Sachsen-Anhalt: Niedrige Ernte bei Äpfeln

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wird nach der zweiten Schätzung durch die Erzeugerbetriebe mit einer niedrigen Apfelernte von nur 21.600 Tonnen gerechnet (2009=31.160 t).

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Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wird nach der zweiten Schätzung durch die Erzeugerbetriebe mit einer niedrigen Apfelernte von nur 21.600 Tonnen gerechnet (2009=31.160 t). Im Durchschnitt der vergangenen 6 Jahre waren 30.100 Tonnen auf den Markt gelangt. Der geschätzte Ertrag liegt bei nur 215,7 Dezitonnen je Hektar. 2002 gab es letztmals einen Apfelertrag von weniger als 200 Dezitonnen je Hektar.

Bei Sauerkirschen konnten nur 1.000 Tonnen (drei Viertel der Vorjahresmenge) geerntet werden. Die Süßkirschenernte brachte dagegen 1.860 Tonnen Früchte auf den Markt und war sogar mit 9% über der Vorjahresmenge.

Die vorläufige Pflaumenernte wird vorerst auf 1.700 Tonnen geschätzt.

Der kalte lange Winter, zu kalte Witterung in der Blüten- und Nachblütenphase bedingten zunächst einen schlechten Fruchtansatz beim Steinobst. Insbesondere betroffen waren Sauerkirschen, da nur 25% der Blüten befruchtet wurden. Später aufgetretene Nachtfröste haben ortsweise sogar bis zu Totalausfällen geführt. Überdurchschnittliche Niederschläge im Mai, dann die anhaltende Trockenheit und plötzliche Hitze verursachten eine deutlich geringere Erntemenge. Die Betriebe haben starke Ausfälle durch die Pilzkrankheit Monilia gemeldet. Der überwiegend geringe Baumbestand auf der Erntefläche sowie die Überalterung der Anlagen bei Sauerkirschen beeinflussten zusätzlich eine niedrigere Erntemenge.

Die ermittelte Ertragsleistung bei Sauerkirschen mit 58,3 Dezitonnen je Hektar ist jeweils erheblich unter dem langjährigen Mittel (2004/2009) von 69,3 dt/ha ausgefallen. Im Vorjahr war die Hektarleistung bei 77 Dezitonnen je Hektar.

Der Ertrag bei Süßkirschen von 52,7 Dezitonnen je Hektar liegt über den Vorjahresertrag von 48,2 Dezitonnen je Hektar.

Der Pflaumenertrag wurde von den Anbauern auf 157,6 Dezitonnen je Hektar geschätzt (2004/2009: 166,1 dt/ha). (stasa)

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