Schweiz: Ausbreitung des Japankäfers

Der Japankäfer wurde in der Schweiz erstmals 2017 im Kanton Tessin gesichtet und hat sich inzwischen weiterverbreitet. Dieser Käfer kann insbesondere in der Landwirtschaft erhebliche Schäden anrichten, indem er ganze Ernten zerstört.

Der Japankäfer. Bild: © Maurizio Pavesi, Museo di Storia Naturale di Milano (IT).

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Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ruft die schweizer Bevölkerung diesen Sommer zur Vorsicht auf. Denn der Japankäfer könnte unbemerkt in Autos und Züge gelangen, dort als blinder Passagier große Strecken zurücklegen und in weiteren Regionen der Schweiz Schaden anrichten.

Der Japankäfer gelangte 2017 von Norditalien über den Kanton Tessin in die Schweiz. Auch im Wallis schaffte er seitdem den Sprung über die schweizerisch-italienische Grenze und ist dort südlich der Alpen im Simplongebiet anzutreffen. Später wurden an weiteren Orten zwei isolierte Populationen (sog. Befallsherde) entdeckt: 2023 im Kanton Zürich sowie jüngst bei Basel. Der ausgesprochen gefräßige Käfer ernährt sich von über 400 Pflanzenarten (u. a. Weinrebe, Mais, Apfel, Tomate, Erdbeere) und ist eine große Gefahr für die Landwirtschaft, den produzierenden Gartenbau und die Umwelt.

Der ausgewachsene Japankäfer ist so groß wie Ein-Cent-Stück. Seine Flugzeit geht von Juni bis Anfang September. Es besteht die Gefahr, dass er sich in anderen Regionen ausbreitet, wenn er bei der Ferienrückkehr aus den befallenen Gebieten in der Schweiz oder in Norditalien unbemerkt per Zug oder Auto eingeschleppt wird. Deshalb sollten Sie Ihre Gepäckstücke und Fahrzeuge sorgfältig kontrollieren. Falls Sie einen verdächtigen Käfer entdecken, fangen Sie ihn sofort ein und melden Sie ihn dem zuständigen kantonalen Pflanzenschutzdienst. Der Japankäfer ist leicht mit bestimmten heimischen Arten wie dem Junikäfer und dem Gartenlaubkäfer zu verwechseln. Daher ist es wichtig, sie voneinander unterscheiden zu können.

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