Forschung geht gemäß Meteo Schweiz (Juli Bulletin) davon aus, dass sich eine Trockenheit, welche früher alle zehn Jahre zu erwarten war, heute bereits alle sieben Jahre auftritt. In einer um drei Grad wärmeren Welt gegenüber früher sogar alle drei Jahre. 

Die SHGroup unterstützt die Betriebe dabei nicht nur mit Versicherungslösungen, sondern fördert mit dem Angebot HagelAdapt gezielt Maßnahmen zur Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen – etwa durch neue Anbaumethoden, trockenheitsresistente Sorten und den Ausbau der Bewässerung. „Die aktuelle Trockenheit ist ein Weckruf für die gesamte Branche, da Dürreereignisse nicht nur einzelne Betriebe, sondern ganze Regionen und Wertschöpfungsketten gleichzeitig treffen können. Trockenheit ist ein systemisches Risiko, das mit der Klimaerhitzung weiter an Bedeutung gewinnt. Um die Versicherbarkeit solcher Risiken langfristig zu gewährleisten, braucht es neben Versicherungslösungen auch eine konsequente Anpassung der Landwirtschaft über die Verarbeitung bis zum Konsum. Mit HagelAdapt unterstützen wir die Betriebe dabei, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, so Adrian Aebi, CEO der SHGroup. So bleibt die SHGroup ein verlässlicher Partner und setzt sich gemeinsam mit allen Akteuren der Wertschöpfungskette dafür ein, die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft gegenüber Extremwetterereignissen nachhaltig zu stärken.

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